Der Rahmenträger ist mittels biegesteifer Stirnplatten an den Stützen anzuschließen. Außerdem sind die äußeren Gitterträger – Stäbe Nr. 5 und 6 – über Fahnenbleche an den Stützen zu befestigen.
Um einen neuen Stahlanschluss zu definieren, öffnen Sie im „Navigator - Daten“ die Kategorie Stahlanschlüsse. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Stahlanschlüsse. Wählen Sie im Kontextmenü Neuer Stahlanschluss aus.
Im Dialog „Neuer Stahlanschluss“ ist die Standardkonfiguration für die GZT-Bemessung eingestellt. Falls keine Steifigkeitsanalyse-Konfiguration voreingestellt ist, wählen Sie im Bereich „Zusätzliche Analyse“ den Eintrag 1 - Anfangssteifigkeit | Keine Interaktion, damit der Anschluss klassifiziert wird.
Um die relevanten Knoten der Verbindung grafisch festzulegen, klicken Sie im Bereich „Zugewiesen an Knoten Nr.“ auf die Schaltfläche
. Wählen Sie anschließend die beiden Eckknoten Nr. 16 und 17 aus, indem Sie im Arbeitsfenster nacheinander darauf klicken.
Klicken Sie auf „OK“, um zum Dialog zurückzukehren, in dem die Knotennummern nun festgelegt sind. Im Bereich „Zuordnung der Stäbe“ hat das Programm drei „Stäbe“ erzeugt. Diese stellen Stabtypen für die Bemessung dar, die auf der Topologie der ausgewählten Knoten basieren.
Stäbe mit identischen Eigenschaften und ähnlichen Positionen im Modell werden gruppiert.
Wechseln Sie zum Reiter Stäbe. Wenn Sie in der Spalte „Status“ einen Stabtyp auswählen, können Sie dessen Lage in der Modellansicht auf der rechten Seite überprüfen. Sie können die Stabtypen umbenennen, um einen besseren Überblick zu erhalten: Ersetzen Sie „Stab 1” durch Stütze, „Stab 2” durch Rahmenträger, und „Stab 3” durch Gitterträger.
Einer der im Knoten zusammentreffenden Stäbe muss mit gelagerten Enden versehen sein. Andernfalls kann das Ersatz-Stahlanschluss-FE-Modell nicht bemessen werden. Das Knotenlager der Stütze wird für diesen Stab automatisch erkannt und voreingestellt.
Um den Anschluss des Rahmenträgers zu klassifizieren, wählen Sie das Feld in der zweiten Zeile der Spalte „Steifigkeitsanalyse“ aus. Öffnen Sie die Liste und wählen Sie dann alle Schnittgrößen (N, My, Mz) für die Analyse aus.
Zusätzlich muss die Länge des Rahmenträgers für die Steifigkeitsanalyse angepasst werden (der Durchlaufstab wurde geteilt, um Verbindungen für die Rasterträger anzusetzen – siehe Kapitel Anpassen des Modells ). Stellen Sie sicher, dass die zweite Zeile im Bereich „Stäbe“ noch ausgewählt ist. Klicken Sie dann im Bereich „Steifigkeitsklassifizierung“ auf das Feld Aus globalem Modell. Öffnen Sie die Liste und wählen Sie dort die Option Benutzerdefiniert aus.
Wählen Sie anschließend die Option Für alle Knoten gleich. Geben Sie schließlich für die Parameter Ly und Lz jeweils die Länge des Rahmenträgers von 5 m ein.
Nun können Sie mit der Definition der Komponenten der Verbindung beginnen. Wechseln Sie dazu ins Register Komponenten.
Stirnplatte (Rahmenträger - Stütze)
Die Komponentenliste ist noch leer. Um die Stirnplattenkomponente für den Rahmenträger zu erstellen, klicken Sie im Bereich „Komponenten“ auf die Schaltfläche
.
Wählen Sie im Fenster „Komponente wählen“ den Komponententyp Stirnplatte durch Anklicken aus.
Sie kehren zum Reiter „Komponenten“ zurück, wo die Stirnplatte als neuer Komponententyp festgelegt ist.
