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3. Oktober 2023

Einstellungen und Optionen

Im Register Einstellungen und Optionen können Sie den Wert der Erdbeschleunigung, die geometrischen Toleranzen der Objekte und die Ausrichtung der Achsen anpassen sowie Einstellungen zum automatischen Verbinden von Objekten und zur Kostenermittlung vornehmen.

Einstellungen

In diesem Abschnitt können Sie den Wert der 'Fallbeschleunigung' g überprüfen. Er wird für die Ermittlung des Eigengewichts der Stäbe und Flächen, die Umwandlung von Massen ("Massenumwandlungskonstante") und für dynamische Analysen verwendet. Es ist der Näherungswert von 10.00 m/s2 voreingestellt, den Sie bei Bedarf anpassen können.

Die 'Ausrichtung nach Norden' beschreibt die Lage des Modells bezogen auf die Haupthimmelsrichtung. Es ist eine Nordorientierung von 0° voreingestellt, was einer Nordausrichtung entlang der globalen X-Achse entspricht. Wenn Sie die Ausrichtung des Modells ändern möchten, haken Sie das Kontrollfeld an und tragen den Winkel Φ ein.

Tipp

In der FAQ Nordpfeil und Nordorientierung wird erklärt, wie Sie die Ausrichtung nach Norden einstellen und den Nordpfeil grafisch darstellen.

Modelltoleranzen

Beim Modellieren oder Importieren von Daten aus einem CAD-Programm können geringfügige geometrische Differenzen bei den Modellobjekten auftreten. RFEM bereinigt diese Unstimmigkeiten automatisch, wenn bestimmte Abstände unterschritten sind. So werden sehr nahe beieinanderliegende Knoten vereinigt, außerhalb von Ebenen befindliche Linien oder Stäbe in Flächen integriert oder minimal geneigte Linien und Stäbe als vertikal klassifiziert.

Die voreingestellten Toleranzen sind für die meisten Modelle geeignet. Bei kleinen Modellabmessungen kann es erforderlich sein, die Toleranzen entsprechend anzupassen.

Tipp

Die Tooltipps der Felder erläutern, wie sich die Toleranzen auf das Modell auswirken.

Optionen

Die Optionen in diesem Abschnitt steuern, ob im Modell sogenannte "Repräsentanten" für Stäbe und Stabsätze oder "Flächenzellen" zum Einsatz kommen.

Sind die Kontrollfelder für 'Stabrepräsentanten' und 'Stabsatzrepräsentanten' aktiviert, so stehen im Dialog die Zusatzregister Stabrepräsentanten und Stabsatzrepräsentanten zur Verfügung. Ist das Kontrollfeld 'Flächenzellen' angehakt, erkennt das Programm automatisch geschlossene Teilbereiche von Flächen. Dieser Objekttyp ist im Kapitel Flächenzellen beschrieben.

Die Liste 'Regelbasierten Kopplungsgenerierer aktivieren' eröffnet die Möglichkeit, einen Generierer zum Koppeln unverbundener Modellobjekte zu verwenden. Diese Funktion ist im Kapitel Regelbasierter Kopplungsgenerierer beschrieben. Mit der Schaltfläche Neu können Sie einen neuen Generierer erstellen, mit der Schaltfläche Bearbeiten den in der Liste selektierten Eintrag bearbeiten.

Globale Achsen XYZ

Dieser Abschnitt regelt die Ausrichtung der globalen Achse Z. In CAD-Anwendungen zeigt die Z-Achse meist nach oben, in Statikprogrammen nach unten. Für die Berechnung spielt dies keine Rolle.

Wenn Z nach oben gerichtet ist, wird bei der Funktion 'Aktives Eigengewicht' im Lastfall (siehe Kapitel Lastfälle ) automatisch der Faktor -1.0 in Z angesetzt.

Lokale Achsen xyz

In den Normen sind die Bezeichnungen der Stabachsen unterschiedlich geregelt. Sie können hier festlegen, wie die Stab-Hauptachsen z oder y und die Flächenachse z ausgerichtet sind, um die lokalen Achsensysteme an die regionalen Konventionen anzupassen.

Die Lage der lokalen Stab- und Flächenachsen wird in den Grafiken des Abschnitts veranschaulicht.

Kosten / CO2-Emissionsabschätzung

Die Ermittlung der Kosten und CO2-Emissionen eines Modells erfolgt auf Basis der Stab-, Flächen- und Volumenelemente des Modells. Hierzu dient ein Verfahren, wie es auch in der Praxis für die Kalkulation der Gesamtkosten eines Gebäudes verwendet wird. Das Modell wird dabei in Einheiten wie Kellerdecke, Außenwand oder Unterzug untergliedert. Für diese Einheiten werden spezifische Stückkosten entwickelt, die sämtliche zu erfassenden Kosten abdecken (Preis pro Fläche, Preis pro Länge, Preis pro Gewicht). Die Massen der einzelnen Einheiten (Gewicht, Volumen, Fläche) werden dann mit den zugehörigen Stückkosten multipliziert. Auf diese Weise erhält man die Teilkosten für jede Einheit. Die Summe aller Teilkosten ergibt die Gesamtkosten des Modells. Die Abschätzung der CO2-Emissionen basiert auf dem gleichen Ansatz.

Legen Sie das Währungssymbol der Kosten fest. Die Kosten je Einheit können Sie dann bei den Materialien und Objekten definieren.

Die Anpassungsfaktoren ermöglichen es, die Kosten und CO2-Emissionen des Modells global zu skalieren.

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