Modellierung einer Sparrenschwächung

Tipps & Tricks

Bei einem Pfetten-Dachstuhl werden die Dachsparren generell auf eine durchlaufende Pfette aufgelegt. Da sich zwischen dem Dachsparren und der Pfette aufgrund der Dachneigung ein Winkel ergibt, wird in den meisten Fällen der Dachsparren dreieckig ausgeklinkt. Diese Ausklinkung ist mit einer Querschnittsschwächung gleichzusetzten und sollte in der Sparrenbemessung berücksichtigt werden.

Um diese Querschnittschwächung in RFEM 5 und RSTAB 8 zu berücksichtigen, ist anzugeben, an welcher Stelle die Schwächung vorliegt. Am einfachsten kann diese Vorgabe bereits bei der Stabmodellierung gemacht werden. Beispielsweise wurde ein Sparren mit einem durchgängig konstanten Querschnitt mit den entsprechenden Auflagern auf der Schwereachse modelliert und es soll im Bereich der Auflager die angesprochene "Kerbe" berücksichtigt werden. Für diese Aufgabe steht die Funktion "Neuer eingefügter Stab" zur Verfügung, die es ermöglicht, zwischen zwei x-Stellen eines Stabes einen neuen Stab mit einem anderen Querschnitt einzubauen.

Der Querschnitt des neu eingebauten Stabes sollte dann dem verbleibenden Restquerschnitt nach Einkerbung entsprechen. Ein Lagevorschlag für den Stab mit dem reduzierten Querschnitt ist im Bild angegeben. Hier beschreiben die Längen "Überstand unten" und "Überstand oben" die entsprechenden Stablängen. Der reduzierte Bereich sollte dann mittels einer Stabexzentrizität bündig an der Sparrenoberkante ausgerichtet werden.

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