Fußgängerbrücke aus Holz in Anaklia, Georgien

Kundenprojekt

13. Februar 2013

Georgien RFEM Brückenbau Holzbau

Tragwerksplanung Lastannahmen, Statik, Entwurf
Leonhardt, Andrä und Partner, Stuttgart
www.lap-consult.com

Tragwerksplanung Holzbau
Fast + Epp GmbH, Darmstadt
www.fastepp.com
Konstruktion Generalunternehmer
Caucasus Road Project Ltd (CRP)
Tiflis, Georgien

Holzbaukonstruktion
HESS TIMBER GmbH & Co. KG, Kleinheubach
www.hess-timber.com
Bauherr Staat Georgien

Länge: 506 m | Breite: 9 m | Höhe: 41 m
Anzahl Knoten: 2.341 | Stäbe: 3.878 | Materialien: 7 | Querschnitte: 48

In Anaklia, einem Luftkurort am Ostufer des Schwarzen Meers, steht seit Anfang 2012 eine der längsten Holzbrücken der Welt. Die über 500 m lange Brücke verbindet den Hotel- und Hafenbereich mit einem bislang nahezu unerschlossenen Küstengebiet, welches in den nächsten Jahren für die touristische Nutzung erschlossen werden soll.

Planung und Vorfertigung in Deutschland

Da eine in Stahl konzipierte Brücke das Budget um ein Vielfaches überschritt, wurde eine kostengünstigere Lösung in Holz erarbeitet. Das Büro Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) aus Stuttgart plante in Zusammenarbeit mit dem bayrischen BSH-Hersteller HESS TIMBER die ausgeführte Mehrfeldbrücke aus Holzfachwerkbindern mit dreieckigem Querschnitt. Auch die Statische Berechnung erfolgte durch LAP.

Der Dlubal-Kunde Fast + Epp nutzte im Zuge der Erstellung der Holzbaustatik RFEM zu Kontrollzwecken für die Schnittgrößen sowie für die Bemessung der Holzkonstruktion.

Konstruktion

Das Tragwerk teilt sich etwa in der Mitte in zwei Abschnitte, um die Zwangsbeanspruchungen in Längsrichtung zu reduzieren. Der erste Brückenabschnitt besteht aus einem Durchlaufträgersystem, der zweite wird aufgrund größerer Spannweiten zusätzlich durch einen Stahlpylon abgespannt.

Den Brückenquerschnitt bildet ein räumliches Fachwerksystem aus Brettschichtholz mit zwei seitlich um 45° geneigten Fachwerkträgern sowie Querriegeln, die mit Holzwerkstoffplatten beplankt sind. Die Kerto Q‑Platten dienen neben ihrer Funktion als Laufplatte auch als horizontale Aussteifung.

Die Verbindung der BSH‑Bauteile innerhalb des Fachwerkbinders erfolgte über Stabdübelverbindungen mit Schlitzblechen, welche ebenfalls von Fast + Epp bemessen wurden. Zudem wurde vor Ort ein von HESS TIMBER patentiertes Klebeverfahren eingesetzt. Dieses machte es möglich, die BSH‑Einzelteile auf eine max. Länge von 13,5 m zu reduzieren und somit teure Sondertransporte zu vermeiden.

Verwendete Programme

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