Werden Bauingenieure und Bauingenieurinnen noch zeitgemäß ausgebildet?

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Ein Interview mit den Bauingenieuren Philip und Michael Kalkbrenner von Baustelle Bauwesen

8. Juli 2022

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Unternehmen

Interview

Martina Summerer

Dlubal Podcast interviewte die Brüder und Bauingenieure Philip und Michael Kalkbrenner. Die beiden haben auch einen Podcast "Baustelle Bauwesen", indem sie über die verschiedensten Themen berichten. Uns erzählen sie, was genau sie machen. Das vollständige Interview gibt es hier zum Nachlesen.

In unserem ersten Interview sprechen wir mit den Gästen von Baustelle Bauwesen. Pioniere der Podcasts für das Bauwesen - Michael und Philipp Kalkbrenner.

Link zur Folge: #015 Podcasts im Bauwesen feat. Philip und Michael von Baustelle Bauwesen

Wer seid ihr und was macht ihr?

M: Ich bin Michi und fange mal an, weil ich der Jüngere von uns beiden bin. Ich nehme mir mal das Vorrecht. Ich bin Bauingenieur, bin mit dem Phillip zusammen auch Podcaster. Ich arbeite im Beruf als Bauüberwacher, also gar nicht wirklich als Bauingenieur. Ich arbeite auch in einem Architekturbüro. Macht mal Spaß, macht mal weniger Spaß. Wie es halt ist auf einer Baustelle zu arbeiten und sich mit allen rumschlagen zu müssen. Aber an sich schmücke ich mein Privatleben mit Basketballspielen und wenn es erlaubt ist Leute treffen.

P: Da sind wir schon beim Thema. Ich treffe gar nicht so viele Leute. Ich bin promovierender Student, Doktorstudent in Barcelona an der Uni. Ich bin gerade dabei den Doktor fertigzubekommen, worauf ich mich schon tierisch freue. Ansonsten stecke ich unfassbar viel Zeit gerade in den Podcast Baustelle Bauwesen, bei dem Michi und ich also als die Podcasthosts tätig sind. Das macht richtig Bock. Ansonsten bin ich auch Bauingenieur.

Wir studieren wir auch Bauingenieurwesen. Aus diesem Grund wollten wir wissen, warum ihr euch eigentlich dazu entschieden habt Bauingenieurwesen zu studieren. Wolltet ihr das schon immer machen?

P: Ich persönlich wollte es nicht immer machen. Nach dem Abi, wenn man keine Ahnung hat, was man machen soll, haben mir alle gesagt, dass ich in Mathematik gut bin und schon immer rechnen konnte. Dann mache doch einfach Ingenieur, haben sie gesagt. Ich habe mir dann gedacht, dass das eine Möglichkeit wäre. Ich habe mich eigentlich viel mehr für Architektur interessiert, weil ich schon immer diesen kreativen Prozess dahinter viel interessanter fand, aber durch das Reingerede von allen Leuten um einen herum, hat man sich dann doch fürs Ingenieurwesen entschieden. Da bin ich jetzt auch super froh drüber. Durch das Studium gab es schon viele Momente, wo es einfach richtig Bock gemacht hat. Vielleicht nicht vom Lernen her, aber ich das Glück hatte in so einem Verein enigeers without borders tätig zu sein, hat das halt richtig Bock gemacht. Dann in diesem Verein das, was man da als Bauingenieur gelernt hat im Studium einfach anzuwenden. Man hat dann wirklich auch so gemerkt, dass es voll Sinn ergibt, was man macht als Bauingenieur.

M: Bei mir ist es so, dass ich auf jeden Fall nicht schon immer Bauingenieur werden wollte. Als ich das Studium angefangen habe, hatte das ähnliche Gründe. Ich war gut in Mathe und Physik. Da dachte ich mir, dass ich irgendwas finden muss, wo ich das anwenden kann. Maschinenbau ist für mich weggefallen, weil ich das völlig uninteressant fand. Somit blieb eigentlich fast nur noch Bauingenieurwesen. Dann bin ich halt mehr oder weniger den gleichen Weg gegangen wie mein großer Bruder - Sogar in die gleiche Uni. Ich habe dann auch Bauingenieurwesen studiert. Im Nachhinein bereue ich es auf keinen Fall, auch aus ähnlichen Gründen wie der Phillipp, weil man als Bauingenieur schon einfach die Möglichkeiten hat viele geile Sachen zu machen. Wir hatten auch während dem Studium die Möglichkeiten richtig coole Sachen zu machen, die mich persönlich als Mensch und auch als Bauingenieur weiter gebracht haben.

Das ist auf jeden Fall interessant. Was fasziniert euch konkret dabei?

M: Also, was mich fasziniert jeden Tag ist, dass die ganze Welt um uns herum Bauingenieurwesen ist. Zumindest, wenn man in den Städten ist und man da ist, wo sich Menschen aufhalten. Das ist alles Bauingenieurwesen. Ob wir auf einem Fußweg laufen, ob wir in ein Gebäude gehen, ob wir auf einen Aussichtsturm hochgehen, ob wir ein Fußballspiel anschauen, ob wir über eine Brücke fahren. Das ist alles Bauingenieurwesen. Das sind alles die Errungenschaften, unsere Vorgänge. Man kann fast heute nicht mehr leben, ohne dass du irgendwie mit dem Bauingenieurwesen berührt wirst. Das erfüllt mich irgendwie mit ein bisschen Stolz, Teil von diesem Ganzen zu sein. Auch weiterhin das zu fördern und für die Zukunft das weiter so zu ermöglichen, wie ich das kenne und wahrscheinlich auch zu verbessern.

Das ist auf jeden Fall toll gesagt. Ich sehe das auch so in jedem Bauwerk und jedem Gebäude, wo man hinblickt. Wenn man da irgendwie in Form einer Planung oder Ausführung beteiligt war und man sagen kann, daran beteiligt gewesen zu sein, dann ist das etwas ganz Tolles. Damals als ich noch als Werkstudent in einem Ingenieurbüro gearbeitet habe, habe ich auch Gebäude geplant. Ein bis zwei Jahre später, als das Gebäude fertig war, habe ich meiner Schwester das gezeigt, dass ich die Bewehrung damals geplant habe. Das ist schon irgendwie faszinierend.

P: Ich glaube, das hört auch nie auf. Man wird ja immer älter und man wird immer erfahrener mit dem, was man tut. Dann geht es auch irgendwann da hin, dass man immer innovativere Sachen plant und baut. Ich würde nicht sagen, dass ich schon was Innovatives gebaut habe, aber das wird ja alles noch kommen. Dann wird man immer noch stolzer darauf, wie man sich daran beteiligt hat. Wie der Michi das schon eben beschrieben hat an der ganzen gebauten Umwelt, die ermöglicht, was wir eigentlich tun.

Es gibt Fächer, die man im Studium bevorzugt und manches, das man nicht so gerne macht. Was hat euch besonders gut gefallen und was war das Schwierigste an eurem Studium?

