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19. Dezember 2023

Durchstanzbewehrungen

Mit den 'Durchstanzbewehrungen' legen Sie fest, wie die Bewehrung gegen Durchstanzen in einer Fläche ausgeführt wird. Die Parameter für die Rundschnitte und Schenkel sind wie die Flächenbewehrungen als Typen zu verstehen, die Sie dann den entsprechenden Knoten zuweisen. Die Möglichkeiten für die Bewehrungsführung sind auf die Bemessungsnorm abgestimmt.

Eingabemöglichkeiten

Im Programm bestehen mehrere Möglichkeiten, wie Sie Durchstanzbewehrungen eingeben können.

Navigator-Kontextmenü

Klicken Sie im 'Navigator - Daten' in der Kategorie Bewehrung den Eintrag Durchstanzbewehrungen mit der rechten Maustaste an. Im Kontextmenü wählen Sie dann Neue Durchstanzbewehrung aus.

Tabelle

Stellen Sie in der Tabelle die Hauptkategorie Struktur und die Unterkategorie Bewehrung ein. Führen Sie im Tabellenblatt Durchstanzbewehrungen einen Doppelklick in eine freie Zeile aus.

Knoten-Eigenschaft

Sie können eine neue Durchstanzbewehrung direkt als Eigenschaft eines Knotens anlegen. Öffnen Sie den Dialog Knoten bearbeiten. Haken Sie im Abschnitt 'Bemessungseigenschaften' das Kontrollfeld Durchstanznachweis an und wechseln dann in das Register Betonbemessung - Durchstanzknoten.

Basis

Im Register Basis treffen Sie grundlegende Vorgaben für die Durchstanzbewehrung.

Parameter

Material

Weisen Sie der Durchstanzbewehrung ein Material zu. Wenn Sie den geeigneten Betonstahl bereits im Modell definiert haben, steht dieser in der Liste zur Auswahl. Anderenfalls können Sie über die Schaltfläche Neues Material anlegen ein neues Material erzeugen, indem Sie im Dialog Neues Material auf die Materialbibliothek zugreifen. Diese Bibliothek ist über die Schaltfläche Bibliothek auch direkt zugänglich. Dort ist der Materialtyp 'Betonstahl' voreingestellt.

Über die Schaltfläche Material für Flächenbewehrung bearbeiten... können Sie ein bereits zugewiesenes Material ändern. Mit der Schaltfläche Material von Objekt in Grafik übernehmen... haben Sie die Möglichkeit, einen Betonstahl grafisch von einer anderen Fläche zu übernehmen.

Stabdurchmesser

Legen Sie den Durchmesser ds der Bewehrungsbügel oder der Kopfbolzen fest. In der Liste stehen einige Möglichkeiten zur Auswahl. Sie können den Durchmesser aber auch benutzerdefiniert vorgeben.

Kategorien

Typ

Der Typ beschreibt die geometrische Lage der Durchstanzbewehrung. Für die Bemessung nach EN 1992 sind folgende Optionen verfügbar:

Erfolgt die Bemessung nach ACI 318 und CSA A23.3, so stehen in der Liste folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Vertikal | Bügel
  • Vertikal | Mehrere Schenkel
  • Vertikal | Querkraftschenkel
  • Doppelkopfbolzen
  • Kopfbolzen mit Basisschiene

Die Typen sind jeweils in der Dialoggrafik skizziert.

Abstände

Legen Sie fest, wie die Schenkel oder Kopfbolzen der Durchstanzbewehrung in den Rundschnitten verteilt sind. Für die Bemessung nach EN 1992 stehen in der Liste folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Vertikal:
    • Konstant
    • Unterschiedlich
  • Doppelkopfbolzen:
    • Decken | Gleichmäßig
    • Fundament | Gleichmäßig
    • Allgemein

Erfolgt die Bemessung nach ACI 318 oder CSA A23.3, ist nur eine konstante Verteilung möglich.

Im Register Platzierung können Sie die Anordnung der Bewehrung in Detail definieren.

