Abgrenzung zwischen dünn- und dickwandigen Querschnitten

Tipps & Tricks

Bei bestimmten Querschnitten stellt sich gelegentlich die Frage, ob sie noch als dünnwandig gelten oder schon als dickwandig eingestuft werden müssen. Sind Querschnitte nicht augenscheinlich als dickwandig zu erkennen, kann ein Blick auf die Schubfläche bei der Entscheidung helfen.

Die Ermittlung der Schubfläche dünnwandiger Profile wird im Handbuch auf Seite 119 (RFEM) beziehungsweise 55 (RSTAB) beschrieben. Bei I-Profilen mit dicken Stegen und schmalen, dünnen Flanschen kann die Schubfläche Ay größer als die Querschnittsfläche werden.

Beispielhaft sei hier ein in der Breite gevouteter Kragträger mit den Profilen IS 300/40/25/20/0 (Anfang) und IS 300/150/25/20/0 (Ende) genannt. Der Anfangsquerschnitt ist sehr schmal, daher wird für die Schubfläche ein größerer Wert als die Querschnittsfläche ermittelt. Die Schnittgrößenermittlung ist damit nicht mehr möglich. Abhilfe würde zum Beispiel ein massiver ITS-Querschnitt schaffen; die Berechnung der Schubfläche erfolgt hierbei nach der Theorie von Grasshof-Zuravski. Falls ein IS-Querschnitt zwingend benötigt wird, um Nachweise nach EC 3 zu führen, kann die Schubfläche separat ermittelt und manuell angepasst werden.

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