In der Tabelle Bemessungssituationen der Kategorie 'Betonfundamente' sind alle Bemessungssituationen aufgelistet, die für das Modell definiert wurden. Bei Betonfundamenten sind für die Zuordnung der Bemessungssituationstypen zwei Normen relevant:
- EN 1992 für die Betonbemessung
- EN 1997 für die geotechnischen Nachweise
Die Bemessungssituationen sind im Kapitel Bemessungssituationen des RFEM-Handbuchs beschrieben.
Die Nachweise nach EN 1992 und EN 1997 werden je nach Grenzzustand auf unterschiedliche Bemessungssituationen verteilt:
| Bemessungssituation | Geführte Nachweise |
|---|---|
| BS1 – GZT (STR/GEO), Gl. 6.10 | EN-1992-Nachweise (Biegung, Durchstanzen, Schubwiderstand, Mindestbewehrung u. a.) sowie Grundbruch und Gleiten nach EN 1997 |
| BS2 – GZG charakteristisch | Starke exzentrische Belastung & Fundamentverdrehung (Begrenzung der klaffenden Fuge) nach EN 1997 |
| BS3 – GZT (EQU) | Lagesicherheit (Gleichgewicht des Fundamentkörpers) nach EN 1997 |
Bemessungssituationen für Betonfundamente auswählen
Das Kontrollfeld 'Zu Bemessen' ist per Voreinstellung für alle Bemessungssituationen aktiviert. Damit werden sämtliche Bemessungssituationen bei den Betonfundamentnachweisen untersucht. Wenn Sie das Häkchen von einem Kontrollfeld entfernen, wird die entsprechende Bemessungssituation für die Betonbemessung deaktiviert und es werden keine Nachweise für diese Bemessungssituation geführt.
Die Einstellungen in der Tabelle sind mit den Vorgaben zu die Bemessungssituationen im Dialog 'Lastfälle und Kombinationen' synchronisiert.
Eigengewichte für Betonfundamente
Im Register 'Lastfälle' des Dialogs 'Lastfälle und Kombinationen' können Sie lastfallweise festlegen, ob und wie das Eigengewicht für Betonfundamente berücksichtigt werden soll. Haken Sie hierzu im Abschnitt 'Eigengewicht' die Option Eigengewichte für Betonfundamente an. Das Register Betonfundamente wird hinzugefügt.
Im Register 'Betonfundamente' können Sie festlegen, ob das Eigengewicht der Fundamentstruktur, der Überschüttung und des Grundwassers berücksichtigt werden soll.
Wenn Überschüttung und Grundwasser aktiviert sind und ihre Eigenschaften im Dialog Bodeneigenschaften definiert wurden, werden die entsprechenden Lasten automatisch erzeugt. Sind sie deaktiviert, müssen Sie diese gegebenenfalls als zusätzliche Fundamentlasten manuell definieren. Eine Erläuterung hierzu finden Sie in den Kapiteln Überschüttung und Grundwasser.
Zugehörige charakteristische Lastkombinationen
Für die geotechnischen Nachweise Grundbruch und Gleiten ist es notwendig, jeder GZT-Lastkombination eine zugehörige charakteristische Lastkombination (GZG) zuzuweisen. Das können Sie im Register Lastfälle und Kombinationen erledigen. Die GZG-Kombination wird benötigt, um die Lastexzentrizität und den Scherwiderstand korrekt zu berechnen. Ohne diese Zuweisung können die entsprechenden Nachweise nicht durchgeführt werden.