Neue Überdachungen für die Eingangstore der Messe Frankfurt

Kundenprojekt

29. Januar 2014

Deutschland RSTAB Stahlbau

Tragwerksplanung Digitale Planung und Tragwerksplanung
Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt
www.bollinger-grohmann.com
Entwurf Ingo Schrader, Berlin
www.schrader-architekt.de
Ausführung Prebeck GmbH, Bogen
www.prebeck-stahlbau.de
Bauherr Messe Frankfurt
www.messefrankfurt.com

Länge: ca. 42 m | Breite: ca. 18 m | Höhe: ca. 5 m
Anzahl Knoten: 298 | Stäbe: 567 | Materialien: 2 | Querschnitte: 26

Im Jahr 2008 lobte die Messe Frankfurt einen Architekturwettbewerb für den Entwurf der Neugestaltung der Eingangssituation zum Messegelände aus. Für die Tore Süd und Nord sollten jeweils ein Wachgebäude und eine Überdachung entworfen werden. Wunsch des Bauherrn war, mit den Dächern signifikante Strukturen mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen.

Das Rennen machte der Siegerentwurf des Architekten Ingo Schrader, Berlin, der in enger Zusammenarbeit mit den Tragwerksplanern Bollinger + Grohmann entstand. Dieser sah jeweils kreisförmige Dächer von ca. 25 m Durchmesser vor, die auf pyramidenförmigen Stützen ruhen sollten. Im August 2013 wurde die Überdachung am Tor Nord realisiert.

Dachkonstruktion Tor Nord

Aus der Kreisform wurde im Zuge der weiteren Planung, aufgrund der Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten, ein Oval. Es misst 42 m x 18 m bei einer max. Lamellenhöhe von 60 cm. Das Dach kragt bis zu 10 m aus und ist am Rand nur 15 cm hoch.

Die vier Stützen stehen in einem unregelmäßigen Raster und bilden durch ihre Pyramidenform den Kräfteverlauf ab. Durch ihre Dreiecksform wirken sie besonders schlank – das Dach scheint zu schweben.

Das Dachtragwerk wurde mit Hilfe eines Rechenmodells generiert und optimiert. Die Achsen der tragenden Lamellen sind dabei scheinbar zufällig angeordnet. Jedoch ist deren Anordnung das Ergebnis eines computerbasierten Entwurfsprozesses, bei dem strukturelle, formelle und herstellungsbedingte Randbedingungen in Einklang gebracht wurden.

Anschließend erfolgte die Optimierung der Lamellen in ihrer Höhe und Breite. Dazu wurde über ein individuell erstelltes VBA-Skript das Design-Programm Rhinoceros mit RSTAB verbunden. Ein spezieller Algorithmus reduzierte die Querschnittsdimension der Flachstahllamellen iterativ auf Grundlage der auftretenden Vergleichsspannungen.

Verwendete Programme

Kontakt

Kontakt zu Dlubal

Haben Sie Fragen oder brauchen Sie einen Rat? Kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie die häufig gestellten Fragen (FAQs) rund um die Uhr.

+49 9673 9203 0

info@dlubal.com