Statische Berechnung von Konzertbühnen in RFEM und RSTAB

9. November 2015

Die Statik-Programme RFEM und RSTAB ermöglichen eine durchgängige Tragwerksplanung von Konzertbühnen bzw. Tragkonstruktionen für Veranstaltungstechnik.

Bei der Modelleingabe kann zum Beispiel optional auf fertige Blöcke zurückgegriffen werden. In RFEM ist zudem die Berücksichtigung von Membranen möglich. Tools zu automatischen Wind- und Schneelastgenerierung ermöglichen eine schnelle und bequeme Eingabe der Belastung.

Egal, ob Aluminium, Stahl oder Holz (oder mehrere Materialien in einem System) für die Tragkonstruktion zum Einsatz kommt, in den entsprechenden Zusatzmodulen lassen sich alle erforderlichen statischen Nachweise (Tragfähigkeit, Stabilität, Gebrauchstauglichkeit) führen.

Dabei lassen sich automatisch die maßgebenden Schnittgrößen aus RFEM/RSTAB in die Bemessungsmodule übernehmen. Werden Änderungen am Tragwerk durchgeführt, werden die geänderten Schnittgrößen automatisch von den Bemessungsmodulen übernommen.

Berücksichtigung von Blöcken

Jede Konstruktion kann individuell und flexibel in RFEM/RSTAB modelliert werden. Zusätzlich kann jedoch auf fertige oder selbst erstellte Blöcke zurückgegriffen werden. So lassen sich beispielsweise parametrisierte Fachwerkträger, unterspannte Träger o. ä. einfügen. Die Maße, Querschnitte usw. können während oder nach dem Einfügen entsprechend angepasst werden.

Die RSTAB-Blockdatenbank enthält zusätzlich Global Truss – Produkte (räumliche Fachwerkträger aus Aluminium), die häufig für die Konstruktion von Konzertbühnen verwendet werden.

Membrankonstruktionen in RFEM

Der Schutz vor Witterung wird bei Konzertbühnen oft durch Membrane realisiert. Diese lassen sich in RFEM berücksichtigen. Mit dem Zusatzmodul RF-FORMFINDUNG lässt sich die Ausgangsform von Membran- und Seilkonstruktionen ermitteln. Die Form wird dabei über das Gleichgewicht zwischen der Oberflächenspannung (Vorspannung) und den natürlichen bzw. geometrischen Randreaktionen ermittelt.

Der Formfindungsprozess kann am Gesamtsystem durchgeführt werden, also unter Berücksichtigung der Nachgiebigkeit der Unterkonstruktion. Zudem lässt sich über Linienfreigaben in RFEM berücksichtigen, dass Membranflächen auf Zwischenunterstützungen aufliegen, sich aber bei abhebenden Lasten wie Windsog von der Unterkonstruktion lösen können.

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