Turm im Urner Reussdelta in Seedorf, Schweiz

Kundenprojekt

Tragwerksplanung Holzbauingenieur
Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG
Rain, Schweiz
www.pirminjung.ch

Bauingenieur
Projekta AG
Altdorf, Schweiz
Konstruktion Holzbauer Gebrüder Bissig Holzbau GmbH
Altdorf, Schweiz
Architekt Gion A. Caminada Arch. BSA/SA Cons
Vrin, Schweiz
Bauherr Kanton Uri
Kommission für das Reussdelta
Altdorf, Schweiz

Länge: ca. 8 m | Breite: ca. 8 m | Höhe: ca. 11 m | Gewicht: ca. 20 t
Anzahl Knoten: 815 | Stäbe: 1.149 | Materialien: 4 | Querschnitte: 14

Ein außergewöhnlicher Aussichts- und Vogelbeobachtungsturm steht im Urner Reussdelta. Sein markantes Primärtragwerk besteht aus 48 schräg stehenden sägegestreiften Rundholzstützen. Von vier Plattformen aus können Erholungssuchende den Ausblick ins Urner Reussdelta genießen und Ornithologen Brutvögel beobachten.

Der 11,5 m hohe Turm ist ein Entwurf des Architekten Gion A. Caminada. Die Statische Berechnung wurde vom Dlubal-Kunden Pirmin Jung Ingenieure erstellt.

Statik und Konstruktion

Die Rundstützen aus Weißtanne wurden in unmittelbarer Umgebung der Baustelle gefällt und bearbeitet.

Sie haben am Boden einen Durchmesser von ca. 240 mm und verjüngen sich gegen das Dach, welches sie, wie auch die Aussichtsplattform, tragen. Die Plattform besteht aus 80 mm starken Bohlen, die im Bereich der vier Aussichtskörbe auskragen. Sie ist außen direkt über Konsolen an den Rundholzstützen befestigt. Die Dachsparren sind auf der Mittel- und den Außenstützen gelagert.

An der Dachkonstruktion hängt ein Stahlring, auf dem die Innenseite des Plattformbodens aufliegt und an dem die Wendeltreppe abgehängt ist.

Sämtliche Verbindungen sind so ausgeführt, dass sie nach Ablauf der Nutzungsdauer einfach und ohne Einfluss auf das Gesamtbauwerk ausgewechselt werden können.

Aussteifung

Der Turm muss neben den Windlasten auch die Schwingungen aus der Nutzlast aufnehmen. Da zusätzliche Verstrebungen o. ä. für die horizontale Stabilisierung aus architektonischen Gründen nicht in Frage kamen, erhielten die Stützen eine Teileinspannung in den Stahlring im Dach. Dadurch wurde eine Art räumlich wirkender Rahmen ausgebildet.

Verwendete Programme

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