Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Ignition Arts und wurde von Rbhu Engineering statisch berechnet. Es spiegelt die enge historische Verbindung von Columbus zur Mid-Century-Moderne und zur lokalen industriellen Fertigung wider. Die Studierenden des Architekturprogramms verbrachten viel Zeit in der Fertigungswerkstatt, um zu lernen, wie digitale Konzepte in reale Materialien umgesetzt werden. Dabei verbanden sie traditionelles Stahlhandwerk mit präziser digitaler Fertigung, um ein dauerhaftes öffentliches Bauwerk zu schaffen.
Eine 4,6 Meter hohe und 4,6 Meter breite Bushaltestelle wurde aus Stahlplatten mit tragenden Nietverbindungen gebaut. Die vom Origami inspirierten Stahlflächen wurden präzise geplant und in Segmenten gefertigt, um klare Geometrien und eine stabile Gebäudehülle zu gewährleisten. Durch die tragende Plattenform wird kein klassischer Innenrahmen benötigt. Die Lasten werden direkt über die geneigten Stahlflächen in das Fundament abgeleitet. Um dieses Stahltragwerk gegen starke Windsogkräfte und horizontale Verschiebungen zu sichern, ist die Konstruktion mit Schwerlastankern fest auf einer Stahlbetonplatte verankert. Diese verbinden die gefalteten Stahlplatten tief mit dem Untergrund und sorgen für eine langfristige Stabilität.
Das Konzept der Haltestelle lautet: „ein Ort zwischen Orten, gebaut für alle“. Sie dient als einladender öffentlicher Übergangsbereich am NexusPark. Die gefalteten Geometrien der Stahlplatten formen nach innen einen geschützten Innenraum mit eigenem Mikroklima. Gleichzeitig lassen klare Glasflächen, die in den Stahlrahmen integriert sind, natürliches Tageslicht einfallen. So werden Fahrgäste geschützt, während im Tagesverlauf markante geometrische Schatten auf den Boden fallen.
| Ort | 2080 25th St. Columbus, IN 47201 USA |
| Bauherr | City of Columbus |
| Hersteller | Ignition Arts |
| Statische Berechnung | Z602 Design-Build Studio at the Indiana University RBHU |
| Fotograf | Liam Brown |