FAQ 002400 DE

Modellierung | Struktur RFEM

Welche Gelenkbedingungen soll ich für ein Liniengelenk bzw. Linienfreigabe wählen um Flächen nachgiebig zu koppeln?

Antwort

Am einfachsten lassen sich die Unterschiede an einem Beispiel erklären (siehe Download --> Beispieldatei). Darin befindet sich das Ergebnis des Vergleichs nichtlinearer Berechnung zu linearer Berechnung (siehe auch Bild 1).

Das linke Model und das mittlere Model haben lineare Liniengelenke. Am Linken Modell ist eine Nachgiebigkeit in u_x und u_y definiert. Am Mittleren Modell "nur" in u_x Richtung. Am rechten Modell ist die Nachgiebigkeit in u_x und u_y definiert. Allerdings wird hier noch ein Druckkontakt zwischen den Flächen definiert. Diese Flächen können sich also auf Druck nicht durchdringen. 

Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, erkennt man, dass das linke Modell viel zu weich ist, da sich die Flächen aufgrund der Weichheit in u_y Richtung durchdringen. Das mittlere und das rechte Modell hingegen liefern identische Ergebnisse. 

Oftmals ist es sinnvoll möglichst bei der linearen Berechnung zu bleiben, deshalb ist das mittlere Modell für die numerische Untersuchungen wohl am geeignetsten. Auch wenn das rechte nichtlineare Modell die Realität noch besser darstellt. Allerdings handelt es sich im Beispiel nur um ein kleines Vergleichsmodell. In der Realität setzt man wohl eher die Feder in u_y/u_z so nicht an, sondern weist diese Kraft einem Zuganker zu. Auch deshalb empfiehlt es sich eher der Gebrauch des mittleren Models ohne u_y.

Die Berücksichtigung der Nachgiebigkeit zwischen Flächen wird unter anderem auch in folgendem Fachbeitrag unserer Knowledgebase thematisiert:

https://www.dlubal.com/de/support-und-schulungen/support/knowledge-base/001549


Schlüsselwörter

Liniengelenk, Linienfreigabe, Nachgiebigkeit zwischen Flächen

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