Die Gebrauchstauglichkeitskonfiguration ist in mehrere Register gegliedert, welche die Vorgaben für die einzelnen Nachweise übersichtlich strukturieren.
Stäbe
Im Register Stäbe des Dialogs 'Gebrauchstauglichkeitskonfiguration' legen Sie die Grenzwerte fest, die für die Verformungen der Stäbe und Stabsätze gelten.
Gebrauchstauglichkeits-Grenzwerte (Durchbiegungen) nach 7.2
Es existieren verschiedene Bemessungssituationstypen für Gebrauchstauglichkeitsnachweise (siehe Kapitel Bemessungssituationen des RFEM-Handbuchs). Beim Nachweis nach EN 1999-1-1 wird zwischen der charakteristischen, der häufigen und der quasi-ständigen Kombination unterschieden. Für jeden Kombinationstyp können Sie spezifische Grenzwerte der Durchbiegungen festlegen, die jeweils für die Richtungen der Stabachsen gelten.
Die Grenzwerte der Verformungen sind prinzipiell auf die Längen der Bauteile bezogen: Je länger ein Stab ist, desto größere Durchbiegungen sind zulässig. In der Liste neben dem 'Definitionstyp' können Sie auswählen, in welcher Form Sie den Grenzwert definieren möchten.
- Relativer Wert: Der Grenzwert wird auf die Länge des Stabes oder Stabsatzes bezogen definiert.
- Absoluter Wert: Der Wert der maximalen Durchbiegung wird direkt festgelegt.
- Summe aus relativem und absolutem Wert: Der Grenzwert addiert sich aus dem relativen Wert und dem Absolutwert.
- Min. des relativem und absolutes Werts: Als Grenzwert gilt der kleinere Wert von Relativ- oder Absolutwert.
- Max. des relativem und absolutes Werts: Als Grenzwert gilt der größere Wert von Relativ- oder Absolutwert.
Je nach Lagerung des Bauteils – beidseitig gelagerter 'Träger' oder einseitig gelagerter 'Kragträger' – sind in der Regel unterschiedliche Grenzwerte der Durchbiegung relevant. Der Typ, der für ein bestimmtes Segment vorliegt, wird automatisch anhand der zugeordneten Bemessungsauflager bestimmt: Ein Segment mit Bemessungsauflagern an beiden Seiten oder ohne Bemessungsauflager wird als Träger eingestuft, ein Segment mit einem Bemessungsauflager an einer Seite als Kragträger. Die Bemessungsauflager können Sie im Register Bemessungsauflager und Durchbiegung der Stäbe und Stabsätze festlegen.
Falls erforderlich, passen Sie die voreingestellten Grenzwerte für die Verformungsnachweise der Objekte an.
Soll beim Verformungsnachweis eine Überhöhung (Vorverformung des Bauteils beim Einbau) berücksichtigt werden, so können Sie diese Vorkrümmung bei den Eigenschaften des Stabes oder Stabsatzes angeben (siehe Kapitel Bemessungsauflager und Durchbiegung). Dort können Sie auch festlegen, ob sich die maximalen Verschiebungen auf die verschobenen Segmentenden oder das unverformte Ausgangssystem beziehen.
Schwingung
Die Kategorie 'Schwingung' ermöglicht es, die Verformung für den Schwingungsnachweis auf einfache Weise mit Bezug auf eine Schwingungsamplitude zu überprüfen. Für diesen Nachweis werden alle Bemessungssituationen berücksichtigt, denen in der Tabelle Bemessungssituationen der Typ GZG - Schwingung zugewiesen ist. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um entsprechende Lastkombinationen oder Ergebniskombinationen handelt, die die Maximalwerte der Schwingungsamplituden in Form von Durchbiegungen enthalten. Diese werden mit dem Grenzwert in die jeweilige Achsenrichtung verglichen.
Flächen
Im Register Flächen des Dialogs 'Gebrauchstauglichkeitskonfiguration' legen Sie die Grenzwerte fest, die für die Verformungen der Flächen gelten.
Wie für die Stäbe existieren verschiedene Bemessungssituationstypen für Gebrauchstauglichkeitsnachweise. Für jeden Kombinationstyp können Sie spezifische Grenzwerte der Durchbiegungen festlegen. Sie sind auf die Längen der Bauteile bezogen. Die Liste neben dem 'Definitionstyp' enthält mehrere Auswahlmöglichkeiten, in welcher Form ein Grenzwert definiert werden kann (siehe Bild Bezug der Verformung festlegen):
- Relativer Wert: Der Grenzwert wird auf die Länge der Fläche bezogen definiert.
- Absoluter Wert: Der Wert der maximalen Durchbiegung wird direkt festgelegt.
- Summe aus relativem und absolutem Wert: Der Grenzwert addiert sich aus dem relativen Wert und dem Absolutwert.
- Min. des relativem und absolutes Werts: Als Grenzwert gilt der kleinere Wert von Relativ- oder Absolutwert.
- Max. des relativem und absolutes Werts: Als Grenzwert gilt der größere Wert von Relativ- oder Absolutwert.
Je nach Lagerung des Bauteils – beidseitig gelagerte Fläche oder einseitig gelagerte Kragfläche – sind in der Regel unterschiedliche Grenzwerte der Durchbiegung relevant. Diese Lagerung ist als 'Flächentyp' ist bei den Eigenschaften der Fläche oder des Flächensatzes im Register Durchbiegung zu definieren. Dort können Sie auch festlegen, ob sich die maximalen Verschiebungen auf das unverformte System, eine verformte Referenzebene oder eine Parallelfläche beziehen und angeben, wie die Bezugslänge bestimmt werden soll.
Falls erforderlich, passen Sie die voreingestellten Grenzwerte für die Verformungsnachweise der Objekte an.