Platzierung

Der Typ beschreibt, wo die Durchstanzbewehrung eingelegt wird: Bei der Bemessung nach EN 1992 werden die Bügel in den Rundschnitten 'Radial' angeordnet. Erfolgen die Durchstanznachweise nach ACI 318 und CSA A23.3, so werden die Bewehrungselemente 'Axial' platziert.

Platzierung

Im Register Platzierung legen Sie fest, wie die Durchstanzbewehrung verlegt ist. Die Eingabemöglichkeiten sind auf die Vorgabe im Abschnitt Kategorien des Registers 'Basis' abgestimmt.

Konstant (Bügel)

Bei einer konstanten Anordnung werden die Bügel gleichmäßig in den einzelnen Rundschnitten verteilt.

Legen Sie die Anzahl der Rundschnitte np und die Anzahl der Schenkel in jedem Rundschnitt nl fest. Damit werden im jedem Rundschnitt gleich viele Bügel verlegt.

Der Rundschnittabstand kann entweder automatisch als 'Mehrfache statische Höhe (k * d)' bestimmt oder 'Absolut' mit benutzerdefinierten Abständen festgelegt werden. Die Parameter sind in der Dialoggrafik dargestellt.

Unterschiedlich (Bügel) / Allgemein (Bolzen)

Bei der Bemessung nach EN 1992 können Sie die Durchstanzbewehrung – Bügel oder Kopfbolzen – auch benutzerdefiniert anordnen.

Legen Sie in der Tabelle die Anzahl der Schenkel bzw. Anzahl der Bolzen nli und den Abstand ksr des Rundschnitts fest. Jede Zeile beschreibt die Parameter eines Rundschnitts.

Tipp

Wenn Sie im unteren Abschnitt den Rundschnittabstand auf 'Absolut' ändern, können Sie die Abstände zwischen den Rundschnitten sr über Längenangaben beschreiben.

Decken/Fundament | Gleichmäßig (Bolzen)

Bei einer gleichmäßigen Anordnung der Durchstanzbewehrung in der Decke oder im Fundament werden die Bolzen in gleichen Abständen je Rundschnitt verteilt.

Legen Sie die Anzahl der Rundschnitte np und die Anzahl der Bolzen nl in jedem Rundschnitt fest. Damit werden im jedem Rundschnitt gleich viele Bolzen verlegt.

Der Rundschnittabstand kann entweder automatisch als 'Mehrfache statische Höhe (k * d)' bestimmt oder 'Absolut' mit benutzerdefinierten Abständen festgelegt werden. Die Parameter sind in der Dialoggrafik dargestellt.

Info

Für die Anordnung der Kopfbolzen in Decken und Fundamenten gelten unterschiedliche Konstruktionsregeln. Sie sind jeweils in der Dialoggrafik skizziert.

Herstellerspezifische Werte für Kopfbolzendübel

Die Bemessung der Durchstanzknoten mit Doppelkopfbolzen basiert auf der technischen Regel EOTA TR 060 [1]. Auch die Hersteller von Doppelkopfbolzen oder Dübelleisten beziehen sich auf diese Bemessungsnorm. Für die CE-Kennzeichnung müssen die Produkte auf ihre technische Brauchbarkeit hin geprüft und mit einem entsprechenden ETA-Zertifikat zugelassen sein.

Für die Bemessung im Programm benötigen Sie die produktspezifischen ETA-Zulassungen. Diese werden in der Regel von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Die Werte in diesen Zulassungen können sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Sie sollten daher überprüfen, ob die Parameter korrekt in der Bemessungskonfiguration hinterlegt sind:

  1. Rufen Sie den Dialog Tragfähigkeitskonfiguration bearbeiten auf.
  2. Wechseln Sie zum Register Norm-Parameter.
  3. Scrollen Sie zur letzten Kategorie Durchstanzwiderstand - Kopfbolzen - EOTA TR60


Referenzen
Übergeordnetes Kapitel