P: Ich bin im ersten Semester fast verzweifelt an den ganzen Mechanikfächern, weil ich immer an allem verzweifle. Aber ich mochte diese Fächer nie, also diese ganzen FE Fächer. Ich bin auch immer am Lernen daran verzweifelt. Aber das Problem war, dass ich einfach ein bisschen zu perfektionistisch war. Ich war in diesen Fächern dann auch immer unfassbar gut, obwohl es mir gar nicht so viel Spaß gemacht hat. Die anderen Fächer, in denen ich nie gut war, haben mir immer viel mehr gefallen. Mir hat zum Beispiel echt Straßenbauplanung sehr viel Spaß gemacht.

M: Ich übernehme dann mal. Bei mir ist es so witzigerweise, dass ich das was ich jetzt mache, also Management, Baubetrieb, Ausführung, alles Mögliche absolut gar keinen Spaß gemacht im Studium. Ich fand das sehr langweilig und hab es auch deshalb im Master eigentlich nicht mehr belegt. Ich habe nur im Bachelor diese Pflichtfächer gemacht.

Schwierigkeiten mit Prüfungen hatte ich mit jedem Fach so ein bisschen. Also was heißt das, so weit wie sie halt gefragt waren. Am meisten Spaß gemacht hat mir auf jeden Fall Tragkonstruktion im Stahlbau, weil das war das einzige Fach in meinem ganzen Studium, bei dem wir selber was entwerfen durften. Da habe ich eine Brücke entworfen. Da haben wir in einer Gruppenarbeit mit zwei tollen Menschen, die ich immer noch sehr gerne habe, eine richtig coole Brücke entworfen. Die musste man dann auch so durchrechnen und präsentieren. Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, weil ich glaube, dass gerade der Brückenbau so eine Kernkompetenz der Bauingenieure ist, die man da auch wirklich ausleben konnte.

P: Absolut. Ich sehe auch den Brückenbau als Königsdisziplin eines jeden Bauingenieurs. Was wirklich Spaß macht, am Studium hängt auch richtig viel von der Lehre ab. Also wenn ein Professor oder ein Dozent es wirklich schafft die Vorlesung schön, unterhaltsam, aber auch informativ zu gestalten, kann der das wirklich schaffen, dass man sich interessiert, obwohl man in dem Fach nicht wirklich viel Interesse zeigt. Bei mir war das zumindest so. Ich hatte einen relativ guten Professor für den Stahlbau und ich habe für den Stahlbau echt gebrannt. Das hat richtig viel Bock gemacht, weil der das richtig gut rübergebracht hat. Die Lehre macht wirklich sehr viel aus, ob einem das Fach liegt oder nicht.

M: Ja auf jeden Fall. Wir hatten auch richtig gute Dozenten. Da bist du in die Vorlesung gegangen und du wusstest, dass du jetzt 90 Minuten unterhalten wirst. Da denkt man sich gerade in den ersten Semestern, dass das ein Mindopener ist. Richtig cool!

Jetzt seid ihr fertig mit dem Studium und seid im Beruf des Bauingenieurs. Was gefällt euch da am besten? Vielleicht könnt ihr uns ein bisschen mitnehmen, was jeder von euch macht.

M: ich habe es schon vorhin in der Einleitung kurz erzählt, dass ich Bauüberwacher bin. Deswegen sehe ich meine Aufgaben in meinem Beruf, weil ich gerade im Schlüsselfertigbau arbeite, gerade nicht als Bauingenieur, wenn ich ehrlich bin. Ich muss mich gerade darum kümmern, dass Wände rechtzeitig gestrichen werden und Teppichböden verlegt werden. Deshalb kann ich gerade schwer sagen, was mir in meinem Beruf als Bauingenieur Spaß macht.

Bei meinem alten Arbeitgeber, wo ich vorher gearbeitet habe, war ich auch in der Ausführung. Da war ich Bauleiter für Ingenieurbau und habe zwei verschiedene Brücken begleitet für die Deutsche Bahn. Das war schon richtig cool, weil da hast du teilweise so richtig spannende Projekte gehabt, wo in kürzester Zeit das alte Bauwerk abgerissen wird und das neue Bauwerk nebenbei fertiggestellt wird und dann reingeschoben, damit die Bahnstrecke nur für sieben oder acht Tage gesperrt werden muss. Das war schon geil, aber das wäre schon cooler gewesen, wenn ich es geplant hätte, als ausgeführt.

P: Ja, was ich ja auch schon eben kurz angekratzt habe, ist, dass ich die Doktorarbeit mache, gerade. Ich habe davor schon ein gutes Jahr in einem Tragwerksplanungsbüro gearbeitet in München bei Bollinger und Grohmann Ingenieure. Ich habe da die ersten Eindrücke bekommen, wie es in der Tragwerksplanung abläuft. Ich habe da schon ziemlich viel Verantwortung zugesprochen bekommen für die Projekte, die ich da gemacht habe, was halt auch richtig Spaß gemacht hat und wo man auch echt mal so gute Einblicke hat, wie überhaupt Tragwerksplanung angewendet wird. Das, was man im Studium so lernt, das hat echt Spaß gemacht.

Dann bin ich eben nach Barcelona gegangen, um meine Promotion zu machen und da mache ich gerade was ziemlich Abgefahrenes. Eigentlich arbeite ich mit historischen Bauwerken, also mit dem ältesten, was das Bauwesen zu bieten hat und wende darauf aber eine der modernsten Computertechniken an, nämlich das Machine Learning, für Mauerwerk. Mauerwerk ist ein Komponentenbaustoff. Ihr wisst ja alle, es besteht nicht nur aus irgendeinem homogenen Baustoff, sondern ist zusammengesetzt aus verschiedenen Materialien. Um das für große FE Modelle anwendbar zu machen, braucht man eben funktionierende Materialkonzepte. Mit Machine Learning kann man das schaffen, dass man so ein Materialgesetz trainiert und vorhersagt für die Anwendung von großen historischen Bauwerken. Hat richtig Bock gemacht, war auch ein bisschen schwierig und war nicht so klassisch Bauingenieurwesen, weil man extrem viel programmieren und sich voll viel reinlesen muss. Man muss das erst lernen, wie man so ein machine learning Programm selber schreibt, aber hat schon Bock gemacht. Es macht auch noch Bock, denn ich bin ja noch nicht ganz fertig.

Voll schön und auch sehr interessant, denn es ist einmal was anderes.

P: Ja auf jeden Fall. Es hängt natürlich auch immer von den Professoren ab, mit denen man da zusammenarbeitet, weil die werden auch immer irgendwelche Ideen haben. Die haben auch schon in Gruppen davor gearbeitet. Ich sage mal, die spinnen dann auch ein bisschen rum und hoffen dann, dass ein Doktorand das irgendwie versteht und dann daraus was macht. So war das bei mir. Ich habe versucht, was daraus zu machen und es scheint ganz gut zu funktionieren.

Voll gut. Dann macht ihr auch noch was anderes, was auch nicht so der klassische Bauingenieurberuf ist, und zwar habt ihr einen Podcast, den wir natürlich auch schon angehört haben. Ich finde es sehr interessant. Wie seid ihr zu diesem Podcast gekommen? Wollt ihr uns einfach mal erzählen, wie eure Geschichte für diesen Podcast war?

