Stabdrehbettungen bieten die Möglichkeit, die Verdrehbehinderung eines Stabes oder Stabsatzes um seine Längsachse durch Bauteile wie Verbände oder die Dachhaut zu erfassen. Eine Stabdrehbettung wird bei der Ermittlung des kritischen Biegedrillknickmomentes bzw. des Verzweigungslastfaktors für Biegedrillknicken berücksichtigt, wenn dieses mit dem internen Eigenwertlöser ermittelt wird. Dabei wird über den gesamten Stab oder Stabsatz eine konstante Drehfeder angesetzt.
Stabdrehbettungen sind für den Holzbau eher nicht von Interesse, da in der Literatur keine holzbauspezifischen Untersuchungen zur Berücksichtigung von Drehfedern existieren. Der Vollständigkeit halber wird diese Option im Programm dennoch angeboten.
Drehbettungsstyp
In der Liste stehen mehrere Drehbettungstypen zur Auswahl (siehe Bild Dialog 'Neue Stabdrehbettung')
- Kontinuierlich
- Diskret
- Manuell
Manuell
Sie können den Wert der Drehfedersteifigkeit CD manuell festlegen.
Zuordnung über Stablager
Die Stabdrehbettung ist einem Stab oder Stabsatz über ein Stablager zuzuweisen. Nutzen Sie hierzu die grafische Auswahlmöglichkeit über die Schaltfläche
(siehe Bild Stablager zuweisen) oder verwenden den Stablager-Dialog. Wählen Sie dort in der Liste 'Nichtlinearität / Fiktive Steifigkeiten' die Option Drehbettung um x aus.
Im Register 'Drehbettung' können Sie die passende Stabdrehbettung zuordnen.
Auch im Bearbeitungsdialog der Stabdrehbettung besteht die Möglichkeit, die Drehbettung einem Stablager grafisch über die Schaltfläche
zuzuweisen. Für das Stablager muss jedoch bereits eine fiktive Steifigkeit des Typs 'Drehbettung um x' vorliegen.