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21. April 2026

Zusätzliche Fundamentlasten korrekt ansetzen in RFEM 6

Wie setze ich zusätzliche Fundamentlasten wie Eigengewicht, Überschüttung und Grundwasser in RFEM 6 korrekt an?


Antwort:

Zusätzliche Fundamentlasten wie das Eigengewicht des Fundaments, die Überschüttung und das Grundwasser werden in RFEM 6 nicht vollständig im globalen Tragwerksmodell berücksichtigt, sondern erst im Add-On „Betonfundamente“ ergänzt und für die Bemessung ausgewertet.

Dabei ist es wichtig, diese Lasten korrekt in der Lastfallstruktur abzubilden:

Das Eigengewicht der Tragstruktur und des Fundaments kann im Eigengewichtslastfall berücksichtigt werden.
Überschüttung und Grundwasser sollten hingegen in separaten Lastfällen definiert werden und nicht pauschal im Eigengewicht enthalten sein.

Der Grund dafür ist, dass diese Einwirkungen je nach Nachweis sowohl günstig als auch ungünstig wirken können.
Grundwasser kann beispielsweise zu Auftrieb führen, in anderen Fällen jedoch entlastend wirken. Ähnliches gilt für die Überschüttung, die stabilisierend oder zusätzlich belastend wirken kann.

Durch die separate Definition in eigenen Lastfällen können diese Einwirkungen in den Lastkombinationen gezielt ein- oder ausgeschlossen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass für die jeweiligen geotechnischen Nachweise (z. B. Grundbruch, Gleiten oder Aufschwimmen) der maßgebende Lastfall korrekt erfasst wird.


Für die Plausibilitätskontrolle empfiehlt es sich, in der statischen Analyse die „Lagerkräfte mit Fundamentlast“ auszuwerten, um zu prüfen, ob die zusätzlichen Fundamentlasten in der erwarteten Größenordnung berücksichtigt wurden.


Autor

Frau Dannwerth betreut die Anwender im Kundensupport und beschäftigt sich mit der Entwicklung im Bereich Geotechnik.



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