Wählen Sie im Bereich „Komponenteneinstellungen“ in der Liste (1) den Rahmenträger als „Angeschlossener Stab 1“ aus. Wählen Sie als „Bezugsstab“ die Stütze aus (2).
Legen Sie außerdem die folgenden Parameter zur Definition der Stirnplatte fest.
Platte
| Material | 2 - S 235 |
| Dicke | 15 mm |
| Linker Versatz | 0 mm |
| Rechter Versatz | 0 mm |
Schrauben
| Durchmesser | M16 |
| Festigkeit | 10.9 |
| Abstand horizontal | 40 120 40 mm (Werte durch Leerzeichen trennen) |
| Anzahl vertikal | 2 |
| Abstand vertikal | 55 100 55 mm |
| Vorgespannte Schrauben | Aktiviert |
| Gewinde in Scherfuge | Deaktiviert |
Schweißnähte
| Flansch 1 | 6 mm |
| Steg | 4 mm |
| Flansch 2 | 6 mm |
Die Komponenteneinstellungen sollten dann wie im folgenden Bild aussehen.
Stabschnitt und Fahnenblech (Rasterträger - Stütze)
Die nächste zu definierende Komponente verbindet den Gitterträger über ein Fahnenblech mit der Stütze. Dazu muss die Stütze mithilfe der Komponente „Stabschnitt“ bis zur Oberkante des Gitterträgers verlängert werden. Anschließend kann die Komponente „Fahnenblech“ angewendet werden.
Anstatt die beiden Komponenten separat zu definieren, ist es praktischer, eine der Vorlagen aus der Komponentenbibliothek zu verwenden. Klicken Sie im Bereich „Komponenten“ auf die Schaltfläche
, um diese Bibliothek im Dlubal Center zu öffnen.
Das Dlubal Center bietet eine große Vielfalt an Vorlagen. Um die passende zu finden, können Sie die Filteroptionen verwenden: Wählen Sie in der Kategorie „Verbindungselement“ den Typ Fahnenblech aus (1). Da nur zwei Elemente verbunden werden, wählen Sie in der Kategorie „Anzahl Elemente“ 2 aus (2). Nun wird im zentralen Bereich nur noch ein Typ angezeigt. Wählen Sie das Fahnenblech aus (3).
Klicken Sie auf OK (4).
Es öffnet sich der Dialog „Stahlanschluss-Vorlage anwenden“, in dem das Programm die Stäbe und Materialien für die Anwendung der Vorlage automatisch einträgt. Diese Zuordnung muss jedoch manuell angepasst werden: Wählen Sie für den Stab „Stütze“ den Eintrag Stütze aus der Liste aus (1). Legen Sie dann für den Stab „Träger“ den Gitterträger fest (2).
Wenn Sie auf OK (3) geklickt haben, werden zwei neue Komponententypen in die Komponentenliste aufgenommen: „Stabschnitt“ und „Fahnenblech“.
Wenn Sie die Komponente „Stabschnitt“ deaktivieren, indem Sie das Kontrollfeld deselektieren, sehen Sie in der Vorschau, wie die Stütze angepasst wurde. Aktivieren Sie das Kontrollfeld jedoch wieder, damit die Komponente auf die Verbindung angewendet wird!
Wählen Sie die Komponente Fahnenblech aus, indem Sie auf die dritte Zeile im Bereich „Komponenten“ klicken. Die Standardwerte im Bereich „Komponenteneinstellungen“ sind geeignet. Das Einzige, was Sie hier anpassen müssen, ist das Deaktivieren des Kontrollfelds Gewinde in Scherfuge.
Die Komponenteneinstellungen sollten dann wie im folgenden Bild aussehen.
Wechseln Sie zum Reiter Plausibilitätskontrolle. Die Verbindung ist korrekt definiert, da das Programm keine Fehler feststellt.
Klicken Sie auf OK, um den Dialog zu schließen. Im Arbeitsfenster wird die Verbindung an den beiden Eckknoten als vereinfachtes Modell angezeigt. Wenn Sie in der Symbolleiste im Listenfeld
die Option Detailliertes Anschlussmodell auswählen, können Sie die 3D-Ansicht der Komponenten aktivieren.