P: Das war eigentlich sagen wir mal meine Idee. Der Michi ist immer derjenige gewesen, der viel mehr Podcasts gehört hat, aber am Ende des Tages war es dann meine Idee den tatsächlich zu starten. Michi und ich haben immer sehr viel telefoniert, weil wir eben auch die Distanz haben. Michi sitzt in Karlsruhe und ich bin ja schon längere Zeit in Barcelona. Wir sind auch Brüder, deswegen haben wir uns oft unterhalten, auch über das Bauwesen. Manchmal sind wir dann einfach in so einen Redeflow gekommen, wo wir uns gedacht haben, dass unsere Gedankengänge voll krass sind. Die müssen wir irgendwie festhalten.

Wie können wir das machen? Deshalb hatten wir die Idee, lass uns das einfach mal starten. Lass es uns aber nicht nur irgendwie anfangen. Nicht nur anfangen zu labern, sondern lass uns das wirklich auch ein bisschen aufziehen mit einem Look, damit man auch ein Gesicht und eine kleine Meinung hat. Deswegen sind wir eigentlich dazu gekommen. Es war die Idee des Podcasts und dann natürlich die Inhalte, wo man dann eben sagen kann, dass uns einfach vieles im Bauwesen fehlt.

Wir leben jetzt im 21. Jahrhundert. Unser Slogan ist, dass wir Bauingenieure sind, die im 21. Jahrhundert ausgebildet worden sind, aber eben nicht für das 21. Jahrhundert. Das ist so unser Startspruch in jeder Folge, weil eben man als Bauingenieur oder als Bauingenieurin nie richtig gelernt hat, wie wir kreativ sein sollen, wie wir nachhaltig bauen, wie wir mit Architekten zusammenarbeiten. Das sind ja gerade in der Planung die Hauptzuarbeiter, mit denen wir zusammenarbeiten müssen. Wie können wir das hinbekommen, dass wir dieses Risiko wirklich eingehen und sagen, dass wir jetzt mehr mit Architekten zusammenarbeiten. Wie sind wir im generellen einfach mutigere Menschen und nicht so ein Rechenknecht, sag ich mal.

Deswegen war das eigentlich die Hauptmessage von unserem Podcast. Das wollen wir angehen und wollen deshalb mit Leuten sprechen, die da schon viel gemacht haben, oder auch über Themen mit Pionieren aus dem Bauwesen sprechen. Da sind wir immer noch auf dem Weg, weil das haben wir noch lange nicht erreicht. Das ist ein ewiger Prozess. Das ist eigentlich unser Podcast. Also dieser Prozess, was zu finden, was zu suchen und auch Gleichgesinnte zu finden, die Lust haben da mitzumachen und das auch für eine coole Idee halten.

Das ist echt ziemlich cool. Du hast es ja kurz erwähnt, dass man eigentlich im Studium oder auch im Beruf eigentlich mit solchen Bereichen fast gar nichts zu tun hat. Welche Bauingenieure gibt es schon, die einen Podcast machen? Das ist auch ein bisschen dem Studium geschuldet, dass man die Lehre so auslegt, dass man zum Fachidioten ausgebildet wird. Selten schaut man, wenn nicht irgendwas von außen kommt, über den Tellerrand hinausschaut. Deshalb kann ich nur jeden Studenten empfehlen, dass man auch mal in andere Fächer schaut, also auch in die wirtschaftliche Richtung oder auch mal bisschen in die Kultur, damit man da mal bisschen auf andere Impulse kommt. So kann zum Beispiel auch die Idee eines Podcasts entstehen. Das finde ich immer wieder cool, dass man sich auch auf andere Bereiche bewegt, um einfach die Ideen zu bekommen.

P: Es geht ja jetzt nicht nur darum, dass Bauingenieure sagen sie müssen einen Podcast machen. Das ist eigentlich nicht das Ziel. Wenn man vielleicht eine mediale Affinität hat, dann macht man das halt. Dann ist es auch cool, dass man das nutzen kann, um irgendwie andere Leute zu inspirieren und auf andere Sachen hinzuwiesen. Ist einfach ein cooles Medium, also ein super Medium, um sowas zu machen.

Apropos Medium: Verfolgt ihr irgendwelche Ziele, die ihr erreichen wollt oder macht ihr das nur so hobbymäßig? Was erwartet ihr von eurem Podcast?

P: Meinst du unternehmerische Ziele oder?

Möglicherweise.

M: Hobbymäßig, da muss man Hobby erstmal definieren. Aber es ist auf jeden Fall ein Hobby, weil wir ja auch nicht bezahlt werden. Wir haben auch irgendwann nicht die Absicht diesen Podcast abhängig zu machen von irgendwem. Solange wir unabhängig arbeiten können und damit das machen können, was wir wollen, ist das glaube ich das Ziel. Wir haben natürlich auch konkrete Ziele definiert. Wir wollten schon irgendwie diese Message haben und auch dieses Gefühl vermitteln diese fehlenden Teile in der Ausbildung zu ergänzen. Aber ergänzen ist natürlich weit ausgedrückt. Wir können auch nicht alle zwei Wochen mit 60 Minuten Interview oder 60 Minuten Podcastfolge alle Lücken füllen.

Aber wir versuchen eigentlich ein bisschen die Leute anzuregen. Die sagen, dass sie was gehört haben, das sie geil finden und das ihr Fachgebiet ist, worüber sie mehr wissen und tiefer reingehen. Dieses Bewusstsein zu schaffen, dass Bauingenieurwesen mehr ist, ist unser Ziel. Zum Beispiel in der Architektur ist es völlig in dem gesellschaftlichen Diskurs drin. Es geht bei der Architektur da drum, welchen Einfluss wir auf die Gesellschaft haben. Welchen Einfluss haben unsere Gebäude auf unsere Umgebung. Im Bauingenieurwesen ist das immer so, dass du zum Fachidioten ausgebildet wirst. Du lernst, wie du rechnest. Aber was machen meine Gebäude? Was machen meine Gebäude mit der Umgebung, in der sie stehen, was kann ich aus dem Gebäude rausholen? Was macht unser Gebäude mit der Umwelt?

Das sind Fragen, die stellt sich ein Ingenieur in der Regel nicht. Die werden einem Ingenieur auch nicht gestellt. Ich glaube aber, was Philipp auch schon gesagt hat, wenn wir diese Vernetzung zwischen Bauingenieuren und Architekten haben wollen, dann muss sich der Bauingenieur dieser Verantwortung bewusst sein. Die Verantwortung ist der Einfluss auf die Umgebung. Das Ziel ist auch ein bisschen zu Netzwerken und zu gucken, welche Leute denken ähnlich wie wir. Uns war schon immer klar, dass wir nicht die einzigen beiden Bauingenieure sein werden, die so denken, allein durch ein paar Kommilitonen, mit denen wir gesprochen haben. Aber wie erreichen wir deutschlandweit die Leute, die so denken? Können wir vielleicht mit Leuten, die so denken wie wir und ähnliche Ziele haben oder ähnliche Kritikpunkte am Bauwesen haben, vernetzen? Wie finden wir solche Menschen? Wie können wir mit denen etwas kreieren? Ob das jetzt eine Firma sein soll, aber irgendwas gutes dazu kreieren, wenn es ein Kollektiv ist.

