Werkstatt für Holzschnitzkunst im Grödnertal, Italien

Kundenprojekt

Tragwerksplanung Lignaconsult Schrentewein & Partner GmbH
Bozen, Italien
www.lignaconsult.com
Konstruktion Holzbau
Ligno System KG des Sacco M. & Co.
St. Ulrich in Gröden, Italien
www.lignosystem.it
Architekt bergmeister architekten
Brixen, Italien; Wien, Österreich
www.bergmeisterwolf.it
Bauherr Ulrich Perathoner KG-SAS
St. Ulrich in Gröden, Italien
www.ulpe.com

Länge: ca. 44 m | Breite: ca. 20 m | Höhe: ca. 10 m
Anzahl Knoten: 1066 | Stäbe: 1.243 | Flächen: 161 | Finite-Elemente: 14.640 | Materialien: 6 | Querschnitte: 6

Ein außergewöhnliches Projekt gelang dem Architekturbüro bergmeister-wolf beim Entwurf einer neuen Werkstatt für Holzschnitzkunst im Grödnertal in Südtirol.

Da die aus Dreiecken bestehende Fassade nur teilweise zur Lastabtragung herangezogen werden konnte, stellte dieses Gebäude eine große Herausforderung für den Holzbauingenieur dar. Doch der Dlubal-Kunde Schrentewein & Partner meisterte diese Aufgabe, indem er in erster Linie die inneren Gebäudeteile zur Lastabtragung heranzog.

Konstruktion

Die Laibungen und Schnitte in der Fassade zeigen den Prozess des Holzschnitzens nach außen. Gleichzeitig sollen die Schrägen innen spürbar sein.

Im Erdgeschoss befinden sich die Ausstellungs- und Verkaufsräume und im Obergeschoss die Werkstatt für die Bildhauer und die Fassmalerei (Bemalung der Figuren). Zudem befindet sich im Dachgeschoss eine große Wohnung.

Für die Tragwerksplaner kam erschwerend hinzu, dass sich im Erdgeschoss nur wenige Wände befinden und im Gebäude nur wenige Wände übereinander stehen. Schrentewein & Partner lösten das Problem, indem sie nahezu alle Wände im Obergeschoss als wandartige Träger aus Brettsperrholz ausbildeten.

Die längste von ihnen ist immerhin 13,70 m lang. Die Wände im OG tragen die Decken über EG und OG und leiten die Lasten auf Wände und Stahlrundrohrstützen im Erdgeschoss ab.

Die Decken bestehen, wie die tragenden Innenwände, aus Brettsperrholz. Um die Durchbiegungen in Grenzen zu halten, wurden diese als Durchlaufträger ausgeführt. Auf einigen Stützen im Erdgeschoss ist die Decke punktförmig aufgelagert.

Da im Erdgeschoss die aussteifenden Wände fehlen, wurde die Decke darüber sehr steif ausgeführt (d=20 cm). Sie leitet die Aussteifungslasten in den asymmetrisch angeordneten Treppenhauskern aus Stahlbeton ab.

Verwendete Programme

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