Berücksichtigung der Korrelation bei Windlasten

Tipps & Tricks

Soll die Windlast für Gebäude beziehungsweise Tragwerke durch die gleichzeitige Annahme von aerodynamischen Druck- und Sogbeiwerten auf der Luv- und Leeseite des Gebäudes bestimmt werden, darf die Korrelation des Winddruckes auf die Zonen D und E der Wandflächen berücksichtigt werden.

Dabei wird für Gebäude mit einem Seitenverhältnis von h/d ≥ 5 die resultierende Kraft mit 1 multipliziert. Für Gebäude mit h/d ≤ 1 darf die resultierende Kraft mit 0,85 multipliziert werden. Für Zwischenwerte von h/d wird linear interpoliert.

Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Berücksichtigung dieses Ansatzes durch den Nationalen Anhang der DIN 1991-1-4 [1] eingeschränkt werden kann. So ist dieser Ansatz beispielsweise nach DIN EN 1991-1-4/NA [2] in Deutschland nicht anzuwenden.

Beispiel

Nationaler Anhang: CEN

Gebäudehöhe h = 7 m
Gebäudebreite d = 6 m
Verhältnis h/d= 1,166667

Bild 01 - Windlasten generieren

Außendruckbeiwerte gemäß Tabelle 7.1:
Zone D: cpe,10 = 0,800
Zone E: cpe,10 = -0,508

Grundwindgeschwindigkeit vb,0 = 20 m/s

Resultierende Windlast ohne Berücksichtigung der Korrelation:
Zone D: we = 0,56 kN/m²
Zone E: we = -0,35 kN/m²

Resultierende Windlast mit Berücksichtigung der Korrelation:
Zone D: we = 0,56 kN/m² ∙ 0,85 = 0,48 kN/m²
Zone E: we = -0,35 kN/m² ∙ 0,85 = -0,30 kN/m²

Bild 02 - Info über Windlastgenerierung

Je nachdem, ob die Berücksichtigung der Korrelation im jeweiligen Nationalen Anhang erlaubt ist oder nicht, kann dies in der Eingabemaske des Windlastgenerierers in RFEM/RSTAB aktiviert werden (siehe Bild 01).

Literatur

[1] Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 1-4: Allgemeine Einwirkungen - Windlasten; EN 1991-1-4:2005 + A1:2010 + AC:2010
[2] Nationaler Anhang - National festgelegte Parameter - Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 1-4: Allgemeine Einwirkungen - Windlasten; DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12

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