Amphitheater in Bytom, Polen

Kundenprojekt

16. September 2014

Polen RFEM Holzbau

Tragwerksplanung Ing. Zbyněk Šrůtek
Česká Skalice, Tschechische Republik
www.timberdesign.cz
Holzkonstruktion KASPER Polska Sp. z o.o.
Gliwice, Polen
kasperpolska.pl
Architektur Architektonisches Konzept
Łukasz Pluta, mgr inż. arch.
PLUS8.PL Architekci
Zabrze, Polen
www.plus8.pl

Länge: ca. 25 m | Breite: ca. 11 m | Höhe: ca. 8 m
Anzahl Stäbe: 581 | Flächen: 27 | Materialien: 2 | Querschnitte: 3

Im August 2014 wurde im polnischen Bytom eine neue außergewöhnliche Freilichtbühne eröffnet. In baustatischer Hinsicht besteht das Gebäude aus zwei Teilen (Theaterbühne und Backstage-Bereich), die geometrisch durch ein räumlich gekrümmtes Dach miteinander verbunden sind. Dadurch erhält das Bauwerk sein bemerkenswertes Design.

Konstruktion der Theaterbühne

Die gewölbte Dachstruktur der Theaterbühne setzt sich aus zehn verschieden geformten Längsbindern aus Brettschichtholz zusammen, die gelenkig an die tragenden Stahlbetonwände angeschlossen sind.

Die Binder sind 100 mm dick und weisen unterschiedliche Querschnitte zwischen 600 und 1030 mm sowie Krümmungsstichmaße von 3700 bis 6450 mm auf. Damit überspannen sie in Längsrichtung eine Strecke von 18 m. Der Abstand der Binder in Querrichtung beträgt 1,2 m.

Sowohl in Längs- als auch in Querrichtung sind die Brettschichtholzträger in Form von Quadraten und Kassetten angeordnet. Dabei stellt ein aussteifendes System mit Diagonalauskreuzungen aus Holz die Stabilität in Querrichtung sicher. Die gesamte strukturelle Anordnung der Stäbe und insbesondere der Anschlüsse wurde mit dem größten Respekt gegenüber dem klaren, visuellen Erscheinungsbild der Struktur als Ganzes gestaltet.

Konstruktion des Backstage-Bereiches (Ankleideräume)

Die Bemessung des Wandaufbaus erfolgte als "two-by-four"-System, einer in Amerika standardisierten Holzgröße für Bretter, bei dem konstruktive Gipsfaser-Platten zum Einsatzkamen.

Für das Dachtragwerk über dem Backstage-Bereich wurden beide Bautechniken kombiniert: Der sichtbare Bereich umfasst dasselbe System von Brettschichtholzelementen wie die Hauptbühne. Der nicht sichtbare Bereich besteht aus Fachwerkträgern mit Nagelplatten.

Das Statikmodell wurde unter Berücksichtigung aller Nichtlinearitäten der Stäbe und Bettungseigenschaften mit RFEM bemessen. Bei der Bemessung des Theaters wurde RFEM gemeinsam mit der 3D Holzbausoftware SEMA erfolgreich eingesetzt.

Verwendete Programme

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