Das mit der Weiterbildung habe ich eigentlich richtig cool gefunden. Um Wissenslücken zu füllen oder sich auch in andere Gebiete neu einzuarbeiten, weil man das im Studium oder allgemein im Beruf nie wieder verwendet oder weniger. Wir hatten unsere neueste Folge. Da ging es um Straßenbau, also Recycling im Straßenbau. Darüber hat Martina mal ein Referat gehalten. Bei mir war das so, dass Straßenbau für mich immer so ein Thema war. Ich war immer so im klassischen Hochbau, Statik und Straßenbau habe ich nur einmal im 3. Semester gehört und dann nie mehr wieder. Ich habe es dann doch wieder extrem spannend gefunden, was es dann für neue Themen zu entdecken gibt. Ich habe auch wieder was Neues gelernt. Das finde ich echt ziemlich cool. Auch der Ansatz, dass man durch den Podcast sein Wissen erweitert. Das freut mich natürlich, dass ich dir da so weitergeholfen habe. Wie arbeitet ihr beide eigentlich, damit ihr zu euren Folgen kommt?

P: Inwiefern wir neue Ideen finden oder auch wie wir mit der Distanz arbeiten? Ich sag einfach mal was, wie wir zu Ideen oder zu Folgen kommen. Ich habe die Ideen ja schon eben so ein bisschen genannt. Angefangen haben wir mit Geschichten über Pioniere. Wir haben in eine unserer ersten Folgen über Fritz Leonhardt gesprochen. Deutsche Bauikonen, die in ihrer Zeit etwas ganz besonderes geleistet haben. Die, wie auch Daniel vorhin gesagt hat, auch über den Tellerrand geschaut haben zu ihrer Zeit. Die auch einfach gesehen haben, wie die Dinge anders funktionieren, wie man neu planen kann und neue Materialien einsetzen kann, um eben gesellschaftliche Probleme lösen zu können.

Wir reden dann gerne über sowas. Wir haben ein paar Folgen über Pioniere, das sind noch gar nicht so viele. Dann reden wir, weil es uns ein Anliegen ist, auch über die Nachhaltigkeit. Wir wollen einfach so Facts über Baumaterialien aufdecken. Wir haben Folgen über Sand, über Zement, reden dann natürlich auch über sehr nachhaltige Baustoffe, zum Beispiel über den fast nachhaltigsten Baustoff, den es überhaupt gibt, und zwar Holz.

Darüber hinaus versuchen wir gerade ein kleines Kollektiv zu sammeln. Wir haben auch von Hörern schon Feedback bekommen, ob sie nicht mit uns eine Folge machen können. Die haben Lust sich in ein Thema reinzuarbeiten. Wir haben dann auch schon Themen zusammen über kreislaufgerechtes Bauen, also auch nachhaltig angesetztes Thema, gemacht. Dann reden wir auch mit Leuten, die einfach einen unkonventionellen Weg gegangen sind in ihrem Bauingenieurleben. Zum Beispiel mit dem von structurae. Das ist so eine Datenbank, ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Lohnt sich auf jeden Fall mal reinzugucken - mit Bildern zu Bauwerken. Ist auf jeden Fall richtig interessant.

Mit dem Gründer von der Plattform haben wir gesprochen, aber wir haben auch mit Professoren geredet. Wir haben auch schon mit Mike Schleich gesprochen. Wir haben mit einem Professor von der TU in Dresden gesprochen. Da kommen immer sehr interessante Gäste zusammen, die einfach über ihr Fachgebiet sprechen. Wir versuchen immer das Gespräch in die Richtung zu lenken, was junge Leute interessiert. Ist es nur so Ingenieursgelaber oder wir wollen euer Gesicht zeigen, was euch antreibt. Auch zeigen, wenn du ein Professor bist, dass du halt auch richtig coole Sachen machst und auch eine Persönlichkeit hast. Das ist immer das, was wir darstellen wollen und dessen Meinungen hören wollen.

So passiert das einfach, dass man eine interessante Person trifft und die einfach anschreibt, ob sie Lust hat mitzumachen. Dann kommt oft die Antwort: Ja klar gerne und dann arbeitet man etwas aus. So kommt man zu neuen Folgen. Jetzt müssen wir wieder zwei bis drei Folgen finden, damit wir weiter machen können.

Schreibt ihr dann diese Leute klassisch über E-Mail an oder über LinkedIn? Weil da bin ich zum Beispiel sehr aktiv unterwegs.

P: Es ist unterschiedlich, manchen schreiben wir tatsächlich ganz klassisch über E-Mail an, über die Uni zum Beispiel. Die Anette Bögle von der Hafencity Uni haben wir über E-Mail angeschrieben. Bald kommt eine Folge mit Jan Knippers. Den haben wir einfach über Instagram angeschrieben. Der hat dann gleich gemeint, dass er darauf Bock hätte und dabei ist. Mit dem sind wir gerade in der Planung. Es ist immer unterschiedlich. Also wir benutzen einfach alle Kanäle, die wir haben. Über LinkedIn haben wir auch schon jemanden angeschrieben. Das ist unterschiedlich.

M: Ja manchmal auch einfach über Kontakte. Zum Beispiel Martin Mikat, der bei den Grünhelmen arbeiten hat mit einem Kumpel von mir gearbeitet. Der hat mir dann einfach die Handynummer gegeben und dann habe ich den angerufen. Ich weiß gar nicht, wo der da gerade war, irgendwo auf der Welt verstreut. Er hat dann gemeint, dass er irgendwann wieder zu Hause ist und man das dann aufnehmen könnte. Letztendlich haben wir das Interview mit ihm aufgenommen und da war er immer noch im Libanon. Oder weißt du das noch? Ich denke, der war da zurück schon, oder?

P: Ich glaube, der war schon zurück dann.

M: Ja so geht das, auf allen möglichen Kanälen.

Schlagt ihr denen dann gewisse Themen vor oder kommen die dann meistens selbst mit irgendwelchen Themenvorschlägen oder wie einigt ihr euch irgendwie auf ein spannendes Thema?

P: Im Prinzip fragen wir an, ob Interesse besteht, mit uns eine Folge zu machen. Da ist das Thema noch gar nicht im Umlauf. Dann sagen sie meistens ja oder nein. Wenn dann ja gesagt wird, dann ich schicke wir in den nächsten paar Tagen und Wochen ein Skript für eine Folge rüber. Das Skript ist dann eigentlich schon vollständig und meistens kommt dann die Nachricht, dass es so passt. Es kommt eigentlich nie zurück, dass es noch einmal überarbeitet werden soll. Das passt dann so und man geht das dann so durch. Man arbeitet das bisschen ab, doof gesagt. Das ist ja dann sehr entspannt für euch.

