Somnium - Aussichtsplattform auf dem JKU-Campus in Linz

Realisiert mit Dlubal Software

  • Kundenprojekt

Kundenprojekt

Das Somnium ist ein begehbarer und für viele nutzbarer Dachgarten auf dem TNF-Turm (Turm der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät) der Johannes Kepler Universität (JKU).

Bauherr BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Wien, Österreich
www.big.at
Architekt RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN
Linz, Österreich
www.rieplriepl.com
Tragwerksplanung Bollinger und Grohmann ZT GmbH
Wien, Österreich
www.bollinger-grohmann.com

Modell-Parameter

Modell

Der TNF-Turm wurde in den 1970er Jahren errichtet und ist mit ca. 50 m das höchste Gebäude am Campus der JKU. Die schlanke Stahlkonstruktion des Somniums wurde auf dem Dach des Bestandsgebäudes errichtet. Die neue Aussichtsterrasse wird durch ein Rankgerüst räumlich gefasst und bietet den besten Ausblick über das Universitätsgelände und auf das umliegende Stadtgebiet.

Mit der statischen Untersuchung des Bestandes und der Bemessung des Somniums wurde Bollinger und Grohmann ZT GmbH aus Wien, Österreich beauftragt. Bei den Berechnungen kam RFEM zum Einsatz.

Konstruktion

Die Stahlkonstruktion hat Gesamtabmessungen von ca. L x B x H = 47 m x 15 m x 17 m. Die Terrassenkonstruktion besteht aus Primär- und Sekundärträgern aus Normwalzprofilen. Sie liegt aufgrund der großen Längsausdehnung infolge Temperaturänderungen zwängungsfrei auf den Bestandsschächten bzw. dem verlängerten Treppenhaus auf. Die bestehenden Attiken der Schächte mussten teilweise durch neue, hoch bewehrte Stahlbetonroste ersetzt werden, um die konzentrierten Lasten möglichst verteilt in die bestehende Struktur einzuleiten. Die Terrassenkonstruktion wurde als schubsteife Scheibe ausgeführt, um die Horizontallasten aus dem Rankgerüst in die Roste einzuleiten.

Das Haupttragwerk des Rankgerüsts bildet ein Raumfachwerk, welches aus quadratischen Profilen und Zugstäben besteht. Für die Ermittlung der optimalen Tragwerksvariante wurden unterschiedliche Aussteifungskonzepte untersucht. Diese wurden zwischen Bollinger+Grohmann und Riepl Riepl Architekten diskutiert. Letztendlich entschied man sich dafür, das Dach als Raumfachwerk auszuführen und teilweise von der Horizontalen in die Vertikale zu führen. Diese Ausbildung als biegesteifer Fachwerkrahmen stellt im Wesentlichen die horizontale Aussteifung sicher. Die Stützen sind in ca. 6 m Höhe oberhalb der Dachoberkante an die Terrassenkonstruktion angebunden.

An den Seitenflächen der Konstruktion sollen Kletterpflanzen wachsen. Dazu wurden Rankseile in einem Abstand von 50 cm entlang der Konstruktion angeordnet. Die Planung und Konzeption dieser Seile war eine besondere Herausforderung für die Tragwerksplanung. Zum einen mussten umfangreiche Überlegungen für die Steuerung der Normalkräfte in den Rankseilen sowie die zulässige horizontale Auslenkung der Zugseile angestellt werden. Zum anderen waren das Holzgewicht und realistische Windlastansätze zu ermitteln.

Aufgrund der zusätzlichen Vertikallasten und der horizontalen Windkräfte aus der neuen Stahlkonstruktion, musste auch der Bestand untersucht werden. Dies wurde durch umfangreich vorhandene Planungsunterlagen aus dem Jahr 1973/74 erleichtert. Ergebnis der Untersuchungen waren notwendige Verstärkungsmaßnahmen am Bestand. So wurden beispielsweise vier Lüftungsschächte, die ursprünglich vom Bauwerk getrennt waren, mittels Stahllaschen im zehnten Obergeschoss mit dem Haupttrakt verbunden. Außerdem klebte man im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss CFK-Lamellen zur Verstärkung an die Schächte.

Durch die enge Kooperation zwischen Bollinger+Grohmann und Riepl Riepl Architekten ist mit dem Somnium eine sehr gelungene räumliche Tragstruktur entstanden, die architektonische Anforderungen mit denen der Tragwerksplanung vereint.

Projekt-Standort

JKU - Johannes Kepler Universität Linz
Altenbergerstraße 69
4040 Linz, Österreich

Schlüsselwörter

Stahl Stahlkonstruktion Fachwerk Raumfachwerk Dachterrasse Aussichtsterrasse Aussichtsplattform

Schreiben Sie einen Kommentar...

Schreiben Sie einen Kommentar...

  • Aufrufe 1330x
  • Aktualisiert 15. Juli 2021

Kontakt

Kontakt zu Dlubal

Haben Sie Fragen oder brauchen Sie einen Rat? Kontaktieren Sie uns über unseren kostenlosen E-Mail-, Chat- bzw. Forum-Support oder nutzen Sie die häufig gestellten Fragen (FAQs) rund um die Uhr.

+49 9673 9203 0

info@dlubal.com

Event Invitation

SWISS BAU 2022

Messe 18. Januar 2022 - 21. Januar 2022

Event-Einladung

Structures Congress 2022

Seminar/Konferenz 21. April 2022 - 22. April 2022

Event Invitation

40. Deutscher Stahlbautag

Seminar/Konferenz 29. September 2022 - 30. September 2022

Effiziente BIM-Anbindung von RSTAB/RFEM und IDEA StatiCa

Effiziente BIM-Anbindung von RSTAB/RFEM und IDEA StatiCa

Webinar 16. Juli 2021 11:00 - 12:00 CEST

Glass Design mit Dlubal Software

Glass Design mit Dlubal Software

Webinar 8. Juni 2021 14:00 - 14:45 CEST

Glasbemessung mit Dlubal-Software

Glasbemessung mit Dlubal-Software

Webinar 1. Juni 2021 14:00 - 14:45 CEST

Blast Time History Analysis in RFEM

Zeitverlaufsanalyse einer Explosion in RFEM

Webinar 13. Mai 2021 14:00 - 15:00 EDT

Holzbau | Teil 2: Bemessung

Holzbalken und Flächenstrukturen | Teil 2: Bemessung

Webinar 11. Mai 2021 14:00 - 15:00 CEST

Tragwerke aus Holz | Teil 2: Bemessung

Stab- und Flächentragwerke aus Holz | Teil 2: Bemessung

Webinar 27. April 2021 14:00 - 14:45 CEST

Platten- und Schalenbeulen mit Dlubal-Software

Platten- und Schalenbeulen mit Dlubal-Software

Webinar 30. März 2021 14:00 - 14:45 CEST

Plattenbeulen und Schalenbeulen mit Dlubal-Software

Plattenbeulen und Schalenbeulen mit Dlubal-Software

Webinar 23. März 2021 14:00 - 14:45 BST

CSA S16:19 Stahlbemessung in RFEM

CSA S16: 19 Stahlbemessung in RFEM

Webinar 10. März 2021 14:00 - 15:00 EDT