Lastkombinationen bei waagebalkenähnlichen Tragwerken

Tipps & Tricks

Bei waagebalkenähnlichen Tragwerken sollten günstig und ungünstig wirkende Teile der ständigen Einwirkung getrennt erfasst werden. In RFEM und RSTAB ist das folgendermaßen möglich.

1. Zusätzlich zum Lastfall "Eigengewicht" werden weitere Lastfälle für ständige Einwirkungen angelegt. Diese enthalten die günstig wirkenden Lastanteile. Die automatische Berücksichtigung des Eigengewichts muss deaktiviert werden.

2. In den entlastenden Bereichen wird das Gewicht der Konstruktion und eventueller Aufbauten aufgebracht.
Wichtig: Die Lasten werden negativ, jedoch in voller Höhe angesetzt. Die Reduzierung erfolgt erst in der Lastkombination. Damit können die Lastfälle für verschiedene Bemessungszustände (Tragfähigkeit, Lagesicherheit) verwendet werden.
Tipp: Das Eigengewicht kann man mit der parametrisierten Eingabe aus der Querschnittsdatenbank automatisch ermitteln und aufbringen: GetCSPar(CrossSection(Querschnitt Nr.);"g")*10

3. Falls die "Automatische Erzeugung von Kombinationen" benutzt wird, müssen die zusätzlichen "ständigen" Lastfälle in eine gesonderte Einwirkungskategorie eingruppiert werden. Dazu bietet sich die Kategorie 1.C (ständige Einwirkungen / Nutzlast) an. Abschließend müssen die Teilsicherheitsbeiwerte für diese Kategorie angepasst werden. Hierfür ist ein neuer nationaler Anhang anzulegen.
Hinweis: Eine gesonderte Berücksichtigung günstiger ständiger Einwirkungen ist in der Regel nicht mehr erforderlich.

4. Die Teilsicherheitsbeiwerte ergeben sich aus der Differenz gamma_G,sup - gamma_G,inf.

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