M: Für mich vielleicht ein bisschen entspannter als für Philipp, aber entspannt glaube ich nicht, oder?

P: Ich glaube, wenn man Zusagen bekommt für Interviews, dann ist es auf jeden Fall ein schönes Gefühl sage ich mal, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Das ist schon immer viel Arbeit. Wieviel Arbeit investiert ihr da? Kann man das irgendwie sagen, wie viele Stunden das pro Woche sind?

P: Das ist jetzt wirklich schwierig zu sagen, weil es unterschiedlich ist. Also einen Tag auf jeden Fall, also 10 Stunden bestimmt pro Woche.

M: Ich sag mal bei mir ist das ein bisschen weniger, das liegt einfach daran, dass ich meinen 40 Stunden Job tagtäglich habe. Aber es ist schon auch immer sowas, womit man sich fast jeden Abend noch einmal beschäftigt. Auch wenn man keine Folge aufnimmt, hat man jeden Abend nochmal kurz Zeit, die man darin investiert.

Ja aber voll gut für eure Hörer, damit die immer genügend Folgen haben. Welche Folge hat euch eigentlich am besten gefallen, bzw. welche Folge, von denen, die ihr bisher aufgenommen habt, ist euch am meisten in Erinnerung geblieben?

M: Da sollte ich am besten die sagen, die mir als erstes durch den Kopf geschossen ist, oder? Denn das ist ja der Sinn der Frage wahrscheinlich. Ich weiß gar nicht, ob es die beste war, die wir gemacht haben. Das will ich gar nicht ranken. Aber irgendwie fand ich die Folge über Ove Arup ziemlich cool, weil ich den eigentlich vorher nicht so kannte. Der Phillip hat den Namen dann einfach mal so gedropt. Ich hab mir dann was zu dem durchgelesen und war einfach sofort Fan von dem Menschen. Ich dachte mir dann irgendwie, genauso will ich als Bauingenieur arbeiten und ich will genauso sein wie der.

Ich habe als Kind früher Sport gemacht und Fußball gespielt, aber ich hatte nie so wirklich Vorbilder. Jetzt bin ich 29 Jahre alt und lese etwas über Ove Arup und hab plötzlich ein Vorbild. Deshalb fand ich diese Folge besonders cool. Bei den Interviews haben wir dann immer einen Gast, interviewen den. Dann verabschieden wir uns und Philipp und ich telefonieren nochmal kurz. Dann sitzen wir manchmal da und fragen uns, was das gerade war, weil das war ja nur noch geil. Das hat mich jetzt wieder völlig geflasht und da will ich jetzt gar keinen besonders herausnehmen. Das sind einfach diese Interviews. Das sind für uns immer so Überraschungsmomente und die finde ich auch einfach gut.

P: Also bei mir ist es eine, die auf jeden Fall in meinem Gedächtnis drin ist. Das war in eine der ersten Folgen von uns, wo wir über circulair construction gesprochen haben. Da hatten wir Angela Feldman als Gast. Das war einfach richtig cool. Das war unser allererste Gast in dem Podcast. Wir haben selber gar nicht so genau gewusst, worüber wir jetzt eigentlich sprechen wollen. Wir reißen ein Themengebiet an, wo man sehr wenig recherchieren kann drüber, weil es noch sehr wenig gibt. Dadurch, dass wir uns dann unterhalten haben und das aufgezeichnet haben, kamen halt so richtig gute Ideen dabei raus, die wir dann mit ihr hatten. In meinen Augen könnte man über die Ideen, die wir da hatten sogar ein Buch schreiben. Aber das ist dann ein anderes Thema.

Eine andere Folge mit den großen Gästen wie Mike Schleich oder auch mit Annette Bögle, oder auch mit Steffen Marx. Da haben wir letztens eine Folge rausgebracht. Das sind einfach so krasse Ikonen im Bauingenieurwesen. Die machen Spaß auf jeden Fall und es ist auch eine Ehre mit denen zu sprechen. Was mir sonst noch ganz schwer am Herzen liegt, ist eine Folge mit der Barbara Nilkens.

Die ist Expertin für Baukommunikation. Es ist eine Sache. Sie hat so bisschen erzählt, wie man richtig kommuniziert im Bauwesen, damit man, doof gesagt, sich nicht gegenseitig auf den Sack geht. Die kann das auch wirklich professionell unterrichten. Aber das andere, wo die auch noch sehr engagiert ist, ist im Deutschen Ingenieurinnen Bund. Das ist ein Verein, wo weibliche Ingenieurinnen extrem unterstützt werden, weil die das natürlich gar nicht so einfach haben in so einer Männerdominierten Welt. Deren Engagement ist halt einfach faszinierend. Da saßen wir wirklich in der Folge und dachten uns, dass es sehr krass ist. Was die da machen, ist wirklich eine Pioniersleistung und eine wichtige Arbeit für Gleichberechtigung im Bau.

M: Ja, was der ganze Bund macht. Also nicht nur sie, sondern der ganze Verein.

P: Ja, ja klar, sie hat gerade im Bauingenieurwesen Einfluss.

Ja cooles Ding. Es ist immer schön, wenn da gewisse Folgen am meisten hervorstechen. Unser Podcast geht über digitale und innovative Themen im Bauwesen. Mich würde von euch interessieren, wie seht ihr eigentlich die Zukunft im Bauwesen? Ihr hattet schon einige Themen in eurem Podcast über zukunftsträchtliche Technologien. Wie seht ihr allgemein die Zukunft im Bauwesen?

M: Ich glaube da gibt es eine realistische Zukunftsvision und eine sehr utopische. Die Maximalutopische ähnelt schon sehr einer Hippiekommune. Jeder ist zusammen auf einem freien Feld, bei dem man ungefähr weiß, was man bauen will. Man sagt dann, dass man einfach mal anfängt. Was brauchen wir? Was haben wir? Was können wir nehmen zum Bauen?

Das wäre die Utopie und jeder ist glücklich beim Arbeiten. Die realistische ist, denke ich, denn es ist kein Geheimnis mehr, dass die Baubranche ein riesiger Umweltverschmutzer ist. Gebäude sind etwas auf die man auf jeden Fall nicht verzichten kann. Aber man sollte überlegen, wann ich auf jeden Fall kann. Ich hoffe, dass man in Zukunft mehr Bestandsbau macht und lieber guckt, wo man Gebäude umnutzt bevor man anfängt neu zu bauen. Sonst sehe ich die Zukunft auch, dass wir keine absurd hohen Wolkenkratzer mehr bauen. Die Zeit läuft zumindest in Mitteleuropa und vielleicht auch im globalen Norden ab. Ich denke es wird logischer und nutzvoller gebaut und nicht mehr so prunkvoll und so prestigemäßig. So glaub ich wird die Zukunft der Baubranche sein.

