Dieses Materialmodell ermöglicht die Berücksichtigung von Mauerwerkswänden in einem FEM-Modell, welche keine Zugkräfte aufnehmen können und mit Rissen reagieren.
Im Material-Dialog können die Grenzzugspannungen in Richtung der Flächenachsen x und y definiert werden, d. h. parallel und senkrecht zu den Lagerfugen. Bei der Berechnung wird dann in mehreren Iterationen untersucht, welche finiten Elemente wegen des Ausfallkriteriums spannungslos werden.
Im Druckbereich findet keine Begrenzung der Spannung statt.
Als Ergebnis der Berechnung werden Schnittgrößen ausgegeben, welche für weitere Nachweise verwendet werden können.
Sollten bei der Berechnung numerische Probleme auftreten, kann durch eine Erhöhung des Verfestigungsfaktors CH oder der Eingabe einer geringfügigen Zugfestigkeit versucht werden, eine Konvergenz zu erreichen.
Lastausbreitung in Querrrichtung
Durch das Anpassen der Zugfestigkeiten kann die Lastausbreitung in Querrichtung beeinflusst werden.
- Bei keiner zulässigen Zugkraft erfolgt keine Querverteilung.
- Bei kleiner zulässiger Zugkraft erfolgt eine moderate Querverteilung.
- Bei großer zulässiger Zugkraft erfolgt eine enorme Querverteilung.