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Autor
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Jacopo Zaggia
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Universität
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Universität Padua
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Arbeitsbeschreibung
In der Abschlussarbeit wurde die Sanierung des Castello delle Rocchette durch einen integrierten Prozess aus Bauaufnahme, historischer Analyse, Tragwerksplanung und architektonischem Umnutzungsentwurf behandelt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Kompatibilität zwischen dem Erhalt der bestehenden Bausubstanz und der Integration neuer, zeitgenössischer Elemente. In diesem Zusammenhang bildete die Untersuchung des neuen Turms einen der zentralen Schwerpunkte des Projekts. Sie wurde unter anderem mit der Software RFEM 6 für die Statik und Modellierung durchgeführt.
Der neue Turm stellt das zentrale Gestaltungselement bei der Sanierung des Castello delle Rocchette dar. Er entspringt der Intention, den ursprünglichen, heute nur noch als Ruine erhaltenen mittelalterlichen Turm neu zu interpretieren, ohne ihn historisierend nachzubauen. Der Eingriff basiert daher auf den Grundsätzen der kritisch-konservierenden Denkmalpflege. Dadurch wird eine klare Trennung zwischen Alt und Neu gewahrt und die bestehenden Mauerwerksreste werden aufgewertet. Aus architektonischer Sicht wird der Turm in die erhaltenen Mauern der ehemaligen Struktur eingefügt, um deren historisches Gedächtnis und die Beziehung zur umgebenden Landschaft zu bewahren. Der neue Baukörper ist als zeitgenössisches, leichtes und erkennbares Element konzipiert, das mit der historischen Struktur korrespondiert, ohne deren Lesbarkeit zu beeinträchtigen. Der Turm beherbergt vier Räume der neuen Unterkunftseinrichtung und bildet somit den kompositorischen und funktionalen Mittelpunkt des gesamten Komplexes.
Aus tragwerkstechnischer Sicht wird der Neubau als eigenständige Stahlkonstruktion ausgeführt, die so konzipiert ist, dass sie keine Lasten auf das bestehende historische Mauerwerk überträgt. Diese Lösung ermöglicht es, die Eingriffe in die historische Ruine zu minimieren sowie eine bessere statische und seismische Performance zu gewährleisten. Die Tragwerksanalysen zeigten ein regelmäßiges Verhalten des neuen Tragwerks mit guten Steifigkeitswerten und ausreichender Sicherheit gegenüber horizontalen Einwirkungen. Die Verwendung von Stahl ermöglicht zudem schlanke Querschnitte, eine schnelle Bauausführung und die Reversibilität des Eingriffs, ganz im Sinne zeitgenössischer Grundsätze der Denkmalpflege.