P: Ich sehe das im Prinzip auch ähnlich wie der Michi. Darüber hinaus glaube ich, ich habe es vorhin schon kurz angesprochen, dass die junge Generation, die eben auch gerade heranwächst, auch so bisschen andere Ziele im Bauwesen hat. Wir sehen bei Bewegungen wie Fridays for Future bei den Kindern. Aber es sind ja auch Erwachsene dabei, weil es gibt auch Architekts for Future. Das sind einfach schon so viele Leute, die irgendwann auch den Nachwuchs des Bauwesens bilden werden. Die sind da auch irgendwo mit drin.

Wer jetzt bei Fridays for Future mitläuft wird auch irgendwann Bauingenieur oder Bauingenieurin sein. Diese Gruppe ist so groß, dass die einfach schon dahingehen wollen, dass das Bauwesen viel nachhaltiger wird. Das muss ja auch. Wir wissen, dass wir Klimaziele haben. Deswegen ist es in meinen Augen schon viel zu spät, da müssten harte Maßnahmen ergriffen werden, damit wir das schon früher erreichen. Das fordern auch ganz viele und da geht auf jeden Fall die Zukunft des Bauwesens hin, dass wir alle Prozesse, die es jetzt gibt, so in die Richtung hin optimieren, dass wir da hinkommen, denn nur das ist eigentlich die einzige Möglichkeit, die wir haben. In der Form wie wir es jetzt gemacht haben, geht es halt gar nicht. Das ist so, wie ich es ein wenig sehe.

Du hast ja das Thema Digitalisierung schon aufgegriffen. Jetzt sind in Deutschland meiner Meinung nach nicht gerade die, die sich mit dem Thema Digitalisierung so gut anfreunden können. Gerade wenn ich jetzt an unser Internet denke. Wie seht ihr das? Also ich meine wir haben ehrgeizige Klimaziele, aber kann sich die Baubranche wirklich so schnell wandeln? Warum dauert alles so lang? Die Baubranche ist ja nicht gerade bekannt, dass sie schnell auf die Züge aufspringt.

M: Ich glaube das ist ein bisschen der Natur der Baustelle geschuldet. Wenn man jetzt das Bauwesen vergleicht mit der Automobilindustrie, wo halt der Entwickler und der Erbauer und der Planer, alle in der gleichen Firma sitzen. Die sind dann alle bei den großen drei, vier oder fünf Firmen, die es in Deutschland gibt, angestellt. Der ganze Prozess von der Idee eines Autos bis hin zu der Entwicklung bis zur Fertigstellung passiert eben im gleichen Haus. In der Baubranche haben wir verschiedene Phasen, die abgestaffelt sind. Somit ist auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Phasen realisierbar. Das ist auch ein Fortschritt sehr ausmachbar.

Bei der Digitalisierung sollten wir davon ausgehen, dass wir ein bisschen besser unterwegs sind, weilt, wie gesagt, leben wir in Deutschland. Unser größtes Problem ist immer noch unser Internet. Das ist natürlich ein Riesennachteil, wenn du eine ganze Branche in einem ganzen Land zu 100% digitalisieren willst. Ich hab auf Baustellen gearbeitet, da hatte ich nicht mal ein richtiges Handynetz. Da musste ich dann manchmal in eine bestimmte Ecke laufen, damit ich dann auch wirklich in der Pampa, wo sie da die Brücke gebaut haben, auch telefonieren konnte. Das ist ein Unding. Da brauchen wir auf so einer Baustelle nicht über Digitalisierung nachdenken, weil ich ins Büro fahren muss, damit ich digital arbeiten kann. Das gibt es halt in Deutschland nach wie vor.

Ich bin jetzt kein Telekommunikationsnetzexperte, deshalb will ich da jetzt gar nicht groß urteilen. Es gibt wahrscheinlich verschiedene Gründe, warum das in Deutschland so ist, aber dieser Entwicklungsprozess ist halt allgemein schwer in der Baubranche, denn der Architekt ist der Architekt, der Bauherr ist der Bauherr, der Bauingenieur ist der Bauingenieur, die ausführende Firma ist die ausführende Firma.

Die haben alle ihre persönlichen eigenen Interessen. Die Zusammenarbeit aller zusammen ist immer nur auf ein eigenes Projekt bezogen. Meistens sind die Prozesse dann schon so weit in einem Planungsbüro fortgeschrieben, dass die Innovation gar nicht durch die Person kommen kann, die am Ende dann den Stahlträger mit der Stütze verschraubt. Wenn wir dann an so eine Firma wie Toyota denken, ohne dass ich Werbung machen will. Die haben ein Leanmanagement eingeführt. Da kann der Handwerker, der am Ende die Tür ins Auto schraubt, in den ganzen Prozess der Entwicklung einschreiten, wenn er sieht, dass da irgendwo nichts passt. Somit ist die Entwicklung ja viel einfacher umsetzbar. Da sehe ich ein bisschen das Problem in der Baubranche.

P: Es wird immer gesagt, dass Deutschland bei der Digitalisierung so schlecht dasteht, aber man darf halt auch etwas nie vergessen. Ich lebe jetzt schon seit längerer Zeit im Ausland und da passieren Sachen eben anders. Vielleicht kann man sogar sagen, dass Spanien, wo ich jetzt lebe, vielleicht in der Digitalisierung schon ein bisschen weiter ist. Aber es ist auch ein Land, wo Wirtschaft ganz anders geführt wird. In Deutschland wird etwas auf den Markt gebracht, wenn man sicher ist, dass es so funktioniert. Deswegen ist das auch so mit der Digitalisierung.

Die Menschen wollen sicher sein, dass was wir wollen, nämlich digital sein, auch wirklich funktioniert. In anderen Ländern wird es auf den Markt geschmissen und dann nochmal umgeändert. Da gehen schon wichtige Informationen verloren auch, aber es ist halt eine andere Philosophie. Ich würde da gar nie sagen, dass Deutschland da so ein schlecht dastehendes Land ist. Das heißt natürlich, aber was heißt natürlich, weil das ist auch in ganz vielen anderen Ländern das Problem, dass durch so extrem hierarchische Firmensysteme, wie es Michi auch schon gesagt hat auf Baustellen, dass man einfach viel zu viele klare Rollenverteilungen hat, weil sich viele einfach nicht zuständig fühlen für viele Sachen. Dazu kommen dann noch die verschiedenen Generationen zwischen den Älteren in der Firma und Jüngeren die unten stehen. Es ist was ganz neues, was ganz schwieriges, digital zu agieren.

Das sind halt einfach auch noch solche Laster, die da wirklich auch dazwischen sind. Diesen Konflikt werden wir immer führen. Weil jeder der 15 Jahre alt ist, zehn Mal digitaler unterwegs ist als ich mit meinen Anfang 30. Das wird immer so bleiben, das ist echt super schwierig zu sagen. Der wird mich auch angucken wie so ein alter Hase und sich fragen, wie ich mit meinem Handy umgehe. Für mich ist das schon eine moderne Art und Weise. Keine Ahnung. Das ist wirklich ein heikles Thema einfach nur. Das weiß auch keiner so genau, was ist diese Digitalisierung von der wir alle sprechen. Was ist das genau? Das weiß ja eigentlich keiner so richtig. Das ist nicht ganz lustig.

