Die größte Herausforderung bei der Modellierung war die komplexe Geometrie und das Verhalten der historischen Nietverbindungen. Wir kombinierten ein globales Stabwerksmodell mit detaillierten 3D-Teilmodellen. Aufgrund ihrer besonderen historischen Constructed-Form wurden viele der Stäbe mit RSECTION-Querschnitten modelliert. Die Torsionssteifigkeit einiger Stäbe wurde mit Strukturmodifikationen angepasst, um das Verhalten der regelmäßig angeordneten Verbindungslaschen an den Untergurten zu berücksichtigen.
Die Teilmodelle wurden in das globale Modell integriert, um realistische globale Kräfte direkt auf die detaillierten Verbindungen anzuwenden. Die Teilmodelle wurden mit Plattenelementen und starren Verbindungselementen erstellt, um die Nieten für kritische Verbindungen zu modellieren, einschließlich derer in den Portalstrukturen und den Bogen-Zuggurt-Verbindungen.
Die Nieten wurden explizit mit Verbindungselementen und kalibrierten Federsteifigkeiten modelliert. Diese Werte basierten auf dem Federmodell in prEN 1993-1-8:2021 sowie auf der Geometrie, den Materialkennwerten und der Anzahl der Scherebenen jeder Nietgruppe. Da die Teilmodelle direkt im globalen Modell platziert wurden, konnten die Kräfte auf die Nieten in komplexen Geometrien, wie der Bogen-Zuggurt-Verbindung, genau bestimmt werden, ohne dass es – wie bei separaten Teilmodellen – zu Beeinträchtigungen der Lastkombinationen und des globalen Verhaltens kommt.
Dieses Modell wurde verwendet, um den Grenzzustand der Tragfähigkeit und die Ermüdungsbemessung der Brücke neu zu berechnen.
| Statische Analyse | Witteveen+Bos www.witteveenbos.com |
| Client | Gemeinde Utrecht |
| Besitzer | Rijkswaterstaat |