Fünfgeschossiger Holzbau als Passivhaus in Friedrichshafen

Kundenprojekt

Statik, Wärmeschutz, Energiebilanzierung, Bauakustik Pirmin Jung Ingenieure
Sinzig
www.pirminjung.de
Bauherr, Bauträger, Generalunternehmer, Werkplanung, Herstellung, Montage Müllerblaustein Holzbau GmbH
Blaustein
www.muellerblaustein.de
Architekt Ecorumi
Friedrichshafen
www.ecorumi.de

Länge: ~ 21 m | Breite: ~ 21 m | Höhe: ~ 15 m
Anzahl Knoten: 212 | Stäbe: 55 | Flächen: 40 | FE-Elemente: 13.398

Immer mehr Städte und Gemeinden, insbesondere im Süden Deutschlands, stehen dem mehrgeschossigen Holzbau offen gegenüber. So ließ sich auch die Stadt Friedrichshafen am Bodensee vom Konzept eines Mehrfamilienhauses des Holzbauunternehmens Müllerblaustein Holzbau GmbH überzeugen.

Das in umweltfreundlicher Holzbauweise errichtete Mehrgenerationenhaus mit Seeblick wurde als Passivhaus konzipiert. Unter anderem für die statische Berechnung war der Dlubal-Kunde Pirmin Jung Ingenieure aus Sinzig verantwortlich.

Konstruktion und Bemessung

Der fünfgeschossige Holzbau ist ca. 45 m lang und etwa 23 m breit und bietet auf insgesamt 2.200 m² Platz für 19 Wohnungen. Der verglaste Eingangsbereich im Mittelteil erschließt die beiden nicht symmetrischen Wohntrakte.

Die Gründung besteht aus einer 25 cm dicken Stahlbetonbodenplatte. Im Kellergeschoss, ebenfalls aus Stahlbeton, befinden sich Abstell-, und Haustechnikräume sowie eine Tiefgarage. Darauf wurde der 15,80 m hohe Holzbau gesetzt.

Die Gebäudehülle besteht aus Holztafelbauelementen, die Innenwände teilweise aus 10 cm dickem, fünflagigem Brettsperrholz, teilweise aus Holztafelelementen. Bei den Geschossdecken setzte man auf ein Holz-Beton-Verbundsystem. Auf 12 cm dicke Brettsperrholzplatten wurde bauseitig 14 cm schnell abbindender Aufbeton gegossen. Die Gebäudeaussteifung erfolgt ausschließlich durch den Holzbau, das heißt durch die Wohnungstrennwände und die Holz-Beton-Verbunddecken.

Da die Bodenseeregion zur Erdbebenzone 2 gehört, musste das Ingenieurbüro Pirmin Jung das 3D-Modell in RFEM auch für den Lastfall Erdbeben bemessen. Dabei kam in RF-DYNAM das Antwortspektren-Verfahren zum Einsatz. „Damit konnten die anzuschließenden Kräfte exakt berechnet werden, was zu einer wirtschaftlicheren Lösung gegenüber dem gemeinhin eingesetzten Ersatzkraftverfahren beigetragen hat“, so die Ingenieure von Pirmin Jung.

Verwendete Programme

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