Modellierung einer Steckverbindung

Tipps & Tricks

Möchte man die globale Tragwirkung eines Teleskopauslegers von zum Beispiel einer Baumaschine mit Stäben in unserem Programm berechnen, ist aufgrund der Teleskopmechanik eine besondere Modellierungstechnik im Bereich der Verbindung wie in der untigen Skizze hilfreich.

Die charakteristische Steckverbindung in der Skizze besteht aus vier Stäben zwischen vier Knoten. Im Überlappungsbereich liegen zwei Stäbe übereinander und schließen jeweils an die gleichen Knoten 2 und 3 an. Damit die Kraft von Stab 1 nicht über beide Stäbe 2 und 3 gleichzeitig auf Stab 4 transportiert wird, sondern getreu der Konstruktion über ein Kräftepaar nur an den Enden der Überlappungsstäbe auf Stab 4, sind an den Überlappungsstäben spezifische Stabendgelenke anzuordnen. Hierbei soll ein Momentengelenk am Stab 3 bei Knoten 2 und am Stab 2 bei Knoten 3 dafür sorgen, dass sich die Biegemomentbelastung vom roten (Stab 1 und 2) und grünen Stabzug (Stab 3 und 4) über ein Kräftepaar an den Knoten 2 und 3 überträgt. Ein Normalkraftgelenk an Stab 2 bei Knoten 3 soll dafür sorgen, dass eine Normalkraftbelastung nur bei der geplanten Fixierung bei Knoten 2 vom grünen auf den roten Stabzug übertragen wird.

Grundsätzlich erkennen RFEM und RSTAB übereinanderliegende Stäbe als Modellierungsfehler und versuchen, diese Anordnung automatisch zu korrigieren. Bei der vorgestellten Modellierungstechnik sollte daher vor der Modellbildung auf den Modus "Doppelte Stäbe zulassen" umgestellt werden.

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