Ja das stimmt. Aber Digitalisierung steht ja auch für einige Schlüsseltechnologien und auch für neue Trends, deshalb wollt ich fragen, was euch so dazu einfällt. Für neue Trends im Bauwesen in der Zukunft.

M: Ich fange mal an. Was ich unglaublich interessant finde aber auch irgendwo ein bisschen bedrohlich sind 3D gedruckte Häuser. Auf der einen Seite finde ich das saucool, weil du wirklich Material an der optimalen Stelle wirklich optimal einsetzen kannst. Auf der anderen Seite muss man immer berücksichtigen, dass jeder technologische Fortschritt, wo ein Mensch durch die Maschine ersetzt wird, wir einen erhöhten Ressourcenverbrauch, damit auch einen erhöhten Einfluss auf unsere Umwelt und dadurch auch eine Zerstörung haben.

Der 3D Druck von Häusern ist trotzdem finde ich sehr interessant, denn es gibt da auch verschiedene Entwürfe, wo man andere Materialien als Beton einsetzt. Da gibt es in Italien, ich wollt das vor der Folge nochmal recherchieren, aber die stellen keine 3D-Druck Geräte her, sondern die stellen Materialien her. Die sagen, dass die Technologie für 3D Druck von anderen geliefert werden. Wir spezialisieren uns nur auf Materialien. Die haben auch gesagt, wenn sie damit produktiv schnell Dinge bauen wollen, dann brauchen sie Materialien, die auch nachhaltig sind, und zwar wirklich nachhaltig. Also kreislaufgerecht, wenn nicht sogar cradle-to-cradle. Die haben dann gesagt wir machen ein Mischprodukt aus Lehm und Stroh. Daraus machen die 3D gedruckte kleine Shelter. Also noch keine richtigen Häuser, aber die haben das Material und entwickeln daran weiter. Ich glaube, wenn man sowas in der Verbindung mit einem hochtechnologischen Gerät, wie den 3D Drucker in Verbindung setzt, kann man sehr interessante Gebäude gestalten und auch im kleinen die Probleme lösen, die wir haben, wenn wir sagen, dass wir Wohnraum schnell, einfach und vielleicht auch kleinteilig eventuell brauchen. Deshalb finde ich die 3D Druck Technologie sehr interessant, aber natürlich auch ein bisschen bedrohlich, wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, weil eine Maschine schneller bauen kann als ein Mensch.

Damit kann sie auch schneller Ressourcen verbrauchen als ein Mensch und somit auch mehr CO2 produzieren und mehr Umweltschaden anrichten. Deswegen sind solche Technologien in Verbindung mit nachhaltigen Produkten sehr spannend.

P: Das hast du schön gesagt, Michi. Bei mir bezieht sich das tatsächlich auch ein bisschen auf mein Arbeitsfeld. Dadurch, dass ich im machine learning meine Doktorarbeit gemacht habe. Wir leben in dem Datenzeitalter. Alles was wir machen und wie wir handeln werden Daten realisiert und gesteuert. Es wird gesteuert was wir kaufen im Internet und so weiter.

Gerade in Fächern wie Mechanik im Bauingenieurwesen, wo man irgendwie sagt, dass man über technische Mechanik gesprochen hat. Da haben früher die Ingenieure immer versucht Modelle zu zeichnen und mathematisch darzustellen in Formeln. Jeder kennt irgendwelche abgefahrenen Formeln, die keiner versteht, außer vielleicht zehn Prozent aller Bauingenieure, doof gesagt. Diese Formeln sind irgendwie nachgewiesen und funktionieren auch. Das ist alles schön und gut. Aber die haben trotzdem irgendwelche Vereinfachungen drin, was wir mit Daten machen können. Wir haben genau die mechanischen Eigenschaften, die man aus ganz vielen verschiedenen Daten herauslesen kann.

Gerade das Thema machine learning und sowas oder auch KI sind zu nennen, dass man dadurch auch wirklich für die Modellierung von Bauwerken und das Materialverhalten vorhersagen kann, weil man einfach andere Daten hat. Das hat schon gezeigt, dass das eine so viel hält und das andere so viel. Wir verbinden das automatisch über machine learning. Das hat ein Riesenpotential. Da gibt es auch einen coolen Vortrag von einem amerikanischen Professor hier an der Uni in Barcelona. Der war auch schon pensioniert. Der hat sein Leben lang nur Formeln gesucht. Jetzt kommt das Datenzeitalter.

Die Ingenieure von heute müssen eine Schlüsseltechnologie entwickeln, wie wir aus allen möglichen Daten, die wir gerade haben, auch statisch oder dynamisch Gebäude nachweisen können, ohne dass wir irgendwelche Formeln haben müssen.

Das ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema. Gerade wenn ich an KI denke oder auch an Computer bzw. Algorithmen. Es gibt schon viele Programme, die das auch implementiert haben. So gewisse Algorithmen, die die halt etwas optimieren. Sei es in der Struktur, sei es in der Form, sei es CO2 Fußabdruck oder auch Gewicht, Material usw. Die Zeit wird kommen, wo der Anwender dann sagt, dass er das optimalste für seinen Anwendungsfall hat und jeweils das Gebäude ausgespuckt haben will. Das ist die große Zukunft.

P: Das ist ja auch gar nichtmehr so neu. Jeder kennt es aus den Bemessungsfächern. Da gibt es dann die Berechnungen wie viel Stahl hinein muss. Da gibt es dann diese mü-Diagramme. Vielleicht sag ich auch irgendwas Falsches. Aber es gibt ja diese Diagramme, wo man reingehen muss, dann sieht man x-Achse und y-Achse und dann habe ich den Wert. Das kennt ja jeder noch aus dem Studium oder aus der Arbeit. Diese ganzen Tabellen sind ja empirisch ermittelte Daten. Da stand mal ein Doktorand in einem Labor und hat über fünf oder sechs Jahre Versuche gemacht. Immer wieder Parameter geändert und dann eine Kurve erstellt.

Das geht jetzt halt viel schneller. Da braucht sich keiner mehr im Labor sechs Jahre hinzusetzen. Das können wir numerisch machen und diese Versuche numerisch fahren. Wenn wir die Daten haben, können wir die einfach durchratern lassen und dadurch irgendwelche Abhängigkeiten ablesen. Das ist so eine Schlüsseltechnologie, die sich ein bisschen auf das Prinzip, das ich mache, bezieht.

Was auch immer ein Trend ist und das nimmt ja heutzutage jeder in den Mund. BIM – Building Information Modelling. Wie seht ihr das? Ist das nur Bullshitbingo oder wird das wirklich gemacht? Ich kenn einen guten Kollegen, der mit mir studiert hat und der hat gesagt, wir planen in 3D und heutzutage wird dazu BIM gesagt.

