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  • Antwort

    Die Dlubalparameter sind Parameter in Revit, welche standardmäßig nicht existieren. Sie werden erst nach der Aktivierung ("Parameter hinzufügen" -> "Starten") in den unterschiedlichen Dialogen freigeschaltet. 

    Es handelt sich dabei um RSTAB/RFEM spezifische Informationen welche in Revit hinterlegt werden können. Beim Export von Revit nach Dlubal können diese Informationen von RSTAB/RFEM ausgelesen und umgesetzt werden.

    "Zugfrei"
    - in den analytischen Wandeigenschaften zu finden
    - entspricht der Flächentyp-Steifigkeit "Membranzugfrei"

    "Flächenlager"
    - in den analytischen Decken- bzw. Platteneigenschaften zu finden
    - erzeugt in RFEM ein Flächenlager mit vorgegebenen Federkonstanten 

    "Dlubal-Name (Material)"
    - in den benutzerdefinierten Materialparametern zu finden
    - direkte Zuweisung des Dlubal-Materialnamens möglich (ohne Konvertierungstabelle)

    "Dlubal-Name (Querschnitt)"
    - in den Typeneigenschaften von Stützen oder Trägern zu finden
    - direkte Zuweisung des Dlubal-Querschnittsnamens möglich (ohne Konvertierungstabelle)

    "Stabtyp Fachwerk/Zugstab"
    - in den analytischen Träger- bzw. Stützeneigenschaften zu finden
    - entspricht dem Stabtyp Fachwerkstab bzw. Zugstab in RSTAB/RFEM

  • Antwort

    Dies ist bedingt möglich. Für die Stabtypen "Zugstab" sowie "Fachwerkstab" können in Revit sogenannte "Dlubalparameter" aktiviert werden. Nach Aktivierung können diese beiden Parameter in den analytischen Stabeigenschaften angesteuert werden. RFEM liest diese Information während des Importes aus Revit aus und weist den entsprechenden Stäben die zugewiesenen Stabtypen zu. Die Vorgehensweise wird im beigefügten Video gezeigt.


    Beim Export von RFEM nach Revit werden die Dlubalparameter automatisch aktiviert. Die Stabtypen werden entsprechend der RFEM-Datei zugewiesen. Nicht unterstützte Stabtypen werden als indirekt als "Balkenstab" hinterlegt. 

  • Antwort

    Sie haben ein 2D-System mit Plattentragwirkung [2D - XY (uZXY)] erstellt. Hier werden die Ausfälle nicht aktiviert und sind somit nicht erforderlich. Daher stehen diese Stabtypen nicht zur Auswahl.

  • Antwort

    Um ein System mit Zugstäben in RF-/DYNAM Pro zu untersuchen empfiehlt es sich mehrere Eigenschwingungsfälle (ESFs) anzulegen und die Option der Steifigkeitsänderung zu nutzen. Die Eigenschwingungsanalyse ist eine lineare Analyse von Eigenfrequenzen und Eigenformen, Zugstäbe werden in RF-/DYNAM Pro als Fachwerkstäbe interpretiert die Druck und Zugkräfte gleichermaßen aufnehmen können. Um abzuschätzen wie sich die Frequenzen des Modells ändern wenn Zugstäbe ausgefallen sind, kann dieser Anfangszustand in RF-/DYNAM Pro über einen Lastfall mit manuell deaktivierten Stäben oder einen Lastfall in dem die Zugstäbe ausgefallen sind, importiert werden. Die definierten ESFs können Dynamischen Lastfällen (DLFs) zugewiesen werden um so beispielsweise ein Antwortspektrenverfahren mit Hilfe von Ersatzlasten durchzuführen (Zusatzmodul RF-/DYNAM Pro Ersatzlasten).

    Die in das Hauptprogramm RFEM / RSTAB exportierten Ersatzlasten werden unter Berücksichtigung aller Nichtlinearitäten berechnet, dies kann unter Umständen zu Konflikten führen. In Bild 1 ist ein Beispiel dargestellt. Im ersten Fall werden in RF-/DYNAM Pro keine Steifigkeitsänderungen vorgenommen und somit alle Stäbe berücksichtigt, in RFEM / RSTAB hingegen fallen bei Berechnung der Ersatzlastfälle die Zugstäbe aus. Wenn man eine komplett lineare Berechnung wünscht müssen in diesem Fall die Nichtlinearitäten in RFEM / RSTAB deaktiviert werden. Im zweiten und dritten dargestellten Fall wird ein Anfangszustand importiert bei dem die Zugstäbe ausgefallen sind, die Ersatzlasten beruhen damit auf dem gleichen System wie das System an dem Schnittgrößen und Verformungen ermittelt werden.

    Bei Verwendung des Antwortspektrenverfahrens im Modul RF-/DYNAM Pro Erzwungene Schwingungen werden die modifizierten Steifigkeiten des Eigenschwingungsfalles (ESF) auch für die weitere Berechnung der Ergebnisse verwendet. Die gesamte lineare Berechnung unter Berücksichtigung der Anfangszustände findet innerhalb des Moduls RF-DYNAM Pro statt.

