Nach dem Import einer CAD-Datei besteht oft das Problem, dass zusammenhängende Elemente im statischen Modell keine Verbindung aufweisen. Die Funktion Regelbasierte Kopplungsgenerierer erleichtert die Aufgabe, Objekte zu koppeln: Das Programm erzeugt die Verbindung in Form von Starrstäben und starren Kopplungen.
Regelsatz
In einem sogenannten 'Regelsatz' legen Sie eine oder mehrere Regeln für die Generierung von Kopplungen fest. Sie gelten jeweils für bestimmte Objekttypen. Die Details dieser Regeln definieren Sie im Abschnitt Parameter.
In der Spalte 'Aktiv' können Sie steuern, ob eine Regel angewandt werden soll. Wenn Sie das Kontrollfeld anhaken, wird automatisch eine Zeile für eine weitere Regel hinzugefügt.
Eine wichtige Rolle für die Erzeugung von Kopplungen spielt der 'Typ': Er entscheidet, zwischen welchen Objektarten Verbindungen erzeugt werden. In der Liste stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl.
Die Funktion der einzelnen Typen ist in der Tabelle beschrieben.
| Typ | Kopplung von Objekten |
|---|---|
| Stütze - Platte | Vertikale Stäbe mit horizontalen Flächen |
| Träger - Platte | Horizontale Stäbe mit horizontalen Flächen |
| Diagonale - Platte | Geneigte Stäbe mit horizontalen Flächen |
| Wand - Platte | Vertikale Flächen mit horizontalen Flächen |
| Wand - Wand | Vertikale Flächen mit vertikalen Flächen |
| Träger - Wand | Horizontale Stäbe mit vertikalen Flächen |
| Stütze - Stab | Vertikale Stäbe mit Stäben in beliebiger Lage |
| Träger - Stab | Horizontale Stäbe mit Stäben in beliebiger Lage |
| Diagonale - Stab | Geneigte Stäbe mit Stäben in beliebiger Lage |
| Diagonale - Knoten | Geneigte Stäbe mit Knoten im Umkreis |
| Stütze - Knoten | Vertikale Stäbe mit Knoten im Umkreis |
| Träger - Knoten | Horizontale Stäbe mit Knoten im Umkreis |
Die Typen basieren auf folgendem Konzept: Die "Ursprungsobjekte" (erste Bezeichnung im Typ-Paar) werden auf kürzestem Weg durch Knotenkopplungen oder Linienkopplungen mit den "Zielobjekten" (zweite Bezeichnung) verbunden. Falls erforderlich, werden automatisch Knoten auf den Zielobjekten erzeugt.
Die Reihenfolge der Regeln im Regelsatz legt auch die Prioritäten fest, nach denen die Objekte gekoppelt werden. In der Spalte 'Priorität' können Sie diese Automatik aber ändern, indem Sie einer Regel eine niedrigere Priorität (2) zuweisen.
Parameter
Im unteren Abschnitt können Sie die Details für jede Regel festlegen. Sie entsprechen im Prinzip den Vorgaben, die für Knotenkopplungen oder Linienkopplungen gelten.
Suchmethode
Derzeit ist nur die Option 'Nächstliegende Objekte' verfügbar. Das Programm sucht, welches Objekt (Knoten, Stab, Linie, Fläche) im definierten Radius die geringste Distanz zum Ursprungsobjekt aufweist. Dieses Objekt wird dann mit einem Starrstab oder über die relevante Länge starr gekoppelt.
Suchradius
Die Kopplungen werden nur für Objekte erzeugt, die sich in einem bestimmten Radius um das Ursprungsobjekt befinden.
Von der Suche ausgeschlossene Knoten/Stäbe/Flächen
Sollen innerhalb des Suchbereichs bestimmte Objekte nicht gekoppelt werden, so geben Sie die Nummern dieser Zielobjekte an. Nutzen Sie die grafische Auswahlmöglichkeit über die Schaltfläche
, die mit einem Klick in das Eingabefeld zugänglich wird.
Zusammengehörige Objekte einschließen
Zugehörige Objekte werden automatisch von der Suche ausgeschlossen. Dies sind zum Beispiel integrierte Objekte oder Definitionsobjekte wie Knoten, die zur Definition der Begrenzungslinien von Flächen verwendet werden. Wenn Sie das Kontrollfeld anhaken, werden auch diese Objekte bei der Suche berücksichtigt.
Stabendgelenk/Liniengelenk
Die Objekte werden per Voreinstellung biegesteif verbunden. Sie können die Kopplung auch gelenkig ausführen. Wählen Sie hierzu in der Liste eines der bereits definierten Gelenke aus oder definieren mit der Schaltfläche
einen neuen Gelenktyp.
Beispiele
- Kopplungstyp Stütze - Stab
Mit den Parametern der Regel 1 werden Knotenkopplungen für alle vertikalen Stäbe des Modells mit Stäben erzeugt, die sich in einem Abstand von maximal 32 cm befinden.
- Kopplungstypen Wand - Platte und Wand - Wand
Für die Verbindung von Flächen über Linienkopplungen gelten die Regeln 4 und 5. Mit den Parametern der Regel 4 werden alle vertikalen Flächen des Modells mit horizontalen Flächen verbunden, die sich in einem Abstand von maximal 1 m befinden. Alle vertikalen Flächen werden nach den Parametern der Regel 5 darüber hinaus mit einem Liniengelenk gekoppelt.