Im Dialog Brandschutzkonfiguration treffen Sie grundlegende Einstellungen für den Brandschutznachweis der Stäbe und Flächen ("Heißbemessung"). Hier legen Sie fest, wie lange die Objekte der Brandeinwirkung widerstehen müssen und welche Seiten des Querschnitts oder der Fläche dem Brand ausgesetzt sind.
Das Konzept der Bemessungskonfigurationen ist im Kapitel Holzbemessung beschrieben. Auch die Brandschutzkonfigurationen sind auf die Norm abgestimmt, die Sie bei den Modell-Basisangaben für die Holzbemessung festgelegt haben.
Stäbe
Im Register Stäbe treffen Sie die Einstellungen für die Brandbemessung von Stäben und Stabsätzen.
Erforderliche Dauer des Brandschutzes / Einwirkungsdauer
Legen Sie fest, wie lange die Stäbe dem Brand widerstehen müssen bzw. wie lange die Brandbeanspruchung wirksam ist. Bei einigen Normen werden Optionen für typische Anforderungen angeboten. Sie können die Branddauer aber auch benutzerdefiniert angeben.
Brandbeanspruchung
Mit den Kontrollfeldern können Sie steuern, welche Seiten des Querschnitts dem Brand ausgesetzt sind.
Der Abbrand infolge der Branddauer und Brandexposition des Querschnitts führt zu einem Restquerschnitt, an dem der Nachweis nach der jeweiligen Norm erfolgt.
Flächen
Im Register Flächen treffen Sie die Einstellungen für die Brandbemessung von Flächen.
Einstellungen für Brandbemessung
Legen Sie fest, wie lange die Flächen dem Brand widerstehen müssen bzw. wie lange die Brandbeanspruchung wirksam ist. Bei der Bemessung nach EN 1995-1-2 [1] können Sie angeben, ob der Brand bei einer Wand oder einer Decke stattfindet und ob jeweils eine hitzebeständige Verklebung von Brettsperrholzschichten vorliegt. Bei einer hitzebeständigen Verklebung verläuft der Abbrand linear. Ist die Verklebung nicht hitzebeständig, wird ein treppenförmiger Verlauf des Abbrands angesetzt.
Die 'Dicke zum Vernachlässigen der durch Brand reduzierten Schicht' definiert die Mindestdicke einer Schicht für die Bemessung: Die Schicht wird nur dann berücksichtigt, wenn ihre verbleibende Dicke nach dem Abbrand größer ist als der angegebene Wert. Dünnere Restschichten werden nicht berücksichtigt.
Brandbeanspruchung
Geben Sie an, welche Seite(n) der Fläche dem Brand ausgesetzt sind. Die Flächenseite 'Oben (-z)' ist die negative Flächenseite (also entgegengesetzt der lokalen z-Achse), die Flächenseite 'Unten (+z)' die positive Flächenseite.
Mit den Kontrollfeldern 'Anfänglich geschützt von oben/unten' können Sie festlegen, ob die Fläche durch bestimmte Vorkehrungen gegen Brandeinwirkung geschützt ist, beispielsweise Brandschutzverkleidungen in Form von Gipskartonplatten. Ist dies der Fall, geben Sie die Parameter wie die Versagenszeit der Brandschutzbekleidung an. Sie beschreibt, ab wann die Brandbeanspruchung für die Fläche wirksam wird.
Norm-Parameter
Das Register Norm-Parameter verwaltet die normenspezifischen Parameter.
Hier können Sie die Abbrandraten, Beiwerte oder Anpassungsfaktoren überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Bemessungssituation für Brand
Für die Bemessung im Brandfall muss auf Bemessungsseite ein Bemessungssituationstyp bzw. Grenzzustandstyp mit der Bezeichnung Brand ausgewählt sein. Ist dies nicht der Fall, findet keine Heißbemessung statt! Weisen Sie daher in der Tabelle Bemessungssituationen den geeigneten Typ zu.
Wenn Sie im RFEM-Dialog Lastfälle und Kombinationen eine Bemessungssituation für den Brandfall erstellt haben, ist der Typ passend voreingestellt.