Saldome2 in Rheinfelden, Schweiz

Kundenprojekt

18. Juni 2012

Schweiz RSTAB Holzbau Gebäude

Tragwerksplanung Häring Projekt AG
Eiken, Schweiz
Bearbeiter: R. Schneider, C. Zihlmann
www.haring.ch
Konstruktion Generalplanung
Häring & Co. AG

Montage Tragwerk
Häring Holz- und Systembau AG
Bauherr Schweizer Rheinsalinen AG
www.rheinsalinen.ch

Länge: 120 m | Breite: 120 m | Höhe: 31,6 m
Anzahl Knoten: 211 | Stäbe: 582 | Materialien: 1 | Querschnitte: 1

Im Mai 2012 wurde der Saldome2, die neue Salzlagerhalle der Schweizer Rheinsalinen AG, offiziell in Betrieb genommen. Mit einer Spannweite von 120 m und einer Höhe von 31,6 m ist er der größte Kuppelbau Europas. Entwickelt und gebaut wurde die Konstruktion vom Prattelner Holztechnologieunternehmen Häring. Die Statische Berechnung erfolgte durch Häring-Ingenieure R. Schneider und C. Zihlmann mit Hilfe von RSTAB und HOLZ Pro.

Riesiges Salzlager

Mit einer Grundfläche 11.300 Quadratmetern ist der „Saldome2“ ungefähr so groß wie zwei Fußballfelder und damit beinahe doppelt so groß, wie die der im August 2005 in Betrieb genommene erste Kuppelbau „Saldome1“.

Im Inneren des neuen Saldome2 können über 100.000 Tonnen Auftausalz gelagert werden. Die Grundfläche des Salzlagers hat einen Umfang von 377 Metern.

Tragkonzept „Häring-Ensphere“

Der Tragwerkschalenbau des Saldome2 ist eine radikale Abkehr von traditionellen Bauweisen. C. Häring nennt sein Konzept „Häring-Ensphere“ (aus dem Amerikanischen: einen Raum mit einer Kugelform umhüllen). Diesem Konzept liegt die Tatsache zugrunde, dass jede doppelt gekrümmte Bauform freistehend den Raum über einem Ringfundament überspannt und damit im Inneren völlige Nutzungsfreiheit schafft.

Die Lamellenbogenkonstruktion aus Brettschichtholz gliedert sich in ein Primär- und ein Sekundärtragwerk. Insgesamt besteht der Saldome2 aus 894 Tragwerkselementen, die auf 48 Fundamenten stehen und in 163 Knoten (je zwei Anschlusspunkte pro Knoten) miteinander verbunden sind. Die einzelnen Elemente der Kuppel wurden mit 4.272 Schrauben (acht Stück je Hauptträger) fest verschraubt. Das Resultat ist ein Hochleistungstragwerk, das es bezüglich Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit mit jeder Stahl- und Betonkonstruktion aufnimmt.

Das gesamte Tragwerk wurde im Freivorbau (ohne Gerüste) mittels Hebebühnen errichtet. Die zahlreichen daraus entstehenden Bauzustände sind deshalb mit separaten Tragwerksmodellen analysiert worden.

Verwendete Programme

Kontakt

Kontakt zu Dlubal

Haben Sie Fragen oder brauchen Sie einen Rat? Kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie die häufig gestellten Fragen (FAQs) rund um die Uhr.

+49 9673 9203 0

info@dlubal.com

Newsletter

Erhalten Sie etwa einmal pro Monat Infos über Neuigkeiten, praktische Tipps, geplante Events, exklusive Aktionen und Gutscheine.