Die Bahá'í-Tempel von Südamerika, Chile

Kundenprojekt

24. März 2014

Chile RFEM Stahlbau Gebäude

Tragwerksplanung Statik, Konstruktion und Ausführung (Stahl und Eindeckung)
Josef Gartner GmbH, Würzburg
josef-gartner.permasteelisagroup.com
Architekt Hariri Pontarini Architects
Toronto, Kanada
www.hariripontarini.com
Bauherr National Spiritual Assembly of the Bahá’ís of Canada
www.ca.bahai.org

Länge: ca. 34 m | Breite: ca. 34 m | Höhe: ca. 30 m
Anzahl Knoten: 9.734 | Stäbe: 17.300 | Flächen: 118 | Finite-Elemente: 26.348 | Querschnitte: 66

Ein außergewöhnliches Bauwerk wird derzeit in Chile errichtet und soll Ende 2014 fertiggestellt sein: der „Tempel des Lichts“. Er ist einer von acht Bahá’í-Tempeln weltweit. Die monotheistische Bahá’í-Religion hat ca. sieben Millionen Anhänger, vor allem in Indien, dem Iran, Afrika, Nord- und Südamerika. Die Planung des Tempels erstreckte sich über viele Jahrzehnte.

Der Dlubal-Kunde Josef Gartner GmbH erhielt den Auftrag für die Planung, Fertigung und Montage der kompletten Struktur ab Oberkante Betondecke.

Konstruktion

Die Form des Tempels ähnelt einer neunblättrigen Lotusblüte. Das Gebäude hat einen Durchmesser von ca. 34 m und ist etwa 30 m hoch. Der Unterbau besteht aus einer zweistöckigen Betonkonstruktion und einer Flachgründung.

Da der Bauort in Chile in einer Region mit hoher Erdbebengefährdung liegt, musste die Struktur schwingungsmäßig horizontal vom Untergrund entkoppelt werden. Dazu wurden zwischen den Betonstützen und der zweiten Zwischendecke insgesamt zehn Gleitpendellager angeordnet.

Die Stahltragkonstruktion besteht aus einer Art Raumfachwerk mit einer Ober- und Untergurtlage bestehend aus Rechteckprofilen sowie Rundrohrdiagonalen als Verbindungselemente.

Neun baugleiche Blätter schließen am Hochpunkt zusammen und bilden eine Lichtkuppel (Oculus). Das Gerippe der Struktur wird, wie bei echten pflanzlichen Blättern, durch ein inneres Gerüst aus stärkeren Rundrohren d=323,9 mm gebildet.

Die Modellierung erfolgte in Rhinoceros. Das komplette 3D-Modell wurde dann an RSTAB und RFEM übergeben und in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten optimiert.

Danach berechnete Gartner die Stahlstruktur in RSTAB und RFEM unter Berücksichtigung der Erdbebenbeanspruchung.

Verwendete Programme

Kontakt

Kontakt zu Dlubal

Haben Sie Fragen oder brauchen Sie einen Rat? Kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie die häufig gestellten Fragen (FAQs) rund um die Uhr.

+49 9673 9203 0

info@dlubal.com