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5. Dezember 2023

Zusätzliche Stabergebnisse

Die Navigator-Kategorie Zusätzliche Stabergebnisse ermöglicht es, die Eigenformen der Stäbe und Stabsätze grafisch darzustellen. In den Tabellen werden die Eigenformen nicht ausgegeben.

Eigenformen

Wenn für den Biegedrillknicknachweis die Eigenwertmethode zur Ermittlung des kritischen Moments Mcr oder des kritischen Lastfaktors αcrit verwendet wird, steht als Ergebnis auch die zugehörige Eigenform zur Verfügung.

Die Eigenformen lassen sich auf unterschiedliche Kriterien bezogen darstellen:

  • Nach selektiertem Nachweis

Die Eigenform wird speziell für den Nachweis angezeigt, der in der Ergebnistabelle selektiert ist. Der Nachweis bezieht sich in diesem Fall immer auf einen Stab oder Stabsatz. Im Arbeitsfenster wird die Eigenform dieses Objekts für die im konkreten Nachweis genutzte Lastsituation dargestellt. Diese Option eignet sich für die gezielte Kontrolle eines bestimmten Nachweises.

  • Nach maßgebendem Nachweis

Für alle Objekte werden die Eigenformen angezeigt, die jeweils für den Stabilitätsnachweis maßgebend sind. In der Grafik werden somit mehrere Eigenformen nebeneinander dargestellt, obwohl diese unabhängig voneinander auftreten oder auf unterschiedlichen Lastsituationen beruhen können. Diese Option eignet sich insbesondere in Verbindung mit Sichtbarkeiten für die Dokumentation der Ergebnisse, wenn jeweils die Eigenformen der sichtbaren Objekte dargestellt werden.

  • Nach individueller LK

Für alle Objekte werden die Eigenformen angezeigt, die für eine bestimmte Lastkombination gelten – unabhängig davon, ob diese LK für den Nachweis maßgebend ist. Stellen Sie die Lastkombination über die Liste der Lasten in der Symbolleiste ein. Diese Option eignet sich zur Plausibilitätskontrolle der festgelegten Randbedingungen und Knotenlager.

Skalierung der Eigenformen

Im unteren Navigatorabschnitt können Sie auswählen, wie die dimensionslosen Zahlenwerte der Eigenformen auf die Bezugslänge 1 skaliert werden sollen. Diese Methode wird auch als "Normierung" bezeichnet.

  • |u| = 1

Der Wert des Eigenformvektors wird auf 1 skaliert. Dabei wird die maximale Gesamtverschiebung |u| betrachtet.

  • max {uX; uY; uZ; φX; φY; φZ} = 1

Dieser Ansatz berücksichtigt den gesamten Eigenvektor einschließlich der Rotationsanteile. Es wird das Maximum als Referenz gesucht und dieser Anteil dann auf 1 gesetzt.

Info

Die Skalierung |u| = 1 eignet sich nicht für eine sinnvolle Darstellung von Eigenformen mit reinen Stabverdrehungen.

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