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7. April 2026

Experimentierfeldabschirmung "LaDiff" der TU München

In der Neutronenleiterhalle West an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) wurde eine Strahlenschutzeinhausung für das neue Dreiachsenspektrometer „LaDiff“ errichtet. Ziel war es, das gesamte Experimentierfeld abzudecken und damit die Strahlungsemissionen wirksam zu reduzieren. Dafür wurde eine Stahlunterkonstruktion geplant und mit Bleiplatten bekleidet.

Der Dlubal-Kunde TuB Tragwerk GmbH war für die Tragwerksplanung der Strahlenschutzeinhausung verantwortlich. Für die 3D-Modellierung, Berechnung sowie Stahlbemessung nutzten die TuB-Ingenieure RFEM.

Die Einhausung überspannt stützenfrei einen trapezförmigen Grundriss mit Abmessungen von ca. 10,0 m × 6,5 m. An der diagonal verlaufenden Seite hat die Deckenkonstruktion einen halbkreisförmigen Ausschnitt, um Material in den Experimentierraum einbringen zu können. Entlang dieses Deckenrandes ist ein Ringträger auf zwei Stützen angeordnet. Von diesem Ringträger aus spannen radial angeordnete Deckenträger mit nach außen abnehmender Querschnittshöhe. Jeder Deckenträger ist in der Ebene der Wände jeweils auf einer Pendelstütze aufgelagert.

Entlang der angrenzenden Hallenwand befindet sich eine Elektrotrasse. Hier wird die Deckenkonstruktion mit einem Höhenversatz ausgeführt.
Der Ringträger ist als Hohlkastenquerschnitt geplant. Die Deckenlasten werden über Biegung und Torsion auf die beiden Stützen abgeleitet. Die biegesteif angeschlossenen Deckenträger gewährleisten die Stabilisierung des Ringträgers. An den Enden des Ringträgers sind die lastabtragenden Stützen ebenfalls biegesteif angeschlossen, was die Deckenverformungen minimiert.
Die Aussteifung der Konstruktion erfolgt über Verbände, die zwischen den Stützen in der Ebene der Außenwände angeordnet sind.

Da der Experimentieraufbau nichtmagnetische Materialien erfordert, wurden sämtliche Stahlbauteile aus nichtrostendem Stahl 1.4571 der Güte S275 gefertigt. Zur Sicherstellung des Strahlenschutzes erhielt die Konstruktion eine Verkleidung aus 50 – 70 mm dicken Bleiplatten. Diese wurden auf bzw. an 10 mm dicken Edelstahlplatten montiert, die im Wand- und Deckenbereich an der Unterkonstruktion befestigt sind.

Ort

Technische Universität München
Forschungs-Neutronenquelle
Heinz Maier-Leibnitz (FRM II)
Lichtenbergstr. 1
85748 Garching

Auftraggeber
Ausführung Stahlbau
Tragwerksplanung


Projektspezifikationen

Modelldaten

Anzahl Knoten 119
Anzahl Linien 236
Anzahl Stäbe 206
Anzahl Flächen 8
Anzahl Volumenkörper 0
Anzahl Lastfälle 3
Anzahl Lastkombinationen 8
Anzahl Ergebniskombinationen 0
Gesamtgewicht 8.000 t
Abmessungen (metrisch) 9.800 x 6.300 x 3.600 m
Abmessungen (imperial) 32.81 x 20.67 x 11.81 Fuß

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