Allgemeines Verfahren und Knicken in der Ebene

Tipps & Tricks

Mit dem Eurocode 3 wurde das Allgemeine Verfahren für Stabilitätsnachweise eingeführt. Es ist in einer sehr anwenderfreundlichen Form in RF-/STAHL EC3 verfügbar. Weil das Allgemeine Verfahren nur Biegeknicken aus der Ebene und Biegedrillknicken erfasst, wird oft die Frage gestellt, wie Biegeknicken in der Ebene nachzuweisen ist.

Meistens erfolgt dies durch einen Querschnittsnachweis, der mit Schnittgrößen nach Theorie II. Ordnung unter Ansatz von Imperfektionen geführt wird. Weil es sich genau genommen um einen Stabilitätsnachweis handelt, müssen die Beanspruchbarkeiten mit dem Teilsicherheitsbeiwert gamma_M1 abgemindert werden. In RF-/STAHL EC3 erfolgt dies unter "Details" -> "Tragfähigkeit" durch Aktivieren der Option "gamma_M1 für die Ermittlung der Querschnittsbeanspruchbarkeit verwenden". Damit werden alle weiteren Stabilitätsnachweise gesperrt. Für Knicken aus der Ebene und Biegedrillknicken muss also ein weiterer Bemessungsfall angelegt werden.

Alternativ kann das Ersatzstabverfahren verwendet werden. Der Vorteil ist, dass alle drei Stabilitäts-Komponenten in einem Bemessungsfall enthalten sind. Das Ersatzstabverfahren ist für eher einfache Systeme wie Pendelstützen oder gabelgelagerte Träger geeignet. Bei komplexeren Systemen müssen häufig die Knicklängen manuell angepasst werden, weiterhin sind keine gevouteten Querschnitte möglich. Günstig ist dagegen die Berücksichtigung von Doppelbiegung; dafür ist das Allgemeine Verfahren bisher noch nicht offiziell zugelassen (wenn auch in RF-/STAHL EC3 bereits als Option verfügbar).

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Bemessung von Stahlstäben nach EC 3