Globale Einstellungen aufrufen
Grundlegende Einstellungen für die Betonbemessung werden im Dialog 'Globale Einstellungen' verwaltet. Dieser Dialog ist im Wesentlichen unabhängig von der Norm, die Sie bei den Modell-Basisangaben ausgewählt haben. Allerdings können die Standardwerte voneinander abweichen.
Die globalen Einstellungen können Sie mit einer der folgenden Möglichkeiten aufrufen:
- Kontextmenü im Navigatoreintrag 'Betonbemessung'
- Schaltfläche
in Symbolleiste der Tabellen für Betonbemessung
Globale Einstellungen
Zu berechnende Konfigurationen
Mit den Kontrollfeldern können Sie steuern, welche Bemessungskonfigurationen generell untersucht werden sollen. Bei der Bemessung nach EN 1992-1-1 sind die Konfigurationen für die 'Tragfähigkeit' und die 'Gebrauchstauglichkeit' per Voreinstellung aktiviert.
Nachweisverfahren
Die 'Aufzählungsmethode' ist sowohl für Stäbe als auch für Flächen voreingestellt. Als weitere Nachweisfahren stehen in der Liste die 'Umhüllende Methode' und die 'Gemischte Methode' zur Auswahl.
- Aufzählungsmethode: Alle Lastkombinationen innerhalb einer Bemessungssituation werden einzeln nacheinander berechnet. Dies führt im Allgemeinen zu den genauesten Ergebnissen, kann aber unter Umständen zu erhöhten Berechnungszeiten führen.
- Umhüllende Methode: Zunächst werden die umhüllenden Schnittgrößen berechnet, die sich für die Bemessungssituation aus den Extremwerten ergeben. Die Umhüllende wird dann für die Bemessung verwendet. Dies führt in der Regel zu einer kürzeren Berechnungszeit, kann aber unter Umständen im Vergleich zur Aufzählungsmethode zu einer unwirtschaftliche Bemessung führen.
- Gemischte Methode: Die beiden oben beschriebenen Methoden werden kombiniert. Sie haben hier die Möglichkeit, die 'Anzahl der Varianten' als Grenzwert anzupassen, bei dem zwischen der Aufzählungsmethode und der Umhüllenden Methode gewechselt wird. Mit dem Standardwert von 20 verwendet das Programm die Aufzählungsmethode, solange die Anzahl an "Ergebnisvarianten" kleiner als 20 ist. Falls die Anzahl der Varianten innerhalb einer Bemessungssituation größer oder gleich 20 ist, wird die Umhüllende Methode angesetzt, um Berechnungszeit zu sparen. Sie können die Einstellungen getrennt für Stäbe und Flächen vornehmen.
Optimierung - maximal zulässige Ausnutzung (in Vorbereitung)
Das Bemessungskonzept beruht auf einem Nachweisverfahren. Das bedeutet, dass Sie den Querschnitt und die Bewehrung vorgeben und das Programm mit diesen Vorgaben die Nachweise durchführt. Für die künftige Entwicklung von RFEM und RSTAB ist auch das Optimieren von Querschnitten und Bewehrungsvorgaben geplant. Dabei wird ein bestimmtes Nachweiskriterium oder ein Ausnutzungsgrad für die einzelnen Nachweise angestrebt. Sie können auch einen von '1.00' abweichenden Wert vorgeben, der kleiner oder größer sein darf, um das Optimierungsziel zu beeinflussen.
Sichern der Ergebnisse
Sie können festlegen, ob bei den Stäben die Ergebnisse für die einzelnen x-Stellen des Stabes ('Nach Ort') oder nur für den Stab als Ganzes ('Nach Objekt') gespeichert werden sollen. Letzteres beansprucht weniger Zeit, erschwert aber eine detaillierte Auswertung in den Ergebnistabellen.
Für die Flächen können Sie vorgeben, ob die Ergebnisse für jeden FE-Netzknoten bzw. Rasterpunkt und jeden Nachweis ('Nach Ort') oder ob für jeden Nachweis nur das Ergebnis der maßgebenden Stelle in der Fläche ('Nach Objekt') gespeichert werden soll.
Glättungseinstellungen für Ergebnisstabberechnung
Ein Ergebnisstab integriert die Schnittgrößen von Stäben, Flächen oder Volumenkörpern. Für die Bemessung im Add-On können Sie steuern, welche Glättungseinstellung bei der Integration der Ergebnisse angesetzt werden. In der Liste stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:
- Konstant in Netzelementen
- Nicht durchlaufend
- Durchlaufend innerhalb von Flächen/Volumenkörpern (Voreinstellung)
- Durchlaufend innerhalb von Flächensätzen/Volumensätzen, sonst innerhalb von Flächen/Volumenkörpern
- Durchlaufend innerhalb aller Flächen/Volumenkörper
Die einzelnen Möglichkeiten sind im Kapitel Ergebnisglättung des RFEM-Handbuchs beschrieben.
Ergebnisse anzeigen
Das Kontrollfeld steuert, ob die Bemessungsergebnisse für jede Bemessungssituation aufbereitet werden. Es ist per Voreinstellung deaktiviert, damit die Arbeit in den Ergebnistabellen ohne große Wartezeiten erfolgen kann.
Ergebnisse berechnen
Mit dieser Option können Sie steuern, ob bei der Bemessung der Flächen die Stellen der FE-Netzknoten oder der Rasterpunkte verwendet werden sollen (siehe Kapitel Ergebnisse flächenweise des RFEM-Handbuchs).
Die beiden Optionen der Liste betreffen die Ergebnisse in den Tabellen und bei den Nachweisdetails: Damit können Sie steuern, ob die Werte der Netzknoten oder der Rasterpunkte ausgegeben werden. Das Raster der Flächen stellt eine vom FE-Netz unabhängige Ausgabe in Ergebnispunkten mit regelmäßigen Abständen dar (siehe Kapitel Flächen des RFEM-Handbuchs). Diese Optionen haben keinen Einfluss auf die grafischen Ergebnisse.
Interaktionsdiagramm
Hier können Sie die Parameter festlegen, die für die Ergebnisdarstellung der Nachweisdetails als Interaktionsdiagramm verwendet werden sollen.
Lebenszyklus der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Betonbemessung werden gelöscht, sobald Sie bei den Eingabedaten eine Änderung vornehmen. Damit ist sichergestellt, dass die Bemessung auf den korrekten Randbedingungen beruht. Für manche Fälle kann es aber sinnvoll sein, die Ergebnisse beizubehalten, beispielsweise wenn Sie die vorhandene Bewehrung anpassen und noch die Ergebnisse der vorherigen Berechnung – die nicht abgedeckte Bewehrung – sehen wollen. Deaktivieren Sie in diesem Fall das Kontrollfeld, um die komplette Neuberechnung der Betonergebnisse zu vermeiden.