Die Kranbahn besteht im Wesentlichen aus zwei durchgehenden Längsträgern aus Stahlprofilen HEB 550 mit einer Gesamtlänge von rund 200 m. Die Längsträger werden in der Regel in Abständen von etwa 12 m durch Stahlrahmen aus HEB 700 unterstützt. Je nach Lage werden die Rahmen entweder auf der bestehenden Bahnhofskonstruktion oder auf neu hergestellten Pfählen gegründet. Die horizontale Aussteifung erfolgt über biegesteife Rahmeneckverbindungen. Um eine spätere Wiederverwendung der Konstruktion zu erleichtern und die Montage zu vereinfachen, wurde die Anzahl der Schweißverbindungen auf ein Minimum reduziert.
Für die statische Untersuchung der Kranbahn wurde in RFEM 6 ein umfassendes Finite-Elemente-Modell erstellt. Dabei wurden verschiedene Kranstellungen sowie unterschiedliche Windlastfälle und Temperatureinwirkungen berücksichtigt. Da sich ein Teil der Kranbahn unterhalb des Bahnhofsdachs befindet, während andere Bereiche der Witterung ausgesetzt sind, wurden für die jeweiligen Bereiche unterschiedliche Wind- und Temperaturbedingungen angesetzt.
Zusätzlich wurden drei unterschiedliche Bodensteifigkeitsszenarien untersucht. Dadurch konnte der Einfluss verschiedener horizontaler Pfahlsteifigkeiten auf das Tragverhalten und die daraus resultierenden Verformungen der Kranbahn beurteilt werden.
Aufgrund der großen Gesamtlänge der Konstruktion wurden mehrere Rahmen mit Gleitlagern ausgebildet. Diese ermöglichen die Aufnahme der temperaturbedingten Längenänderungen der Kranbahn und verhindern dadurch die Entstehung übermäßiger Zwangskräfte infolge von Temperaturänderungen.
| Ort | 1012 AA Amsterdam, Niederlande |
| Bauherr | Strukton PHS Rail Civiel BV |
| Objektüberwachung | Anteagroup BV |
| Stahlhersteller | Qumey Metaalindustrie B.V. Broeze Nijverdal |
| Tragwerksplanung | A&I Kwant Civiel B.V. |