M: Da will ich mal einen Gast von uns zitieren, den wir hatten. Den Kim Löffler hatten wir da zu Gast. Der ist auch so ein BIM Experte. Der hat gesagt, dass BIM mehr als nur ein Programm ist, denn BIM ist eine ganze Arbeitsweise. Wir haben eigentlich schon die Technologie für BIM. Diesen BIM Schlüssel muss man auch wirklich einsetzen. Ich glaube, das ist die Hürde der einzelnen Arbeitsphasen, die es in der Baubranche gibt. Der eine darf dem anderen nicht ins Gewerk reinpfuschen, weil es vertraglich geregelt ist, dass er nichts zu melden hat. Das ist das große Problem mit BIM.

BIM, diese Technologie an sich, ist ja, soweit ich das verstanden habe, weil ich selber nicht damit arbeite, eigentlich schon so vieles, dass wir das wirklich umsetzen könnten. Die Hürde liegt woanders und ich glaube, dass das auf jeden Fall eine Schlüsseltechnologie sein wird. Weil, wenn alle Leute an einem Modell arbeiten, wird somit auch die Kommunikation erleichtert. Kommunikation ist ja auch ein Schlüssel für die Zukunft. Es ist für die Baubranche zumindest ein Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft. Ich kann mir vorstellen, dass BIM auf jeden Fall ein Schlüssel darin ist, das wirklich umzusetzen.

P: Jetzt hast du dich selbst im Kreis gedreht, Michi. BIM ist kein Programm.

M: Ja, ich weiß. Das BIM Programm, wenn man das jetzt nur auf das Programm bezieht. BIM übergeordnet ist mehr. Das sind die Programme, die so gerne als BIM bezeichnet werden. Sie sind halt der Schlüssel dafür.

P: Ich finde es halt wichtig, dass die Leute sich da richtig weiterbilden, was das überhaupt bedeutet, wie ich das schon gerade angekratzt habe. Dass es eben nicht genutzt wird von Firmen, um irgendwie zu sagen, wir haben hier das neueste beste BIM Produkt, dann musst du deine ganzen Arbeitsabläufe optimieren, sondern, dass die Leute verstehen, was der Sinn dahinter ist, was man damit machen kann und es auch dann in die richtige Richtung lenken. Das Ziel daran ist ja, dass man die Zusammenarbeit zwischen allen Planern vereinfacht. Das soll man auch verstehen und das soll jeder einzelne verstehen.

Das Produkt selbst soll man sich ja nicht aufschwätzen lassen, sondern es soll aus dem Verlangen danach, dass man das braucht und nicht einfach nur benutzen will, weil man es gerade bekommt. Nicht nur sagen, dass BIM das neue Ding ist, sondern auch verstehen, warum man es selbst eigentlich braucht. Es ist auf jeden Fall eine Schlüsseltechnologie. Wird auf jeden Fall ein großes Ding und noch größer werden, als es eh schon ist.

Das ist auf jeden Fall sehr interessant. Mal sehen, wie sich die Zukunft entwickeln wird, welche Prognosen dann wirklich umgesetzt werden, die wir jetzt hier gestellt haben. Bevor wir aber diese Folge abschließen wollen, möchten wir wissen, was euer Lieblingsbauwerk ist. Der Michi redet auch immer über Bauwerke in eurem Podcast, deshalb ist es sehr interessant zu wissen, was euer Lieblingsbauwerk ist.

M: Ich fange an, denn ich habe ein absolutes Lieblingsbauwerk. Das ist das Pantheon in Rom. Warum ist es das? Warum finde ich das so gut? Ich habe ja eine Bauwerksfolge gemacht darüber. Es ist auf der einen Seite schon einmal beeindruckend, dass sie verschiedene Betonsorten benutzt haben, um dieses Bauwerk zu errichten. Da fängt es schon mal an. Wenn wir noch weiter gehen und sagen, dass es 2000 Jahre her ist, dass verschiedene Betonsorten benutzt wurden, macht es das nochmal beeindruckender.

Dass das Gebäude heute noch steht, 2000 Jahre später, macht es nochmal beeindruckender. Dass es glaub, ich 1700 Jahre lang das größte Kuppelbauwerk der Welt war, macht es auf so vielen Aspekten beeindruckend. Es ist eine Druckschale. Ich wünschte, ich könnte besser so moderne Druckschalen bemessen, und zwar wirklich gut. Müsste ich mich mal wieder damit beschäftigen. Aber es ist einfach beeindruckend. Schalen sind immer großartig und das Pantheon ist für mich einfach eine super Schale.

P: Da wird es ja fast langweilig, wenn ich jetzt auch was sage mit einem alten Baustil. Aber das ist ja auch faszinierend. Also ich tue mir echt schwer zu sagen, was mein Lieblingsbauwerk ist, denn ich finde extrem viele Bauwerke geil und ich finde auch modernere Bauwerke gut aus dem letzten Jahrhundert oder aus der aktuellen Zeit. Aber ich finde eher einen Baustil, also eine Art des Bauens super interessant. Da ist zum Beispiel immer ein Bauwerk dabei, das ist die Sagrada Família.

Das ist eins der bekanntesten Bauwerke von Gaudi. Aber Gaudi war nicht der einzige, der so gebaut hat, dass man im Prinzip auch Schalen bauen kann aus Ziegelsteinen, aus ganz dünnen superleichten Ziegelsteinen. Das ist eigentlich ganz typisch hier in der Region. Die ganze spanische Mittelmeerregion hat schon seit Jahrhunderten so gebaut. Sie haben Treppenhäuser so gebaut, dass man wirklich einfach einen ganz dünnen leichten Ziegelstein nimmt, den in die Hand drückt und so Stufe für Stufe den Bogen spannt und daran den nächsten ansetzt.

Da gibt es einfach so richtig viele. Man sieht hier sehr viele Häuser, die so einfach gebaute Treppenhäuser haben und daraus haben sich dann auch die Baustile von Gaudi entwickelt. Was in dem Zusammenhang auch noch gut ist, sind die Bauwerke von Guastavino. Der ist ein Spanier gewesen, der in die USA ausgewandert ist. Das bekannteste Bauwerk von ihm ist die Grand-Central-Station in New York. Da hat er alles auch in diesem Baustil gebaut. Das ist auch eine imposant riesige Halle. Ich war selbst noch nicht da und kenne das auch nur von Fotos. Aber da ist das ganze Dach, das ganze Gewölbe drunter, die ganzen Kellergeschosse sind auch aus diesem Baustil gebaut, was man eben aus ganz dünnen leichten Ziegelsteinen gebaut hat. Was mich daran fasziniert, ist das perfekte Ausnutzen des Materials. Ein Baustoff der eigentlich keinen Zug aufnehmen kann und auch keinen Zug liefert, weil er das nicht kann. Das ist halt so eine geniale Lösung. Sehr intuitiv und sehr genial. Man müsste so mehr bauen.

Genau und da wären wir wieder bei dem Thema. Die Strukturen so optimieren, dass sie für ihre Eigenschaften bestmöglich verwendet werden.

Autor

Martina Summerer, M.Eng.

Martina Summerer, M.Eng.

Marketing & Public Relations

Frau Summerer ist verantwortlich für den Dlubal-Podcast "Digitales und Innovatives aus dem Ingenieurbau".

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  • Aktualisiert 15. September 2022

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