RF-BETON Flächen Version 5

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2.4.4 Querkraftbemessung

Querkraftbemessung

Die Querkraftbemessung unterscheidet sich wesentlich in den einzelnen Normen. Sie wird im Folgenden für EN 1992-1-1 vorgestellt.

Der Nachweis der Querkrafttragfähigkeit ist nur im Grenzzustand der Tragfähigkeit (GZT) zu führen. Die Einwirkungen und die Widerstände gehen mit ihren Bemessungswerten ein. Das allgemeine Nachweisformat lautet:

VEd  VRd 

mit

  • VEd : Bemessungswert der einwirkenden Querkraft (vom Programm ermittelte Hauptquerkraft)
  • VRd : Bemessungswert der Querkrafttragfähigkeit

Je nach Versagensmechanismus wird der Bemessungswert der Querkrafttragfähigkeit durch einen der folgenden drei Werte bestimmt:

VRd,c

Aufnehmbare Querkraft eines Bauteils ohne Querkraftbewehrung

VRd,s

Aufnehmbare Querkraft eines Bauteils mit Querkraftbewehrung; Begrenzung der Tragfähigkeit durch das Versagen der Querkraftbewehrung (Zugstrebenversagen)

VRd,max

Aufnehmbare Querkraft bedingt durch die Tragfähigkeit der Betondruckstrebe

Bleibt die einwirkende Querkraft VEd unter dem Wert von VRd,c, so ist rechnerisch keine Querkraftbewehrung erforderlich und der Nachweis ist erfüllt.

Liegt die einwirkende Querkraft VEd über dem Wert von VRd,c, ist eine Querkraftbewehrung vorzusehen. Die Querkraftbewehrung muss die gesamte Querkraft aufnehmen. Außerdem ist die Tragfähigkeit der Betondruckstrebe nachzuweisen.

VEd  VRd,s  VEd  VRd,max 

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