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18. Juli 2026

Nutzung eines Berechnungsmodells für die Grenzzustände der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit – RFEM im Vergleich zu ETABS

Tragwerksplaner stützen sich häufig auf mehrere Berechnungsmodelle, um unterschiedliche Bemessungsanforderungen zu erfüllen. Dabei gibt es getrennte Modelle für Grenzzustände der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit sowie für spezielle Bedingungen wie Kriechen, Rissbildung oder thermische Effekte. RFEM kann all diese Anforderungen mit einem einzigen Berechnungsmodell abdecken.

Im Tragwerksplanungsbereich ist es übliche Praxis, mehrere analytische Modelle zu erstellen, um unterschiedliche Normanforderungen zu erfüllen. Ein Modell kann für Grenzzustände der Tragfähigkeit (ULS) mit spezifischen Steifigkeitsannahmen vorgesehen sein; ein anderes wird für Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit (SLS) mit modifizierter Steifigkeit erstellt. Manchmal wird ein drittes Modell erstellt, um thermische Wirkungen, Kriechen, Rissverhalten und andere Sonderkonditionen zu berücksichtigen.

Doch was bedeutet das in der Praxis?

  • Ingenieure müssen mehrere analytische Modelle für dasselbe Tragwerk verwalten, was den Gesamtaufwand erhöht.
  • Jede Änderung des Modells – ob Querschnittsänderung, Lastanpassung oder Geometrieaktualisierung – erfordert eine Überarbeitung aller Modelle.

Viele Anwender von ETABS kennen diesen Arbeitsablauf gut. Er erhöht den Koordinationsaufwand, kostet Zeit und birgt das Risiko von Inkonsistenzen und Fehlern.

Der intelligentere Ansatz mit RFEM 6

Ingenieure können mit einem einzigen analytischen Modell arbeiten und verschiedene Steifigkeitseigenschaften für jede Lastkombination zuweisen, z. B. für:

  • Grenzzustände der Tragfähigkeit (ULS)
  • Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit (SLS)
  • Thermische Lastfälle
  • Andere Bemessungsszenarien

Das heißt, ein Tragwerksmodell erfüllt alle Bemessungssituationen, was zu Folgendem führt:

→ besserer Übersichtlichkeit → weniger Inkonsistenzen → reduziertem Fehlerrisiko → einfacheren Aktualisierungen

Jede Modelländerung wird nur einmal vorgenommen und fließt in alle Nachweise ein. In einem Umfeld, in dem Genauigkeit, Koordination und Zeitmanagement entscheidend sind, ist die Vereinfachung des Modellierungsprozesses nicht nur praktisch – sie ist strategisch.


Autor
Dr. Eng. Malik Atik
Gastautor


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