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29. Mai 2024

Bemessungssituationen

In der Tabelle Bemessungssituationen der Kategorie 'Betonfundamente' sind alle Bemessungssituationen aufgelistet, die für das Modell definiert wurden. Bei Betonfundamenten sind für die Zuordnung der Bemessungssituationstypen zwei Normen relevant:

  • EN 1992 für die Betonbemessung
  • EN 1997 für die geotechnischen Nachweise

Die Bemessungssituationen sind im Kapitel Bemessungssituationen des RFEM-Handbuchs beschrieben.

Die Nachweise nach EN 1992 und EN 1997 werden je nach Grenzzustand auf unterschiedliche Bemessungssituationen verteilt:

Bemessungssituation Geführte Nachweise
BS1 – GZT (STR/GEO), Gl. 6.10 EN-1992-Nachweise (Biegung, Durchstanzen, Schubwiderstand, Mindestbewehrung u. a.) sowie Grundbruch und Gleiten nach EN 1997
BS2 – GZG charakteristisch Starke exzentrische Belastung & Fundamentverdrehung (Begrenzung der klaffenden Fuge) nach EN 1997
BS3 – GZT (EQU) Lagesicherheit (Gleichgewicht des Fundamentkörpers) nach EN 1997

Bemessungssituationen für Betonfundamente auswählen

Das Kontrollfeld 'Zu Bemessen' ist per Voreinstellung für alle Bemessungssituationen aktiviert. Damit werden sämtliche Bemessungssituationen bei den Betonfundamentnachweisen untersucht. Wenn Sie das Häkchen von einem Kontrollfeld entfernen, wird die entsprechende Bemessungssituation für die Betonbemessung deaktiviert und es werden keine Nachweise für diese Bemessungssituation geführt.

Die Einstellungen in der Tabelle sind mit den Vorgaben zu die Bemessungssituationen im Dialog 'Lastfälle und Kombinationen' synchronisiert.

Eigengewichte für Betonfundamente

Im Register 'Lastfälle' des Dialogs 'Lastfälle und Kombinationen' können Sie lastfallweise festlegen, ob und wie das Eigengewicht für Betonfundamente berücksichtigt werden soll. Haken Sie hierzu im Abschnitt 'Eigengewicht' die Option Eigengewichte für Betonfundamente an. Das Register Betonfundamente wird hinzugefügt.

Im Register 'Betonfundamente' können Sie festlegen, ob das Eigengewicht der Fundamentstruktur, der Überschüttung und des Grundwassers berücksichtigt werden soll.

Wenn Überschüttung und Grundwasser aktiviert sind und ihre Eigenschaften im Dialog Bodeneigenschaften definiert wurden, werden die entsprechenden Lasten automatisch erzeugt. Sind sie deaktiviert, müssen Sie diese gegebenenfalls als zusätzliche Fundamentlasten manuell definieren. Eine Erläuterung hierzu finden Sie in den Kapiteln Überschüttung und Grundwasser.

Wichtig

Das Eigengewicht der Fundamentstruktur muss in einem Lastfall aktiviert sein, damit die Betonfundamentnachweise berechnet werden können.

Tipp

Damit das Eigengewicht im Grenzzustand der Tragfähigkeit auch mit dem Teilsicherheitsbeiwert 1,0 kombiniert wird, aktivieren Sie beim Kombinationsassistenten im Abschnitt 'Optionen II' das Kontrollfeld Günstige ständige Einwirkungen.


Bemessungssituation für die Gleitsicherheit

Beim Gleitnachweis wirkt die Vertikallast stabilisierend (sie erzeugt die Reibung in der Sohlfuge). Eine günstig wirkende Last darf nicht mit GZT Beiwerten faktorisiert werden, weil das den Gleitwiderstand künstlich erhöhen und damit ein unsicheres Ergebnis liefern würde. Deshalb muss die Vertikalkraft mit ihrem charakteristischen (unfaktorisierten) Wert angesetzt werden.

Damit das Add-on diesen Wert ermitteln kann, muss jeder GZT Lastkombination die zugehörige charakteristische Einwirkung zugewiesen werden:

Tipp

Bei Verwendung des Lastkombinations-Assistenten werden die zugehörigen Lastkombinationen automatisch zugewiesen.

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