Plastische Bemessung von Stahlkonstruktionen in RSTAB und RFEM

7. Januar 2014

Das Zusatzmodul STAHL Plastisch nutzt die plastischen Querschnittsreserven von Stahlstäben. Es erlaubt somit eine sehr wirtschaftliche Bemessung. Die Beanspruchungen dürfen bei Beachtung der Interaktionsbedingungen die Grenzschnittgrößen nicht überschreiten.

Im Modul stehen folgende Bemessungsverfahren zur Verfügung:

  • Drei- bzw. Zweiblechquerschnitte (I-, C-, U-, Z-, L-, T-Querschnitte), Flachstahl, Rohre und Hohlprofile nach dem Teilschnittgrößenverfahren mit Umlagerung von Kindmann / Frickel
  • Elliptische Querschnitte mit analytischem nichtlinearem Optimierungsverfahren
  • Simplex – Methode für allgemeine Querschnitte

STAHL Plastisch beinhaltet eine umfangreiche erweiterbare Querschnitts- / Materialbibliothek mit den normspezifischen Festigkeitswerten.

Funktionsweise von STAHL Plastisch

Das Zusatzmodul STAHL Plastisch übernimmt alle relevanten Informationen und Schnittgrößen von RSTAB/RFEM. Im Modul sind die zu bemessenden Stäbe/Stabsätze sowie Lastfälle, Last- oder Ergebniskombinationen für die Nachweise der Tragfähigkeit festzulegen. Die Materialien aus RSTAB/RFEM sind voreingestellt, lassen sich jedoch anpassen (z. B. Änderung der Streckgrenze).

STAHL Plastisch bemisst die Querschnitte auf Zug, Druck, Biegung, Torsion, Schub sowie für kombinierte Schnittgrößen. Auf Wunsch können die Querschnitte optimiert werden. Das Modul ermittelt dann beispielsweise das am höchsten ausgelastete Profil einer Reihe.

Bei der Überprüfung der Querschnitte kann entschieden werden, ob die Bemessungswerte aus der Norm entnommen werden sollen, oder ob benutzerdefinierte Werte für die Berechnung zu berücksichtigen sind. Bemessungsrelevante Parameter, wie z. B. Berechnung aller Querschnitte nach der Simplex-Methode, können wie gewünscht angepasst werden.

Der Ausnutzungsgrad der Stahlquerschnitte lässt sich im RSTAB/RFEM-Modell farblich darstellen (siehe Bild oben). Somit erhält der Anwender eine gute Übersicht zu hoch belasteten Bereichen im Tragwerk. Für die Erstellung einer prüffähigen Statik können alle Eingabedaten, Ergebnisse, Grafiken usw. in das Ausdruckprotokoll gedruckt werden.

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