Holz-Tennis-Halle: Kombination aus Tragwerksanalyse und innovativer Gründungs
Die Tennishalle hat die maximalen Abmessungen von circa 36,0 m x 18,0 m und eine Höhe von circa 9,4 m. Sie wurde in konventioneller Holzbauweise errichtet. Die vertikale Lastabtragung erfolgt über Pfetten, Nebenträger und Binder auf die Holzstützen in die Mikroschraubpfähle. Für die Aussteifung der Halle in Längsrichtung sorgen die Holzrahmen und in Querrichtung die Diagonalverbände aus Stahl.
Wichtige Features in RFEM, die Arbeit erleichtern
Für Martin Grella sind besonders zwei Features in RFEM sehr hilfreich. Zum einen die Funktion „Stablasten aus Flächenlasten“, die ihm die Arbeit enorm erleichtert, wenn Flächenlasten auf Stäbe angesetzt werden müssen. Diese Funktion spart viel Zeit, da sie den Prozess automatisiert und die Lasten korrekt auf die entsprechenden Stäbe verteilt.
Zum anderen ist die Schnittstelle zwischen RFEM und Tekla Structures eine Funktion, die von ihm häufig genutzt wird. Sie ermöglicht es, das Statikmodell inklusive der Querschnittsinformationen direkt in Tekla zu übernehmen. Dadurch muss nicht jedes Detail manuell übertragen werden, sondern es kann schnell mit dem gleichen Modell in der Detailplanung weitergearbeitet werden. Dies steigert die Effizienz erheblich und reduziert Fehler.
Martin Grella M.Sc.
GRELLA Hochbau GmbH
Mikroschraubpfähle: Eine flexible Lösung für Leichtbaukonstruktionen
Bei Mikroschraubpfählen handelt es sich um zusammengesetzte Verdrängungspfähle gemäß DIN EN 12699 aus feuerverzinktem Stahl teilweise mit Schraubgängen als verlängerbare Tiefengründung. Die Außendurchmesser der Rohre betragen circa von 9,0 bis 14,0 cm. Je nach Tragfähigkeit des Baugrundes werden dies mit Längen von 1,0 bis 10,0 m in den Boden eingebohrt.
Sie sind eine sehr effektive und einfache Lösung, vor allem bei Leichtbauten, Modulbauten oder wenig tragfähigen Böden. Sie aktivieren auch einen Erdkegel, der das Gewicht des Bodens aufnimmt, um neben Druckkräften auch Zugkräfte aufzunehmen. Bei der Tennishalle war dies ideal, weil der Boden bereits vorhanden war. Das Fundament konnte direkt an der gewünschten Stelle ohne Erdarbeiten gesetzt werden. Für uns als Planer ist es auch von Vorteil, dass wir die Tragfähigkeit von jedem Pfahl durch das Drehmoment messen können, das beim Eindrehen der Pfähle entsteht.