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9.3.2 Flächen- und Volumenergebnisse

Flächen- und Volumenergebnisse

Die Ergebnisse der Flächen und Volumenkörper werden standardmäßig als Isoflächen angezeigt. Die Farbzuweisung wird im Steuerpanel verwaltet (siehe Kapitel 3.4.6).

Der Eintrag Ergebnisse → Darstellungsart des Zeigen-Navigators bietet diverse Anzeigemöglichkeiten für die Flächen- und Volumenergebnisse an.

Bild 9.7 Zeigen-Navigator: Ergebnisse → Darstellungsart

Die Ergebnisse von Flächen und Volumen lassen sich als Isoflächen oder Isolinien darstellen. Letztere erweisen sich oft vorteilhaft für die Ausgabe auf einen Schwarz-Weiß-Drucker.

Die Option Ohne grafische Darstellung ermöglicht eine Ausgabe der reinen Ergebniswerte: Die Isoflächen oder Isolinien werden ausgeblendet, sodass nur die Ergebniswerte in den Raster- oder FE-Netzpunkten angezeigt werden. Diese Einstellung eignet sich ebenfalls zum Drucken.

Die Anzeigeoption Differenzen steht nur für Spannungen zur Verfügung. Dadurch werden die Spannungsänderungen in den finiten Elementen ersichtlich, die wiederum Rückschlüsse auf die Qualität des FE-Netzes erlauben: Falls große Unterschiede in benachbarten Elementen bestehen, sollte an diesen Stellen eine FE-Netzverdichtung erwogen werden.

Die Darstellung der Ergebnisse in den Volumenkörper-FE-Knoten ermöglicht eine Auswertung der Spannungen im Inneren eines Volumenkörpers − vorausgesetzt, das FE-Netz ist fein genug. Die Farbzuweisung der FE-Knoten erfolgt gemäß der im Steuerpanel gezeigten Skala. Werden zusätzlich im Ergebnisse -Navigator die Werte in den FE-Netzpunkten aktiviert, können die Volumenspannungen direkt abgelesen werden.

Über das Steuerpanel-Register Faktoren (mittig) kann die Skalierung von Verformungen und Schnittgrößen beeinflusst werden. Das Register Filter (rechts) ermöglicht die gezielte Auswahl der Stäbe, Flächen oder Volumen, deren Ergebnisse dargestellt werden sollen (siehe Bild 9.51). Die beiden Panel-Register sind im Kapitel 3.4.6 beschrieben.

Kriterien bei nichtlinearen Materialeigenschaften

Wurde ein Materialmodell mit nichtlinearen Effekten gewählt (siehe Kapitel 4.3), kann nach der Berechnung grafisch überprüft werden, welche Bereiche z. B. mit dem Erreichen der Fließgrenze durch reduzierte Steifigkeiten berücksichtigt sind. Diese Möglichkeit besteht nur, wenn das Zusatzmodul RF-MAT NL lizenziert ist.

Der Nichtlinearitätsgrad beschreibt den Anteil der Gauss-Punkte, die bei der Analyse mindestens einmal nichtlinear untersucht wurden. Anhand der plastischen Ausnutzung lässt sich beispielsweise überprüfen, welche Fließgelenke sich bei einem Träger ausbilden.

Bild 9.8 Plastische Ausnutzung eines beidseitig eingespannten Trägers mit Fließgelenken
Lastverteilung

Über die Kontrollfelder im Navigatoreintrag Lastverteilung können die Kräfte und Momente angezeigt werden, die die FE-Knoten oder FE-Elemente aus den eingegebenen Lasten erhalten. Die Kräfte der FE-Elemente lassen sich auf das globale XYZ-Achsensystem oder auf die lokalen xyz-Flächenachsen bezogen darstellen.

Bild 9.9 Lastverteilung mit Netzlasten für Linienlast (FZ) und Flächenlast (pZ)

Anhand der Netzlasten ist eine Kontrolle der eingegebenen Lasten möglich. Damit kann beispielsweise bei freien Einzellasten überprüft werden, ob die Last auf alle Flächen wirkt, die in der Liste An Flächen vorgegeben sind (siehe Bild 6.33).

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