Die Eigenschaften des Modells für die Windsimulation werden mit zwei „Typen für Windsimulation“ gesteuert: „Shrink Wrapping“ und „Rauigkeiten und Permeabilitäten“.
Shrink Wrapping
Die Shrink-Wrapping-Methode ist ein spezieller Algorithmus, der die korrekte Topologie für topologisch fehlerhafte Modelle erzeugt, indem er das Modell mit einem Doppelnetz aus Dreiecken „einhüllt“ (d. h. topologisch korrekt; Einzelheiten siehe Kapitel Computational Mesh and Model Simplification). Dabei werden nicht-mannigfaltige Kanten oder sich schneidende Dreiecke ebenso umhüllt wie zu kleine Details und Öffnungen geschlossen.
Der Detaillierungsgrad des Shrink Wrapping definiert die Genauigkeit auf einer Skala von 0 (grob) bis 5 (fein). Alternativ kann die Shrink-Wrapping-Vereinfachung absolut über die Detailgröße definiert werden. Beachten Sie jedoch, dass selbst die Detailgröße in Intervallen berücksichtigt wird, abhängig von der Modellgröße.
Shrink Wrapping ermöglicht dem Anwender außerdem, Öffnungen oder Löcher mit definierten Abmessungen zu „umhüllen“ (d. h. zu schließen). Die Abmessungen können entweder relativ über einen Prozentsatz der charakteristischen Modellabmessung oder absolut über die Größe definiert werden.
Die Option „Normalen für Oberflächenergebnisse ausrichten“ hilft dem Anwender, die Elementorientierung auf Oberflächen zu vereinheitlichen, um die Ergebnisse korrekt darzustellen. Modelle aus RFEM sind in der Regel vereinheitlicht, daher empfehlen wir, diese Option deaktiviert zu lassen (weitere Informationen siehe Kapitel Modell bearbeiten - Allgemein )
Rauigkeiten und Permeabilitäten
Dieser Typ für die Windsimulation steuert die Eigenschaften der Modelloberfläche bei der CFD-Windberechnung. Sie kann glatt, rau oder permeabel sein. Standardmäßig sind alle Oberflächen glatt.
Für raue Oberflächen wird das äquivalente Sandkorn-Rauheitsmodell verwendet. Die Parameter können manuell über eine Sandkornhöhe K_s und eine Rauheitskonstante C_s definiert werden, oder es können vordefinierte Werte für bestimmte Materialien ausgewählt werden. Weitere Informationen finden Sie unter CFD Direct Erklärung oder Implementierung in OpenFOAM.
Ein permeabler Oberflächentyp kann nur RFEM-Flächen ohne berücksichtigte Dicke zugewiesen werden. Für andere RFEM-Objekte ist die physikalische Interpretation des verwendeten Permeabilitätsmodells nicht gültig. Die Permeabilität wird durch den Darcy-Koeffizienten D, den Trägheitskoeffizienten I und die Länge des porösen Mediums in Strömungsrichtung l definiert. Weitere Details siehe Kapitel Permeability und KB 1792 How to Use Permeable Surfaces Feature in RWIND Pro.