Stahldächer und Brücke des Flughafen Sheremetyevo in Moskau, Russland
RSTAB-Rechenmodell des Main Arch (© Bollinger+Grohmann)
Main Arch und Brücke des Flughafens Sheremetyevo (© Bollinger+Grohmann)
Terminal 3 des Flughafens Sheremetyevo im Bau (© Bollinger+Grohmann)
Kundenprojekt
| Tragwerksplanung |
B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH Frankfurt am Main www.bollinger-grohmann.com |
| Architekt |
Dmitry Pshenichnikov Moskau, Russland |
| Konstruktion |
Generalunternehmer für die Vordächer und Eindeckung Arnold AG, Friedrichsdorf www.arnold.de Stahlbau Main Arch Heinrich Lamparter Stahlbau GmbH & Co. KG, Kassel / Kaufungen stahl-und-glas.de Stahlbau Brücke Müller Offenburg GmbH und Co. KG www.mueller-offenburg.de Stahlkonstruktion Stalkon Moskau, Russland www.stalkon.ru |
| Bauherr |
Aeroflot Moskau, Russland |
Aufgrund der Erhöhung der Fluggastkapazitäten und der Modernisierung entstand in Moskau das dritte Terminal am Flughafen Sheremetyevo.
Der Dlubal-Kunde B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH aus Frankfurt am Main übernahm unter der Leitung der Arnold AG die Planung mehrerer Vordächer und einer Fußgängerbrücke zwischen Parkhaus und Terminal.
Eine besondere Herausforderung war für alle beteiligten Firmen die dreidimensionale Planung, mit der das Projekt durchgeführt wurde. Bei der Bemessung des Stahlbaues waren großflächige Schneelastanhäufungen zu berücksichtigen. Die Grundschneelast von 1,26 kN/m² für Moskau multipliziert mit den entsprechenden Faktoren ergab eine anzusetzende Schneelast von 8,60 kN/m².
Brücke
Das 3D-Modell des Architekten bestand aus einem weitgespannten Bogen (Main Arch) vom Terminal zum Parkhaus und einer davon abgehängten Brücke. Aufgrund der unterschiedlichen Verformungen der einzelnen Bauteile unter Last erhielt die Brücke jedoch ein eigenes Bogentragwerk. Die vertikalen Seile kamen trotzdem zur Ausführung.
Main Arch
Der Main Arch ist eine unterspannte Bogenkonstruktion vom kuppelförmigen Dome in der Mitte des Terminals über den Haupteingang bis zum Parkhaus. Er bildet ein stützenfreies Foyer mit Spannweiten von 56 m x 43 m und überbrückt bis zum Parkhaus eine Distanz von 88 m. Die Haupttragkonstruktion bilden unterspannte Viergurtbinder zwischen denen Querträger in Form von Fischbauchbindern angeordnet sind.
Der Hauptbogen musste aufgrund der hohen exzentrischen Schneelasten eine hohe Biegesteifigkeit aufweisen. Diese führte zu großen ungewollten Zugkräften im Untergurt der Viergurtbinder. Deshalb wurden die Seile der Unterspannungen mit so großer Kraft vorgespannt, dass diese Zugkräfte im Normalfall überdrückt werden. Durch die Vorspannung im Montageprozess entstanden Spannungen im Obergurt, die erst mit der Lastaufbringung durch den späteren Ausbau abgebaut wurden.
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