  • Antwort

    Berechnen Sie zum Beispiel eine Konstruktion mit Balken, Stützen und Seilen, so berücksichtigt RSTAB nur für das Seil die Theorie III. Ordnung (Seiltheorie). Seile können nur Zug aufnehmen; sie fallen bei negativen Normalkräften aus.

    Der Stabtyp "Seil" bewirkt, dass die Berechnung nach Theorie III. Ordnung ausgeführt wird und Seilketten so keinen Abbruch erzeugen, wie es bei der Anordnung "Zugstab an Zugstab" der Fall wäre. Dies ist der wesentliche Unterschied zum Stabtyp "Zugstab". Seile werden also automatisch nach Theorie III. Ordnung unter Berücksichtigung von Longitudinal- und Transversalkräften berechnet.

    Zugstäbe und Seile verfügen jeweils über eine Steifigkeit in Längsrichtung, wobei Seilen zusätzlich eine ideelle Steifigkeit auch in Querrichtung zugewiesen wird. Sie beträgt 1/200 der Steifigkeit in Längsrichtung. Diese Quersteifigkeit ist erforderlich, um eine Seilkette berechnen zu können.

    Zur korrekten Ermittlung der Durchhanglinien verformter Seile müssen Seile durch mehrere aneinander anschließende Seilstäbe modelliert werden (Seilkette). Fehlt diese Unterteilung, so erfolgt keine Ermittlung der Durchhanglinie. Dies führt zu unbrauchbaren Ergebnissen.

  • Antwort

    Zunächst wird ein Iterationsschritt mit allen Stäben berechnet. Vor dem nächsten Iterationsschritt wird untersucht, welche Stäbe durch ihre Definition die ermittelten Kräfte nicht aufnehmen können, z. B. Zugstäbe mit negativen Normalkräften. Es wird dann der Zugstab mit der größten Druckkraft aus der Steifigkeitsmatrix entfernt. Damit erfolgt der nächste Iterationsschritt.

    Danach werden wieder die Stabdefinitionen mit den ermittelten Kräften verglichen. Für den nächsten Iterationsschritt wird erneut der höchstbelastete Zugstab aus der Steifigkeitsmatrix entfernt. Dieser Vorgang setzt sich so lange fort, bis kein Stab mehr Schnittgrößen aufweist, die er nicht aufnehmen kann.

    Mit dieser Methode zeigt das System meist ein besseres Konvergenzverhalten, da Umlagerungseffekte wirksam werden. Diese Variante benötigt jedoch mehr Zeit, denn es muss eine größere Anzahl an Iterationen durchlaufen werden. Außerdem ist sicherzustellen, dass eine ausreichende Anzahl möglicher Iterationen vorgesehen ist (siehe Dialogabschnitt "Einstellungen" im Bild).

    Es ist es auch denkbar, dass in einem höheren Iterationsschritt der anfangs ausgefallene Zugstab wieder eingesetzt wird, wenn er aufgrund von Umlagerungen wieder Zugkräfte erhält.

  • Antwort

    Bei Ergebniskombinationen, in denen Lastfälle additiv mit '+' überlagert werden, kann es im Zusammenhang mit nichtlinearen Objekten (Zug- oder Druckstäbe, Lagerausfall etc.) zu verfälschten Ergebnissen kommen.

    Beispiel: Ein Zugstab erhält in einem Lastfall Druck und fällt aus. Die Stabergebnisse sind in diesem Lastfall null. In einem anderen Lastfall steht dieser Stab aber unter Zug, wodurch er im System verbleibt und Schnittgrößen übernimmt. Würde man nun die Ergebnisse dieser Lastfälle in einer Ergebniskombination addieren, wären zwei unterschiedliche statische Systeme überlagert. Dies kann problematisch sein.

    Bei nichtlinearen Objekten im Modell sollten daher besser Lastkombinationen gebildet werden.

  • Antwort

    Ein Berechnungsabbruch wegen eines instabilen Systems kann verschiedene Gründe haben. Es kann eine 'reelle' Instabilität aufgrund einer Überlastung des Systems vorliegen, aber es können auch Instabilitätseffekte durch ausfallende Stäbe entstehen.

    In den Berechnungsparametern kann die Nichtlinearität "Stäbe infolge des Stabtyps" probeweise deaktiviert werden (siehe Bild 01). Ist dann die Berechnung ohne Fehlermeldung möglich, liegt das Problem wahrscheinlich an den ausfallenden Zugstäben.

    Mit der Option "Ausfallende Stäbe werden einzeln in den jeweiligen Iterationen nacheinander entfernt" im Dialog Globale Berechnungsparameter (siehe Bild 02) kann das komplette Ausfallen der Zugstäbe verhindert werden. Dies schafft in den meisten Fällen bereits Abhilfe. Dabei sollte die Anzahl der möglichen Iterationen ausreichend groß vorgegeben werden.

    Alternativ können Sie eine Vorspannung für die Zugstäbe vorsehen, um deren Ausfall zu unterbinden.

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Kompliment an das Support-Team. Immer wieder beeindruckend, wie schnell und kompetent die Fragen beantwortet werden. Habe im Bereich Statik viele Software mit Supportvertrag im Einsatz, aber eure Unterstützung ist mit Abstand die Beste.“