Transport des Vechthoeve-Hauses in Holland

Kundenprojekt

Tragwerksplanung Techniek en Methode B.V.
's-Gravendeel, Niederlande
www.tenm.nu
Kontruktion Bauunternehmer
Bresser Grote Projecten
's-Gravendeel, Niederlande
www.bresser.nu
Bauherr Rijkswaterstaat
Ministerium für Infrastruktur und Umwelt
Niederlande
www.rijkswaterstaat.nl

Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf das Modell der Bodenplatte.

Länge: ca. 22 m | Breite: ca. 13 m | Höhe: ca. 1 m | Gewicht: ca. 125 t
Anzahl Flächen: 3 | Finite Elemente: 7 522

Ende 2013 wurde das 'Vechthoeve'-Haus über eine Entfernung von 500 m transportiert. Das Holzhaus, auch Pippi-Langstrumpf-Haus genannt, befindet sich in der Nähe von Amsterdam, der Hauptstadt der Niederlande. Da die Autobahn A1 verbreitert werden sollte, musste die Villa versetzt werden.

Bresser Großprojekte aus 's-Gravendeel in Südholland schaffte es in nahezu drei Monaten, das Haus sowohl über Land als auch über Wasser zu seinem endgültigen Zielort, dem Bauernhof Hoogerlust, zu verlagern.

UNESCO Welterbe

Das Vechthoeve-Haus ist Teil der Stellung von Amsterdam (Weltkulturerbe der UNESCO). Aufgrund seiner großen kulturellen und historischen Bedeutung entschied das niederländische Ministerium für öffentliche Arbeiten, dass der Standort des Monuments verlegt und dem Haus eine neue Funktion gegeben werden soll.

Die einzige Option war folglich der Transport des Hauses über Wasser, bei dem auch zwei Deiche passiert werden mussten. Die relativ schwachen Deiche wurden mittels zweier Behelfsbrücken und einer Reihe von Spundwänden überquert.

Um das Gebäude während der Transportphase angemessen zu lagern, wurde eine komplett neue Bodenplatte angefertigt. Zusätzlich wurden 17 Gründungspfähle aus Stahl im Haus eingebaut. Dieselbe Anzahl an Hebevorrichtungen wurde dazu gebraucht, den gesamten Bau um 2,7 m über den Boden anzuheben. Schließlich wurde ein Satz von sogenannten SPMTs (Modulfahrzeuge mit eigenem Antrieb) unter die 30 cm dicke Betonplatte geschoben.

Bemessung der Betonfundamentplatte

In RFEM 5 wurden drei verschiedene Bemessungssituationen untersucht:

  1. ständige Situation
  2. Transport
  3. Aufbocken

Das Modell besteht aus mehreren Betonflächen, die mit Linienlasten (Hebeböcke) und der Eigenlast beansprucht sind. Die Böcke sind als elastisch gestützt modelliert, wobei die Lager in jede Richtung verschiedene Steifigkeiten aufweisen. Die erforderliche Bewehrung in der Platte wurde mit dem Zusatzmodul RF‑BETON Flächen bemessen.

Verwendete Programme

Kontakt

Kontakt zu Dlubal

Haben Sie Fragen oder brauchen Sie einen Rat? Kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie die häufig gestellten Fragen (FAQs) rund um die Uhr.

+49 9673 9203 0

info@dlubal.com

Newsletter

Erhalten Sie etwa einmal pro Monat Infos über Neuigkeiten, praktische Tipps, geplante Events, exklusive Aktionen und Gutscheine.