Bei der Analyse von Strömungsproblemen ist die Gleichheit der Strömung um das Objekt von entscheidender Bedeutung, wie in den Windkanal-Richtlinien hervorgehoben wird. Man unterscheidet dabei generell zwischen stromlinienförmigen und stumpfen Körpern, wobei die Grenze zwischen diesen Kategorien nicht immer eindeutig ist. Stromlinienförmige Körper zeichnen sich dadurch aus, dass die Strömung den Konturen ihrer Geometrie folgt. Querkräfte spielen hier eine wesentliche Rolle und die Strömungswiderstandsbeiwerte variieren mit der Reynolds-Zahl. Die Bestimmung des Ablösepunktes der Strömung ist aufwendig und oft variabel. Im Gegensatz dazu weisen stumpfe Körper definierte Trennstellen an ihren Rändern auf. Damit ergeben sich Ergebnisse, die ab einer bestimmten Reynolds-Zahl (bei voll ausgebildeter Turbulenz) weniger abhängig von der Reynolds-Zahl sind. Erkenntnisse aus Windkanalversuchen lassen sich somit besser auf großmaßstäbliche Szenarien übertragen. Bei stumpfen Körpern resultieren die Strömungswiderstandsbeiwerte hauptsächlich aus Druckdifferenzen. Diese Unterscheidung ist grundlegend für die genaue Modellierung und Interpretation von Strömungsphänomenen in der CFD-Simulation und im Windkanalversuch.
F. Dokumentation
- F1. Dokumentation der Modellierung
- F2. Dokumentation einer numerischen Simulation
- F3. Dokumentation von Ergebnisgrößen und Beiwerten
- F4. Dokumentation von Zusatzinformationen zu dynamischen Untersuchungen
- F5. Dokumentation zusätzlicher Informationen für besondere Genauigkeitsanforderungen (Gruppen 2 und 3)
H. Beispiele
- H1.1. Quadratische Ebene in 2D
- H1.2. Brückenquerschnitt
- H.1.3. Beispiel zum Würfel
- H1.4 Test der atmosphärischen Grenzschicht
- H 1.6. Messdaten für Windlasten auf kleinen Gebäuden (WTG-Beispiel 9.3)
- H.1.7. Messdaten für mehrere Bauwerke (WTG-Beispiel 9.4)
- H.1.8. Messdaten für Windlasten auf zylindrische Strukturen (WTG-Beispiel 9.5)
D2. Stumpf- vs. Stromlinienförmige Körper
Übergeordnetes Kapitel